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Große Tradition des Kanusports in der Havelstadt Brandenburg

Brandenburg/Havel, 23.06.2009. Rechtzeitig vor Beginn der Europameisterschaften geben einige Tafeln auf dem Regattagelände Beetzsee Auskunft über die Traditionen des Kanu-Rennsports in der Havelstadt Brandenburg. Sechzehn Namen international erfolgreicher Rennpaddler, die in Brandenburg an der Havel geboren bzw. aufgewachsen sind, werden stellvertretend für zahlreiche andere den Kanusport ausübende Sportler angeführt. Die ältesten unter ihnen sind die jetzt 73 bzw. 74 Jahre alten Dieter Krause und Günter Perleberg, die als erste Brandenburger eine olympische Goldmedaille gewannen. Inzwischen ist das Konto der von Brandenburger Kanusportlern erkämpften Medaillen bei internationalen Meisterschaften auf 155 angewachsen. Darunter 18 olympische Goldmedaillen, 51 WM-Titel, 16 EM-Siege sowie 7 Titel bei Junioren-WM und 2 Titel bei Junioren-EM.

Deutscher Kanu-Verband e.V.Der Familienname Fischer ist unbestritten der bekannteste, der sich mit dem Begriff des Kanu-Rennsports in Brandenburg an der Havel verbindet. Die hier geborenen Geschwister Birgit und Frank Fischer erwiesen sich bis noch vor einem Jahrzehnt als die fleißigsten Medaillensammler der gesamten Region bei internationalen und nationalen Meisterschaften. Beide hatten 1967/68 bei der BSG Stahl Brandenburg mit dem Kanusport begonnen. Zu den 41 internationalen Titeln und weiteren 25 Medaillen die sie im Verlauf ihrer sportlichen Entwicklung bei internationalen Meisterschaften erpaddelten, trug selbstverständlich die achtfache Olympiasiegerin den Löwenanteil bei. Und Fanny Fischer, die in Potsdam als Tochter von Frank Fischer das Licht der Welt erblickte, ist als Teilnehmerin der Europameisterschaften 2009 dabei, diese Familientradition fortzusetzen.

Akkreditierung: Hauptkampftag Dienstag

Auch wenn die Wettkämpfe der Kanu-EM erst am Donnerstag beginnen – der Hauptkampftag in der Akkreditierung war am Dienstag angesagt. Bis zwei Uhr morgens hatten die fleißigen Helfer die Akkreditierungen für die rund  130 Fernsehleute vom rbb ausgedruckt, und nach einer kurzen Nacht  empfingen sie dann am Morgen als erste das ungarische Team.

Die freundlichen, sprachkundigen Freiwilligen an der Akkreditierung haben jedes Mal eine ganze Liste abzuarbeiten – neben den Ausweisen für Team und Teamleiter werden auch gleich noch die Essenmarken für den Tag verteilt. Der Teamleiter muss die Nationalflagge begutachten – ist es die richtige Fahne, hängt sie auch richtig herum? Wie wichtig das ist, erwies sich beim Team aus Zypern: Die Fahne zeigt die Umrisse des Mittelmeerstaates – und stand, für einen Fremden kaum erkennbar, beim Fahnencheck tatsächlich auf dem Kopf.  Außerdem wird probehalber auch schon einmal die Nationalhymne abgespielt; nichts ist schließlich peinlicher als die falsche Hymne zur Siegerehrung.

Erdkunde abgewählt

Die Lücken des deutschen Bildungssystems zeigen sich selbst bei der Kanu-EM. „Wenn Sie es auf Englisch nicht wissen, dann schreiben Sie es doch einfach auf Spanisch“, riet ein freundlicher junger Volunteer der zyprischen Teamleiterin. Auf den Einwurf, dass dort wohl eher griechisch gesprochen wird, entschuldigte er sich: „Oh sorry, aber ich habe Erdkunde abgewählt“.

Ruhe im Tower

Während an der Akkreditierung Hochbetrieb herrschte, Schlag auf Schlag neue Teams anreisten, ging es im Zielturm am Dienstag Vormittag noch ganz entspannt zu. Die Technik war aufgebaut, für den Probelauf am Nachmittag alles vorbereitet. Selbst die „Chefin“ im Tower, die technische Delegierte Elly Muller, hatte Muße für Erklärungen. Die größte Herausforderung für die Kamera sind für sie kenternde Boote: „Der Athlet muss im Boot sitzen“, nennt sie als entscheidendes Kriterium für die Wertung. Und ob er sitzt oder nicht, ist – ebenso wie Startfehler - nur per Video auszumachen. „Vier Zentimeter vor der Ziellinie“ sei seinerzeit die Italienerin Josefa Idem gekentert – für die gestandene Athletin wahrhaft tragisch, für die Auswerter im Zielturm eine echte Herausforderung. „Aber für die EM hier in Brandenburg hat Josefa wieder gemeldet“, ergänzt Chief Official Elly Muller.

Trubel auf leeren Tribünen

Die Tribünen am Ufer des Beetzsees werden sich zur Eröffnung am Mittwochabend zum ersten Mal füllen. Ordentlich Betrieb war am Dienstagmorgen trotzdem - auf den leeren Tribünen sorgte das Reinigungskommando für Trubel. Mit Staubwedel, Eimer und Lappen rückten sie dem Dreck zu Leibe, der sich auf Plastiksesseln und zusätzlichen Presseplätzen angesammelt hatte.

Wahrhaft artistische Übungen konnte man auf den Zusatztribünen bestaunen. Dort befestigte Orgteam-Mitglied Andreas Gerlach, im „normalen“ Leben Geschäftsführer des Landessportbundes Brandenburg, die Sponsorenbanden. Als es dann aber in luftiger Höhe ans Flaggenhissen ging, erwies sich der heftige Wind als logistische Herausforderung: Alles Recken und Strecken des stattlichen Fechters half nichts, die Schnüre hingen waagerecht in der Luft, ohne Hilfsmittel völlig unerreichbar ...

Rechtzeitiges Kommen ...

sichert gute Plätze. Zumindest auf dem Sattelplatz; dort hat das polnische Team mit seinen Transportern und Booten einen ruhigen Platz ganz am Rand ergattert, ohne Durchgangsverkehr und unliebsame Störungen. Und während andere noch am Flugplatz auf ihren Bus warteten, wurden die polnischen Boote schon poliert und gewienert ...

... noch ein Koffer in Berlin

Die Anreise der Teams war am Dienstag in vollem Gange. Am späten Montagabend waren noch die spanischen Athleten in Tegel angekommen, mit halbstündiger Verspätung zwar, aber das wäre kein Problem gewesen. Viel schlimmer – alles Warten und Suchen am Gepäckband half nichts, ein Koffer fehlte. Nun hoffen die Spanier, dass es bald heißt: „Ihr habt noch einen Koffer in Berlin!“, denn wenn der nicht bald auftaucht, hat wohl ein Athlet einige Schwierigkeiten.

Pick us up

„Please pick us up“ erschien am Dienstagmorgen gegen Neun im Orgbüro auf dem Bildschirm. Den freundlichen Hilferuf hatte die Mannschaft aus Litauen vom Flughafen in Berlin-Tegel aus abgesetzt, und er war auch bitter nötig – denn das baltische Team wollte eigentlich erst um 14 Uhr einfliegen.


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