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Riesen-Erleichterung über ein goldenes Ende des zweiten Finaltages

33921_R_by_Anne_pixelioGold für Nicole Reinhardt im K1, Wylenzek/Holtz im C2 und für Bröckl, Hoff, Mittelstedt und Gleinert im umbesetzten K4 der Herren sowie Silber für den Damen-Zweier Weber/Dietze in den olympischen Disziplinen – diese Ausbeute sorgte am Ende eines turbulenten zweiten Finaltages bei der WM in Szeged doch noch für strahlende Gesichter im DKV-Team, das sich noch am Vormittag weiterhin von einer Pechsträhne verfolgt sah. So schmerzte insbesondere die Tatsache, dass mit Kostja Stroinski und Marcus Groß (beide Berlin) zwei Athleten infolge Erkrankung abgemeldet werden mussten, so dass der K2 über 500m überhaupt nicht starten und der K4 der Herren über 1000m das Finale in veränderter Besetzung bestreiten musste.

Nicole Reinhardt (Lampertheim) sorgte mit ihrem Titelgewinn im K1 der Damen über 500m für das erste Glanzlicht. Am Vormittag im 200m-Zwischenlauf mit einem „Spätstart“ und Rang vier noch das A-Finale verpasst, krönte die 25-Jährige am Nachmittag das 500m-Rennen mit WM-Gold vor Danuta Kozak (HUN) und Olympiasiegerin Inna Osypenko-Radomska (UKR). „Jetzt bin ich total erleichtert. Das Rennen bin ich recht forsch angegangen. Nach dem Startsignal hab’ gedacht, jetzt knapp zwei Minuten zusammenreißen und einfach nur fahren. Am Ende konnte ich dann keinen Meter mehr“, meinte die glückliche neue Weltmeisterin zu ihrem Rennen.

Im Zweierkajak der Damen fuhren Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) ein aus ihrer Sicht perfektes Rennen, den WM-Titel holte allerdings das österreichische Boot Schuring/Schwarz. Das DKV-Duo sicherte sich vor Mikolajczyk/Konieczna aus Polen die Silbermedaille. Freude darüber wollte sich bei den beiden zunächst allerdings nicht so recht einstellen: „Wir waren gut drauf und haben mit Gold geliebäugelt. Ich hätte nicht gedacht, dass uns bei dem perfekten Rennen jemand schlagen kann, zumal wir die Österreicherinnen über die Saison hinweg eigentlich in Griff hatten“, meinte Tina Dietze in einem ersten Kommentar, Nach Siegerehrung bekannte sie dann, „jetzt überwiegt doch so langsam die Freude“.

Keine 10 Minuten später durfte das deutsche Lager den sensationellen Sieg des Canadier-Zweiers mit Tomasz Wylenzek (Essen) und Stefan Holtz (Leipzig) feiern. In dieser Saison als  bisherige „Problemdisziplin“ geltend, setzte sich das deutsche Boot bei seinem ersten internationalen Start im entscheidenden Rennen der Saison vor Bezugliy/Prokopenko (AZE) und Dumitrescu-Lazar/Mihalachi (ROM) durch und befreite das DKV-Team von allen Quoten-Ängsten in dieser Disziplin. „Das ist einer der schönsten Siege in meiner Karriere“, sagte Tomasz Wylenzek, und auch Stefan Holtz stellte fest: „Man hofft ja mit viel, aber dies war wirklich ein Traumrennen. Ich hätte sogar noch weiter fahren können, es war wie auf einem roten Teppich“. Kaum fassen konnte auch ihr Bundestrainer Kay Vesely den Coup der beiden: „Bis gestern war der C2 noch unser Problemboot. Ich war schon froh, dass wir den Zwischenlauf überstanden hatten, Danach hätten wir schon über Platz sechs im Finale riesig gefreut. Und nun ist es der Titel, einfach Wahnsinn.“

Die Krönung des unerwartet erfolgreichen Finalnachmittags oblag dann eine Viertelstunde später dem K4 der Herren. Nach dem Ausfall von Schlagmann Marcus Groß nunmehr in der Besetzung Norman Bröckl (Berlin), Max Hoff (Essen), Paul Mittelstedt (Neubrandenburg) und Robert Gleinert (Berlin) hielt des deutsche Quartett die hochkarätige Konkurrenz in Schach und holte sich ebenso überraschend wie zuvor der C2 WM-Gold vor Australien und Russland. Herren-Bundestrainer Detlef Hofmann war voll des Lobes über seine Jungs: „Wir hatten in der Mittagspause noch zwei Varianten der Besetzung ausprobiert und uns dann für die Variante fürs Rennen entschieden. Norman hat seine Aufgabe auf Schlag sehr gut umgesetzt, auch wenn von der Frequenz her an der Obergrenze war. Marcus hätte dies mit Sicherheit auch so gemacht“, vergaß der Herren-Coach im Moment des großen Triumphes auch den Pechvogel aus dem Boot nicht. Eine Stunde vor dem Vierer-Start hatte Paul Mittelstedt mit Blick auf seinen unverhofften Einsatz im Herren-Flaggschiff noch sein Einer-Finale über 500m im „Schongang“ auf Rang neun beendet.

Nach dem Sieg des Herren-Vierers kannte der Jubel im DKV-Lager kaum Grenzen. Ein überglücklicher Chefbundestrainer Reiner Kießler sprach von einer „Achterbahn der Gefühle“ an diesem zweiten Finaltag, so etwas habe er bei einer WM noch nie erlebt. Angefangen vom Sieg Nicole Reinhardts, der den Bann gebrochen habe, über Silber und Gold des Damen- und Canadier-Zweiers bis hin zum Sieg des „Kampf-Vierers“ sei das Team in den olympischen Disziplinen in der Gesamtleistung damit gut im Plan, so der Chefcoach. DKV-Präsident Thomas Konietzko unterstrich, das Abschneiden an diesem Finalnachmittag „zeigt die Stärke des DKV, Probleme kompensieren zu können“. Insgesamt hat sich das DKV-Team bis dahin 13 Quotenplätze für Olympia gesichert.

Zu den guten Nachrichten am Vormittag des zweiten Finaltages zählte das Erreichen der 200m-Finales durch Ronald Rauhe (Potsdam) im K1 und mit seinem Partner Jonas Ems (Essen) im K2, ferner durch Carolin Leonhardt (Mannheim) und Conny Waßmuth (Magdeburg) im K2 der Damen sowie durch Björn Wäschke (Berlin) und Stefan Kiraj (Potsdam) im C2 und durch Lydia Weber (Leipzig) im C1 der Damen.

Nach den Finals am Samstag erreichten zum Abschluss auch die Canadier- und die Kajak-Damen-Staffel als Vorlaufsieger und die Kajak-Herren-Staffel mit Rang zwei im Vorlauf die Finals am Sonntag.  

Komplette Ergebnisse: www.kajakkenusport.hu

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