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Gold und Silber für die Damen, Bronze für die Canadier und dennoch getrübter Glanz

497898_R_K_by_Tobias_Schnuchel_pixelioMit dem WM-Titel für den Nachwuchs-Zweierkajak über 1000m und Silber für den olympischen Vierer der Damen sowie Bronze für den Canadier-Zweier über 500m lag der DKV am ersten Finaltag der WM in Szeged auf Medaillenkurs, das angestrebte Edelmetall im Einer- und Zweierkajak der Herren blieb dagegen aus.

Kaum dass die U23-Europameister dieses Jahres im C2 über 1000m Peter Kretschmer und Kurt Kuschela (beide Potsdam) zum Auftakt der A-Finals sich mit einem beherzten Rennen  hinter den Booten aus Rumänien und Aserbaidschan überraschend WM-Bronze gesichert hatten, erlitt rund eine Viertelstunde später die Stimmung im deutschen Lager einen ersten Dämpfer: Titelverteidiger Max Hoff (Essen) musste mit ansehen, wie Adam van Koeverden (CAN), Anders Gustafsson (SWE) und Eirik Veraas Larsen (NOR) auf den Bahnen links von ihm die Medaillen in dieser Reihenfolge unter sich ausmachten. Max Hoff musste mit Rang vier vorlieb nehmen. Er hatte sich an Aleh Yurenia (BLR) rechts von ihm orientiert, der am Ende auf Rang fünf genauso wenig in die Entscheidung eingreifen konnte. Herren-Bundestrainer Detlef Hofmann bescheinigte dem enttäuschten Titelverteidiger dennoch „ein gutes Rennen“ gefahren zu sein, bei dem schräg von links einfallenden, die linken Außenbahnen weniger tangierenden Gegenwind habe er jedoch keine Chance gehabt. Die Gunst der Stunde nutzte dafür  insbesondere der Schwede Anders Gustafsson, der als bester zeitschnellster Dritter im Zwischenlauf gerade so das A-Finale erreicht hatte.

Für ein Zwischenhoch der deutschen Gefühle sorgte sodann der K4 der Damen mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Franziska Weber (Potsdam), Tina Dietze (Leipzig) und Silke Hörmann (Karlsruhe). Das deutsche Quartett konnte zwar die Ungarinnen vor heimischer Kulisse nicht bezwingen, behielt aber die Oberhand über die Europameisterinnen aus Weißrussland und bescherte dem DKV mit Silber die einzige Medaille in den olympischen Disziplinen an diesem Tag. „Wir wollten hier nicht ohne Medaille nach Hause fahren. Das Feld war total eng beisammen. Wir wussten, es ist alles drin, es hätte aber durchaus auch ein 4. Platz werden können. Gott sei dank ist es so ausgegangen“, fasste Schlagfrau Carolin Leonhardt die Freude im Damen-Flaggschiff zusammen.

Rund 20 Minuten nach dem Damen-Vierer gelang dem Nachwuchszweier mit Debora Niche (Berlin) und Anne Knorr (Leipzig) bei ihrer WM-Premiere im nichtolympischen 1000m-Rennen der ganz große Wurf: WM-Gold vor dem Duo aus Bulgarien und dem ungarischen Boot. Inmitten der größten Freude der beiden über ihren unerwarteten Erfolg platzte dann aber ein Misston: Bei der Siegerehrung wurde eine falsche Strophe der deutschen Nationalhymne eingespielt. „Da steht man nun einmal ganz oben und freut sich die Hymne zu hören und dann so etwas. Aber wir lassen uns unsere Freude dadurch nicht verderben“, kommentierte Anne Knorr die peinliche Situation während der Siegerehrung.

Nach dem Gold für den Damen-Zweier hatte das deutsche Lager auf eine weitere Medaille durch die amtierenden Weltmeister im olympischen K2 der Herren über 1000m gehofft. Doch Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg) mussten sich wie schon zuvor Max Hoff im K1 den Booten auf den Bahnen links neben ihnen beugen und kamen auf Rang fünf. Weltmeister wurden Gelle/Vlcek aus der Slowakei vor Oscarsson/Nilsson aus Schweden, lediglich das russische Duo Yurchenko/Progreban auf Rang drei konnte von Bahn sechs rechts neben den Deutschen in diese Phalanx eindringen. Entsprechend groß war auch bei Hollstein/Ihle die Enttäuschung über den Ausgang dieses Rennens, daran änderte auch der erkämpfte Olympia-Quotenplatz nichts.

Chefbundestrainer Reiner Kießler machte in seinem Fazit des ersten Finaltages kein Hehl aus dem Auf und Ab der Gefühle. „Dort, wo wir dachten, das sei eine sichere Medaillenbank, sind die Medaillen ausgeblieben. Dafür sind sie in den Disziplinen gekommen, wo wir sie nicht unbedingt erwartet hatten. Es hat sich aber gezeigt, dass wir bei bestimmten Bedingungen nicht unbedingt konkurrenzfähig sind.“ Insgesamt aber konnte sich der DKV am ersten Finaltag im K1 und K2 der Herren sowie m K4 der Damen bereits sieben Quotenplätze für Olympia sichern.

Durchgängig Grund zur Freude hatte das deutsche Team am Vormittag des ersten Finaltages. In den Vor- und Zwischenläufen sicherten sich die deutschen Boote in den olympischen Disziplinen K1 und K2 Damen 500m, K4 Herren und C2 Herren 1000m sowie in den nichtolympischen Disziplinen K1 und K2 Herren 500m die Finalteilnahme am Samstag.

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