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Betonschiff ahoi! Der robuste Werkstoff ist sogar wassertauglich

djd/BetonBild

(djd/pt). Ein Schiff aus Beton herzustellen - dieser Gedanke erscheint vielen zunächst skurril. Dabei kann der Beton-Schiffbau auf eine Geschichte von über 160 Jahren zurückblicken, noch heute wird das Prinzip weiterentwickelt. Studenten und Auszubildende der Betontechnik arbeiten an noch dünneren Schalungen, besseren Formen und ausgefalleneren Designs für Betonkanus und -boote. Die Ergebnisse gibt es bereits seit 13 Jahren bei einer Betonkanu-Regatta zu sehen. Sie findet in diesem Jahr vom 24. bis 25. Juni 2011 auf dem Salbker See II in Magdeburg statt. Unter www.betonkanu-regatta.de gibt es Informationen zu dem Event.

Das Geheimnis dünner Wandstärken

Die eigentliche Herausforderung des Beton-Bootsbaus ist es nicht, das schwere Material zum Schwimmen zu bringen. Stahl hat ein noch höheres spezifisches Gewicht, und niemand wundert sich über die Ozeanriesen, die die Weltmeere kreuzen. Schwieriger ist es allerdings, aus Beton dünne Wandstärken zu formen. Grundvoraussetzung dafür war die Entdeckung, dass eine Metallarmierung dem Beton zusätzlich zur Druckfestigkeit auch hohe Zugfestigkeit verleiht. Neben Metallfasern oder -geflechten kommen heute auch Hightech-Werkstoffe wie Glas-, Kunststoff- oder Karbonfasern zum Einsatz, mit denen sich die extrem dünnwandigen Betonkonstruktionen für "Rennkanus" umsetzen lassen.

Unterwegs mit der "Concrete Lady"

Etwas robuster ist die Bauweise größerer Schiffe wie der "Concrete Lady", einem zwölf Meter langen Ferrocement-Schiff. 1970 gebaut und 2008 aufwendig saniert, ist sie heute ständig im Einsatz, um Taucher zu den schönsten Unterwasserplätzen des Bodensees zu bringen. Ab Ende der 50er Jahre gab es von Neuseeland ausgehend in Australien, Kanada und den USA einen Boom für Ferrocement-Segelyachten, die nicht nur pflegeleichter als Holzboote waren, sondern auch bei schwerem Wetter ein besonders gutes Seeverhalten aufwiesen. Eine würdige Vertreterin dieser Bauart ist die 16,5 Meter lange klassische Schoneryacht "Cementesse", die heute zur Traditionsflotte der Schiffergilde Bremen gehört.

Das erste Betonboot ist über 160 Jahre alt

Das älteste Betonboot der Welt steht heute in einem Heimatmuseum im südfranzösischen Brignoles. Erstmals zu Wasser gelassen wurde es von seinem Erbauer Joseph-Louis Lambot im Jahr 1848. Lambot bediente sich dabei des Prinzips des Stahlbetonbaus. Metallarmierungen geben dem Beton zusätzlich zur Druck- auch eine gute Zugfestigkeit. Dieses Bauprinzip macht das Material nicht nur zum Bau von Booten geeignet, sondern hat der modernen Baukunst mit Stahlbeton erst den Weg geebnet.

Bild: Die "Betonkanu-Regatta" findet am 24. und 25. Juni 2011 zum 13. Mal statt - dieses Jahr auf dem Salbker See II in Magdeburg.


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