Interessantes

www.Teilestore.de
Home News & Aktuelles Kanusport DKV-Team zum Abschluss noch mit je zweimal Gold und Bronze erfolgreich

Neu im Wassersportverzeichnis

Unsere Partner

Aktuelles - Kanusport

DKV-Team zum Abschluss noch mit je zweimal Gold und Bronze erfolgreich

281014_R_by_st_landgraf_pixelioMit dem WM-Titel für Max Hoff im 5000m-Rennen und für die 4x200m Einer-Staffel der Damen sowie Bronze für Ronald Rauhe im K1 der Herren über 200m und die 4x200m C1-Staffel avancierte das DKV-Team am letzten WM-Tag insgesamt zur erfolgreichsten Nationalmannschaft bei den Titelkämpfen im ungarischen Kanu-Mekka.

Nach Langstrecken-Silber bei der WM im vergangenen Jahr holte Max Hoff (Essen) diesmal in Szeged nach einem harten Fight mit dem Weißrussen Aleh Yurenia doch noch seinen Einer-Titel. Yurenia hatte schon frühzeitig zum Ende der vorletzten Runde vergeblich versucht sich abzusetzen, Max Hoff deckte seine Karten dagegen erst auf der letzten Runde auf. Dem konnte der Weißrusse dann nichts mehr entgegensetzen. Ihm blieb Rang zwei vor dem Italiener Maximilian Benassi. „Den Start habe ich ja nicht so gut erwischt. Auf den ersten 1000 Metern hatte ich ganz schön zu wuseln. Aber dann ging es mir eigentlich ganz gut auf der Welle. Und auf der letzten Runde habe ich nochmal alles 'rausgeholt was ging“, sagte der Champion über das Rennen und meinte zu seinem persönlichen WM-Fazit: „Eine Einordnung fällt mir selbst ein bisschen schwer. Aber eigentlich war es eine gute WM. Es ist schon eine Genugtuung so abgeschnitten zu haben, zeigt es doch, dass es nicht völlig falsch war, was man so gemacht hat“.

Für die zweite Einzelmedaille des Tages sorgte im K1 der Herren über 200m Vorjahres-Vizeweltmeister Ronald Rauhe (Potsdam). Er erkämpfte hinter dem neuen Titelgewinner Piotr Siemionowski (POL) und dem Weltmeister von 2010 Edward McKeever (GBR) Bronze. „Im Ziel habe ich zunächst nicht gewusst, wo ich gelandet bin. Als dann am Siegersteg aber mein Name auf der Drei erschien, hab' ich mich wahnsinnig gefreut. Die bisherige Saison war ja für mich nicht so erfolgreich gelaufen, mein bestes Ergebnis war ein sechster Platz. Von daher ist die heutige Bronzemedaille für mich Gold wert“, meinte das Sprint-Ass.

Eine reichliche halbe Stunde später schrammte Ronald Rauhe mit seinem Zweierpartner Jonas Ems (Essen) im K2 über 200m um neun Hundertstelsekunden an der Bronzemedaille vorbei. Das deutsche Duo kam im Ziel auf Rang fünf. Den Sieg holten sich Hybois/Jouve (FRA) vor Heath/Schofield (GBR) und Piatrushenka/Makhneu (BLR). Mit jeweils Platz vier verpassten auch Carolin Leonhardt (Mannheim) und Conny Waßmuth (Magdeburg) im Sprintzweier der Damen und der C2 der Herren mit Björn Wäschke (Berlin) und Stefan Kiraj (Potsdam) - letztere gar nur um drei Hundertstelsekunden - Edelmetall. Im C1 der Damen über 200m kam Lydia Weber (Leipzig) wie 2010 auf Rang fünf. In den B-Finals mit deutscher Beteiligung siegte Sebastian Brendel (Potsdam) im C1 und Nicole Reinhardt (Lampertheim) kam im K1 der Damen hinter Teresa Portela Rivas aus Spanien auf Platz zwei.

In den abschließenden Staffelrennen über 4x 200m verteidigte die deutsche Damenstaffel im K1 mit Nicole Reinhardt, Tina Dietze, Carolin Leonhardt und Conny Waßmuth ihren WM-Titel vor den Staffeln aus Russland und Polen und erhöhte damit die Goldausbeute des DKV-Teams auf insgesamt sechs. Mit einer vehementen Aufholjagd hatte zuvor auch die 4x200m Canadier-Staffel mit Stefan Holtz, Stefan Kiraj, Björn Wäschke und Sebastian Brendel noch den Sprung aufs Siegerpodest geschafft. Das deutsche Quartett erkämpfte hinter den Siegern aus Russland und nur knapp hinter Aserbaidschan Bronze. Eine Medaille hatte auch die Kajak-Staffel der Herren im Visier. Hinter dem siegreichen Quartett aus Spanien sowie den Vertretungen Russlands und Dänemarks reichte es für Tom Liebscher (Dresden), Jonas Ems, Norman Bröckl (Berlin) und Ronald Rauhe mit Rang vier leider nicht zum erhofften Edelmetall.

Mit der Gesamtbilanz von sechs Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen eroberte das DKV-Team am Schlusstag der WM noch die Spitzenposition in der Medaillenwertung vor Ungarn und auch in den olympischen Disziplinen erwiesen sich die Athleten aus Deutschland mit dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze als erfolgreichste Mannschaft.

Chefbundestrainer Reiner Kießler sprach in seinem Fazit von einer „extremen WM mit einem guten Ausgang“ für das DKV-Team. „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Wenn es bei einigen auch nicht so wie erhofft lief, dann sind andere dafür eingesprungen.“ Die WM habe gezeigt, dass der eingeschlagene Weg mit Blick auf London richtig sei, das schließe auch den Sprintbereich ein. „Wichtig war auch, dass wir bereits 15 Quotenplätze für Olympia erkämpfen konnten. So haben wir keinen Stress mehr, etwa die halbe Mannschaft nachqualifizieren zu müssen.“ Man habe aber auch einmal mehr gesehen, „wie eng es in vielen Disziplinen zugeht und wie breit sich die Medaillen inzwischen verteilen. Das gilt auch für die Plätze dahinter, da muss man sich ständig seiner Haut erwehren“, so der Chefcoach.

DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl unterstrich, „das, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich fünf bis sieben Medaillen in den olympischen Disziplinen und davon möglichst drei goldene sowie die entsprechenden Quotenplätze, das haben wir geschafft, auch wenn es am Anfang nicht so lief. Und kamen sicher geglaubte Medaillen nicht, dann ist dies in anderen Disziplinen kompensiert worden, dafür gebührt der Mannschaft ein großes Kompliment. Bei der Kontinentalqualifikation im nächsten Jahr hätte ich nun gern noch zwei Quotenplätze im Canadier“. In der schwierigen Situation zu Beginn der WM sei es wichtig gewesen, Ruhe zu bewahren: „Wir haben gewusst, dass unser Konzept stimmt und dass auch die leistungsdiagnostischen Daten stimmen. Und es hat sich gezeigt, dass wir auch im 200m-Bereich ein gutes Stück vorangekommen sind“, zeigte sich der Sportdirektor mit dem Abschneiden insgesamt zufrieden.

Komplette Ergebnisse: www.szeged2011.com

Partner von Wassersportwelten.de

wassersportweltenHier geht es zu den Partnern von Wassersportwelten.de. weiter