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DKV-Boote über 1000m Meter mit Weltbestzeiten auf Goldkurs

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Mit einem Dreifachsieg in den 1000m-Entscheidungen durch Max Hoff, Sebastian Brendel sowie Martin Hollstein und Andreas Ihle legte das DKV-Team in der sengenden Sonne auf dem Sava-See einen wahrhaft goldenen Finalauftakt bei den diesjährigen Europameisterschaften in Belgrad hin. Die erfolgreiche Bilanz des ersten Tages komplettierten der 1000m-Zweier der Damen und der K4 der Herren mit jeweils Silber.

Titelverteidiger Max Hoff (Essen) gelang im K1 der Herren mit einem unwiderstehlichen Antritt auf den letzten 250 Metern ein souveräner Sieg. Dabei unterbot er mit einer Fahrzeit von 3:22,485 Minuten die bisherige Weltbestzeit um mehr als zwei Sekunden und setzte sich deutlich vor Aleh Yurenia (BLR) und Fernando Pimenta (POR) durch. „Ich bin super happy“, ließ er seiner Freude nach dem Rennen freien Lauf. „Ich habe mich gezwungen, auf mich zu hören und die Nerven zu behalten. Mein Ziel war, auf den letzten 250 Metern noch mal richtig Gas zu geben. Dass ich dann noch mal so losfahren würde können, hätte ich selbst nicht gedacht“, meinte der Champion nach dem Rennen.

Während wenig später bei der Siegerehrung zu Ehren des Kölners die deutsche Hymne erklang, setzte auf der Wettkampfstrecke im gleichen Moment Sebastian Brendel (Potsdam) im C1-Finale zu den letzten Schlägen an und holte vor dem Rumänen Iosif Chirila und dem Spanier Jose Luis Bouza Pregal das zweite Gold für den DKV. Obwohl es ihm angesichts seiner Erkältung besser als am Vortag gegangen sei, sei die Ausgangssituation für ihn nicht ganz einfach gewesen. „Ich lag zwischen den beiden Olympiasiegern Attila Vajda (HUN) und Maxim Opalev (RUS). Das hat mir schon einige Gedanken bereitet, denn ich habe durchaus Respekt vor beiden. Doch ich wollte mein eigenes Rennen fahren. Bis kurz vor 500m lag ich mit dem Ungarn etwa auf gleicher Höhe, danach konnte er nicht mehr dagegenhalten. Mit dem Zielsprint konnte ich dann alles klarmachen“, so die Analyse des erfolgreichen Titelverteidigers.

Für den dritten erfolgreich verteidigten EM-Titel sorgten die K2-Olympiasieger und Weltmeister Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg). Auch sie siegten in Weltbestzeit von 3:07,095 Minuten – ebenfalls reichlich zwei Sekunden unter der bisherigen Rekordmarke – und verwiesen dabei das russische Boot (Yurchenko/Pogreban) und das Boot aus Ungarn (Dombi/Kökeny) auf den Silber- bzw. Bronzerang. „Das war ein Rennen voll nach Plan, was zu 100 Prozent aufging“, bilanzierte Martin Hollstein die Siegesfahrt, und Andreas Ihle ergänzte: „Wir hatten eine super Rennstruktur, und das Überraschende war, wie deutlich wir am Schluss noch zulegen konnten. Martin war auf den letzten 100 Metern noch mal derart heiß, da ging noch mal richtig Feuer durchs Boot. Und dann war es einfach, bis zum Ende durchzurutschen.“

Mit einem starken Endspurt sicherte sich auch der K4 der Herren mit Marcus Groß, Norman Bröckl, Robert Gleinert (alle Berlin) und K1-Sieger Max Hoff auf den letzten Metern hinter den Portugiesen und vor den lange Zeit das Rennen anführenden Rumänen die Silbermedaille. Gleiches gelang nach einer starken kämpferischen Leistung auch dem 1000m-Zweier der Damen mit Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig). Beide lieferten sich von Beginn an einen harten Fight mit dem ungarischen Boot (Szabo/Csipes), dass sich am Ende vor dem deutschen Duo und dem Boot aus Russland (Salakhova/Sergeeva), das Rang drei belegte, durchsetzen konnte. Beide deutschen Boote wie auch Sebastian Brendel im C1 paddelten sich mit ihren Fahrtzeiten ebenfalls unter die drei besten jemals in der Welt gefahrenen Zeiten.

Chefbundestrainer Reiner Kießler zeigte sich mit dem Abschneiden am ersten Finaltag „rundum zufrieden“, bemerkte allerdings auch, „es gibt trotzdem noch viel zu tun. Wir dürfen uns auf diesen Erfolgen keinesfalls ausruhen. In vielen Disziplinen geht es sehr eng zu und auch die anderen Nationen haben gemerkt, dass alles möglich ist“. DKV-Sportdirekter Dr. Jens Kahl unterstrich, es habe sich wieder einmal gezeigt, dass „unsere Athleten Wettkampftypen sind, die sich bei den Höhepunkten steigern können. Das Abschneiden bestätigt auch unsere seit Herbst verfolgte Konzeption, in deren Umsetzung sich die Athleten professionell vorbereiten können, was sich logischerweise auch in den Resultaten niederschlägt“. DKV-Präsident Thomas Konietzko sprach in seinem Fazit von einem „weit mehr als erwarteten Auftakt, der zusätzliche Motivation für den zweiten Finaltag freisetzen wird. Die Ergebnisse zeigen, dass wir in Richtung WM auf einem guten Weg sind“. Die EM  sei nur ein Zwischenschritt dahin, insofern sei das Abschneiden mehr als beeindruckend, so der Präsident.

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