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Neun deutsche Boot schon im Finale

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Neun Boote des gastgebenden Deutschen Kanu-Verbandes haben am ersten Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaft der Rennkanuten auf dem Brandenburger Beetzsee das Finale erreicht. In allen 15 ausgetragenen Bootsklassen über 1.000 und 200 Meter wahrten die deutschen Boote ihre Chance auf Edelmetall.

Bei den Vorläufen über 1.000 Meter konnten sich bei den Herren mit Tom Liebscher/Max Rendschmidt (Dresden/Rheidt) im Zweier-Kajak, Yul Oeltze (Magdeburg) im Einer-Canadier, dem Vierer-Kajak mit Florian Worm (Duisburg), Maximilian Hahl (Karlsruhe), Daniel Horn (Kassel) und Sören Hensel (Magdeburg) bei den Herren sowie der Zweier-Kajak mit Melanie Gebhardt (Leipzig) und Hanna Schönrath (Hamm) bei den Damen bereits vier Boote mit Vorlaufsiegen direkt für das Finale am morgigen Samstag qualifizieren.

„Wir sind vom Start gut weggekommen und auch auf der Strecke lief es gut“, meinte Maximilian Hahl nach dem Sieg. „Bei 500 m haben wir dann noch mal angezogen, und beim Endspurt waren wir uns schon sicher, dass wir als Erste reinkommen. Wir sind mit dem Rennen zufrieden, um so mehr als es für uns im Vorhinein schwer war einzuschätzen, wo wir wirklich stehen, weil wir nicht bei der EM dabei waren und uns so der direkte Vergleich fehlte."

Als vermeintliches Medaillenboot galt schon im Vorfeld der Zweier-Kajak der Herren mit Tom Liebscher und Max Rendschmidt. Das Boot setzte sich schon früh in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich bis zum Ziel aus. Dieser betrug an der 1.000m-Marke knapp sechs Sekunden auf die zweitplatzierten Tschechen. Ähnlich souverän folgte der Zweier-Kajak der Damen mit Hanna Schönrath (Hamm) und Melanie Gebhardt (Leipzig) ins Finale. Über fünf Sekunden vor den Britinnen kam der deutsche Zweier ins Ziel und wird im Finale unter anderem auf die starken Ungarn Hagymasi / Takacs treffen, die eine ähnlich schnelle Zeit in ihrem Vorlauf fuhren.

Den fünften deutschen Sieg steuerte Max Rendschmidt (Rheidt) mit einem Vorlauf-Sieg im K1 bei, mit dem er sich souverän für das Semifinale qualifizierte. Zu den fünf deutschen Vorlaufsiegen über 1.000 Meter kamen noch zwei zweite Plätze von Isabel Friedt (Karlsruhe) im Kajak-Einer und von Michael Müller (Magdeburg) / Max Müller (Leipzig) im Canadier-Zweier dazu.

Am Nachmittag bei den Vorläufen auf der 200 m-Sprintstrecke sicherten sich Sophie Hammer/ Virginia Najork im Zweierkajak der Damen mit einem Vorlaufsieg einen weiteren direkten Finalplatz. Über den Zwischenlauf gehen Tom Liebscher und Anna Kowald (Essen), die ihre Vorläufe im Einerkajak ebenso siegreich gestalten konnten.

„Gegen den Ungarn Sandor Totka wollte ich unbedingt gewinnen, da er in Singapur schneller als ich war. Meine Vorbereitung verlief nicht ganz optimal, deswegen hoffe ich, dass ich von Rennen zu Rennen immer besser in den Wettkampf komme. Natürlich hoffe ich aber auch auf den Zweier mit Max Rendschmidt, da dieses Boot gut läuft“, meinte der Dresdner Liebscher nach dem Zieleinlauf. Und Anna Kowald gestand ein: „Im Verhältnis zu sonst bin ich gut aus dem Startschuh gekommen, dennoch ist es gegen die russische Europameisterin Natalia Podolskaja hinten raus ganz schön schwer gewesen. Für mein erstes Rennen bei einer großen Meisterschaft bin ich jedoch schon zufrieden.“

Für die Kajakdamen Hammer/ Najork war der Vorlaufsieg gleichbedeutend mit dem direkten Einzug in das Finale am Sonntagvormittag. Alle anderen DKV-Boote nehmen ihre Finalchancen über 200m in den Semifinals am Samstagvormittag wahr.
In den letzten Semifinalrennen über 1000m bewarben sich bei strömenden Regen am Freitagnachmittag Max Rendschmid im K1 sowie die C2-Besatzung Max Müller/ Michael Müller und der C4 mit Yul Oeltze / Maximilian Müller (Potsdam)/ Pascal Milde (Berlin) / Anton Regorius (Potsdam) vom DKV-Team um einen der noch offenen Finalplätze.

Rendschmid untermauerte mit einem souveränen Sieg seine Medaillenambitionen und zog ungefährdet ins Einer-Kajak-Finale ein.

Aus einem packenden Dreikampf im C2 zwischen Deutschland, Ukraine und Aserbaidschan an der Spitze des Feldes ging schließlich das deutsche Duo Müller/ Müller mit knappem Vorsprung vor dem ukrainischen Boot als Sieger hervor und vollzog damit den ersehnten Finaleinzug für Samstag.

Dass es für den deutschen C4 mit dem Einzug in das Finale nicht einfach werden würde, hatte sich bereits im Vorlauf abgezeichnet, in dem das DKV-Boot mit ca. acht Sekunden Rückstand auf den Sieger nur auf dem sechsten Platz einkam. Umso glücklicher waren die vier DKV-Nachwuchsathleten, dass sie im Semifinale förmlich auf den letzten Metern vor der Ziellinie noch einmal dazulegen konnten und sich hinter Russland und vor Tschechien den zweiten Platz sicherten, der für sie ebenfalls das Finale bedeutete.
Am morgigen Samstag stehen zunächst die Vorläufe über 500 Meter auf dem Programm, am Nachmittag folgen ab 13 Uhr die Final-Entscheidungen auf der 1.000 Meter-Distanz.

Weitere Informationen unter www.canoe-brandenburg.de.

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