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Und sie schwimmen doch

djd/www.bodenseetauchschiff.de

Schiffe aus Beton gibt es schon seit über 160 Jahren - (djd/pt). Wenn man den Baustoff Beton mit der Schifffahrt in Verbindung bringt, denkt man zunächst wohl an den Bau massiver Hafenkais oder Schleusenanlagen. Dass der vielseitige Werkstoff auch selbst schwimmen kann und sich für den Bau von Schiffen eignet, ist weit weniger bekannt. Tatsächlich aber baute der Franzose Joseph-Louis Lambot bereits im Jahr 1848 das erste Betonboot, das noch heute im Heimatmuseum der südfranzösischen Stadt Brignoles zu besichtigen ist.

Günstige Alternative zum teuren Stahlbau

Die Fertigung von Schiffen aus Beton blieb aber keineswegs eine Fußnote in der Entwicklung des Boots- und Schiffbaus. Bereits im 19. Jahrhundert taten in den Niederlanden und in Italien Stahlbetonschiffe ihren Dienst. Gegenüber der üblichen Fertigung aus Stahl waren sie ausgesprochen preiswert und überzeugten durch eine hohe Haltbarkeit mit entsprechend langer Nutzungsdauer. Bei größeren Schiffen beeinträchtigte das vergleichsweise hohe Gewicht allerdings die Manövrierfähigkeit, sie blieben daher bis zum Ersten Weltkrieg eher ein Nischenprodukt. Doch immer wenn Stahl knapp und wertvoll war, erlebte die Bauart eine Renaissance, etwa während des Ersten Weltkriegs oder später ab 1940.

Betonkanu-Regatta in Magdeburg

Die "Concrete Lady" wurde 1970 als "schwingungsfreies" Boot aus Beton für die militärische Forschung gebaut. Noch heute ist sie auf dem Bodensee im Einsatz, um Taucher zu den schönsten Plätzen zu transportieren. Sie ist keineswegs das einzige ihrer Art: Weltweit sind zahlreiche Stahlbetonschiffe im Dienst, und als Schwimmponton oder beim Gründen von Brücken spielen schwimmfähige Betonkörper ebenfalls eine wichtige Rolle.

An der Zukunft der Beton-Schifffahrt arbeiten immer aufs Neue die Teilnehmer der "Betonkanu-Regatta", die am 24. und 25. Juni 2011 zum 13. Mal stattfindet - dieses Jahr auf dem Salbker See II in Magdeburg. Studenten und Auszubildende der Betontechnik bauen im Vorfeld Wettkampfkanus mit extrem dünnen Wandstärken von nur wenigen Millimetern oder originell gestaltete Eigenkreationen. Unter www.betonkanu-regatta.de gibt es alle Informationen zu diesem Event.

Warum Beton schwimmen kann

Die Auftriebskraft des Wassers sorgt dafür, dass auch ein Schiff aus Beton schwimmen kann, obwohl sein Baustoff eigentlich schwerer ist als Wasser. Stahl hat sogar ein noch höheres spezifisches Gewicht als Beton - und schwimmt dennoch. Der Grund: Die mittlere Dichte des Schiffskörpers ist weit niedriger als Wasser, denn sie setzt sich nicht nur aus der Beton- oder Stahlhülle, sondern auch aus der darin enthaltenen Luft zusammen.

Bild: Die Auftriebskraft des Wassers sorgt dafür, dass auch ein Schiff aus Beton schwimmen kann.

 

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