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IOC beschließt Änderungen des olympischen Programms

DUISBURG/BERLIN (14.08.2009) Eine weit reichende Änderung des olympischen Programms im Kanu-Rennsport hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf seiner Exekutivsitzung in Berlin beschlossen: Die 500 Meter-Wettbewerbe der Männer werden auf 200 Meter gekürzt. Außerdem wird ein Sprintrennen im Einer-Kajak der Frauen über 200 Meter eingeführt, für das eine noch festzulegende Männer-Disziplin entfallen wird. Die Programmänderung die erste im Kanu-Programm seit 30 Jahren tritt bereits zu Olympischen Spielen 2012 in London in Kraft. IOC-Präsident Jacques Rogge (Belgien) erklärte, durch die 200 Meter-Rennen würde die Veranstaltung "spektakulärer".

pixelio, anneDas IOC nahm damit einen entsprechenden Vorschlag des Board of Directors des Kanu-Weltverbandes ICF an. Hintergrund der Änderung waren Forderungen des IOC, zum einen die Attraktivität der Rennen zu erhöhen, andererseits den Anteil an weiblichen Teilnehmern in den Kanu-Wettbewerben zu steigern. Der Anteil der Frauen-Rennen steigt jetzt von drei auf vier der zwölf Kanu-Rennsport-Entscheidungen. Durch die Festlegung auf 200 und 1000 Meter bei den Männern werden (bislang häufig praktizierte) Mehrfachstarts einzelner Sportler weitgehend vermieden, da die Unterschiedlichkeit der Strecken spezifische Anforderungen an das Training stellt. Dies soll dazu beitragen, den Kreis der Medaillengewinner zu erweitern. Unverändert bleiben die Entscheidungen über 1000 Meter der Männer (bislang fünf Disziplinen) und über 500 Meter der Frauen (drei Disziplinen). Welches Männer-Rennen zugunsten des Frauen-Sprints gestrichen wird, will die ICF im Dezember entscheiden. Sprintrennen über 200 Meter werden seit 1994 im Rahmen der Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften ausgetragen.

Die Änderung zum jetzigen Zeitpunkt kam für den Deutschen Kanu-Verband überraschend, da bislang stets eine Änderung ab 2016 diskutiert und vor diesem Hintergrund durch den ICF-Kongress 2008 auch eine testweise Veränderung des WM-Programms für 2009 (mit Staffeln) und 2010 (mit Langstreckenrennen) beschlossen worden war. Die ersten Welttitelkämpfe mit diesem Programm werden derzeit in Dartmouth/Kanada ausgetragen.

ICF-Präsident Jose Perurena Lopez (Spanien) betonte: "Diese Änderungen des olympischen Programms stehen für eine evolutionäre Entwicklung der Sportart Kanu. Es war die Vision des ICF-Boards, geeignete Veränderungen vorzunehmen, um unseren Sport auch für die kommenden Jahre als wichtig und spannend für die Jugend und die breite Öffentlichkeit zu erhalten. Wir freuen uns auf das neue Format und seine Premiere in London 2012."

Die ICF hatte gleichzeitig mit der Programmänderung auch beantragt, das Teilnehmerkontingent für Kanu-Slalom auszuweiten. Das IOC hat eine solche Erhöhung aber abgelehnt, es bleibt damit für 2012 damit bei insgesamt 330 Plätzen für Rennsport und Slalom mit insgesamt 16 Wettbewerben bei den Olympischen Spielen.

(dr)

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