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Brandenburg heißt die Junioren Kanuten der Welt willkommen

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"Willkommen in Brandenburg, wir freuen uns, die Kanu-Junioren der Welt in Deutschland begrüßen zu können", war das gemeinsame Statement von DKV-Präsident Thomas Konietzko, Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und OK-Chef Henry Schiffer. Insgesamt 64 Nationen mit über 650 Kanu-Rennsportlern sind nun in Brandenburg a.d. Havel angekommen und haben ihre ersten Trainingseinheiten auf dem Beetzsee absolviert. Besonders stolz zeigte sich Konietzko, den Nationenrekord des Vorjahres aus Moskau um zwei weitere Nationen gesteigert zu haben. Doch mit dieser hohen Marke kommt auf die Organisation des ca. 200 Helfer starken Teams um Henry Schiffer eine enorme Herausforderung zu.

"Die Vorbereitungen liefen bislang sehr gut", so Schiffer. Das gesamte Umfeld, die Infrastruktur und die Strecke sind in einem hervorragendem Zustand. Mit dem neuen Zielturm, der verbreiterten Strecke und der großen Videowand präsentiert sich die Strecke in neuem Glanz. Ein wenig haben uns die Nationen zu schaffen gemacht, die ihre Flüge verpasst haben, sodass wir teilweise Athleten bis aus Basel nach Brandenburg lotsen mussten. Aber nun sind alle da. Es kann losgehen."

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann zeigte sich besonders von der Atmosphäre der Veranstaltung beeindruckt: "Wir Brandenburger genießen es Sportveranstaltungen ausrichten zu dürfen, da gerade der Sport einen besonderen Stellenwert bei uns hat. Wir haben im Vorfeld viel für den Regattastandort Brandenburg getan und dies zahlt sich jetzt aus. Zudem ist es ein tolles Bild, wenn so viele Jugendliche die Stadt besuchen."

Deutsche Kanu-Rennsportler voller Tatendrang

Die Form haben sich die deutschen Kanu-Rennsportler bereits Wochen im Voraus im Trainingslager in Kienbaum und auch vor Ort in Brandenburg an der Havel geholt. "Alle 23 Jungs und Mädels sind gut vorbereitet und können es nicht mehr erwarten, dass es endlich losgeht", so Detlef Hummelt, Bundestrainer Nachwuchs. "Unser Ziel ist es in alle Finals zu kommen und auch in jeder Disziplingruppe mindestens eine Medaille zu holen."

Als medaillenträchtigste Kandidaten sieht Hummelt unter anderem die beiden Berlinerinnen Sophie Hammer und Virginia Najork, Tom Liebscher (Dresden) und Max Rendschmidt (Rheidt) bei den Kajakfahrern und Michael Müller (Magdeburg) bei den Canadier-Herren. Einzig die Klasse der Zweier-Canadier im Damenbereich wird das DKV-Team offen lassen und sich somit in 22 von 23 Entscheidungen mit dem internationalen Umfeld messen.

"Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass viele Nationen stärker geworden sind und wir nicht mehr nur mit Ungarn alles allein ausmachen", so Konietzko. Gerade bei den Junioren zeige sich diese Dichte. „Wir mussten zudem hinnehmen, dass die ICF im 200m-Sprintbereich und bei den Canadier-Damen sehr schnell agiert hat. Wir sind zwar auf den Zug aufgesprungen, aber noch nicht vorne mit dabei. Aufgrund des hervorragenden Fördersystems in Deutschland und unseres Know-Hows sind wir dabei diese Lücken zu schließen. Deswegen hat mich auch die erste EM-Medaille unserer Canadierfahrerin Lydia Weber in der Leistungsklasse sehr gefreut.“

Am Abend können die Zuschauer um 19 Uhr der Eröffnungsfeier an der Regattastrecke am Betzsee beiwohnen. Am Freitag um 9 Uhr werden die ersten Vorläufe über die 1.000m-Distanz durchgeführt.

Abenteuer Junioren-WM  

Mut haben sie, das muss man den jungen Sportlern aus dem Entwicklungsprogramm des Kanu-Weltverbandes ICF lassen. Ganz allein von den Seychellen, aus Thailand oder Uruguay zur Junioren-WM nach Brandenburg zu kommen, dazu gehört doch schon einiges. Andere haben wenigstens einen Coach dabei wie die 17-jährige Afef ben Ismail aus Tunesien. Sie ist beinahe schon privilegiert – ihr Coach war zwar noch nicht an der Havel, aber immerhin schon in Karlsruhe, und sie selbst ist zwar das erste Mal in Deutschland, kann aber schon auf eine gewisse Wettkampferfahrung zurückgreifen. „Erfahrungen sammeln, und wenigstens ins Semifinale kommen“ lautet Afifs offizielle Devise für den Beetzsee. Insgeheim träumt sie davon, es vielleicht bis ins Finalrennen zu schaffen. Ein Boot hat sie inzwischen auch, und es ist sogar schon durch die Bootskontrolle gekommen. Beste Voraussetzungen also für den Wettkampf.

Flores Hiromana aus Tahiti bestreitet seinen ersten Wettkampf im Sprint-Kajak. Bei ihm zu Hause dominieren andere Bootsklassen, wird Seekajak ganz groß geschrieben. „Er mag das Sprintboot“, wichtet sein Verbandspräsident Charles Villierme die Aussichten des 18-Jährigen, der erst seit diesem Winter im Rennboot sitzt. Sein hiesiges Wettkampfboot hat auch er über die ICF bekommen. „Er soll sehen, wie es international langgeht und wie das Niveau ist. Was er drauf hat, ist schwer abzuschätzen.“

Seinem ersten richtigen Wettkampf überhaupt fiebert dagegen Randelph Jeannewl von den Seychellen entgegen. Der Krauskopf paddelt seit fünf Jahren, und er gehört zu dem kleinen Kreis von Athleten, die von Bundestrainer Stefan Ulm detailliert in alle Erfordernisse rund um den Wettkampf eingewiesen wurden: Bootskontrolle, Startnummer, Bootsnummer, und vor allem: Rechtzeitig zur Stelle sein! Immer wieder fragt Stefan Ulm nach, ob alles verstanden wurde, ob es noch Fragen gibt, ob alle ein Boot haben. „Was müsst Ihr morgen alles machen?“ Einer versucht zu rekapitulieren, so richtig klappt es nicht, Das muss nichts bedeuten, denn Englisch sprechen ist für die jungen Leute sichtbar schwieriger als auf Englisch zuhören. Der Kirgise in der Gruppe verfolgt die englischen Ausführungen, fragt dann auf Russisch nach. Aber er hat es ohnehin leichter, ist nicht ganz auf sich gestellt, sondern zu zweit und mit Coach hier in Brandenburg. Ein freiwilliger Helfer, selbst Kanute und Altersgefährte des mutigen Häufleins aus dem ICF-Entwicklungsprogramm, wird die Einzelkämpfer am Wettkampftag begleiten und unterstützen.

Stefan Ulm bleibt unsicher: Wissen die Jungs wirklich, was sie unbedingt tun müssen, und wo? Ein Abstecher zu Bootskontrolle und Startnummernausgabe soll letzte Klarheit schaffen. Plötzlich steuert einer der Helfer zielsicher auf Aukit Sriwan zu, begrüßt den jungen Thailänder überschwänglich. Paul Ganse war schon mehrfach in Thailand und konnte sogar fünf Tage mit den Thailändern zusammen trainieren. Er wird das erste große Rennen von Aukit genau verfolgen und sich ein wenig um den Jungen kümmern. Und auf jeden Fall haben die beiden schon einen Trikottausch vereinbart, am Sonntag, wenn alles vorbei ist. Aukit wird dann das JWM-Helfershirt stolz mit nach Thailand nehmen.

Bilder, Stimmen und Informationen auf www.canoe-brandenburg.de und auf unserer Facebook-Seite: http://www.facebook.com/icf.junior.canoe.sprint.worldchampionships2011

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