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Hessen: Durchgängigkeit von Gewässern auch für Kanuten

pixelio, st.landgraf* Runder Tisch vereinbart gemeinsame Schritte
Zukünftig wollen Kanuten, Wasserkraftwerksbetreiber, Naturschutz und Behörden noch stärker als bisher zusammenarbeiten und die Überwindung von Wehren für Kanuten besser ermöglichen. Dies ist Ergebnis des Runden Tisches Durchgängigkeit, der sich in Frankfurt zum zweiten Mal traf.


Rund 630 Querbauwerke in Form von Wehren oder Wasserkraftwerken beeinträchtigen die Ausübung des Kanusports in Hessen. Um diese Hindernisse für Kanuten überwindbar zu gestalten und damit Gewässer auch für Kanuten durchgängig zu machen, trafen sich Vertreter des Deutschen und des Hessischen Kanu-Verbandes, des Landessportbundes Hessen, des Hessischem Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, des Regierungspräsidiums Darmstadt, der AG Wasserwerke und der Bundesvereinigung Kanutourismus zum zweiten Mal in Frankfurt beim Landessportbund Hessen. Dabei wurde schnell deutlich, dass es Patentlösungen nicht gibt, sondern nur gemeinsame Gespräche vor Ort zu tragfähigen Modellen führen können. Um diesen Dialog zukünftig so früh wie möglich zu beginnen, will das Umweltministerium mit einem ministeriellen Erlass seine nachgeordneten Behörden auffordern, bei Planungen an Wehren die Vertreter des Kanusports frühzeitig einzubinden. Durch den Deutschen Kanu-Verband wurde eine umfangreiche Ausarbeitung erstellt, die verschiedene Anlagen für Kanusportler zur Überwindung von Querbauwerken vorstellt. Die Ausarbeitung berücksichtigt auch Empfehlungen von Fischsachverständigen, damit die im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vielfach erforderlichen Fischpässe auch von Kanuten genutzt werden können. Diese Unterlagen werden durch die AG Wasserwerke empfohlen, damit bereits in der ersten Planungsphase die Ideen aufgegriffen und Kosten gesenkt werden können. In weiteren Gesprächen mit den Regierungspräsidien werden die Vertreter des Kanusports zudem konkrete Einzelfälle vortragen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. "Mit den getroffenen Vereinbarungen wird deutlich, dass die berechtigten Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden können", erklärte Petra Schellhorn, Vizepräsidentin Kanu-Freizeitsport des Hessischen Kanu-Verbandes. Auch die Frage der Finanzierbarkeit wird als lösbar angesehen, da bei frühzeitiger Planung Mehrkosten gar nicht anfallen oder sehr gering sind und von Tourismus, Naturschutz und Sport gemeinsam getragen werden könnten.

Deutscher Kanu-Verband, 27. Januar 2010

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