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Slalom-Kanuten gewinnen zweimal Bronze in Bratislava

Kajak-Olympiasieger Alexander Grimm (Augsburg) und der Zweier-Canadier mit Marcus Becker und Stefan Henze (Halle/S.) haben beim zweiten Saison-Weltcup der Slalom-Kanuten in Bratislava die Bronzemedaille gewonnen. Zwei weitere Boote des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) fuhren als Vierte nur um wenige Hundertstel am Podest vorbei. Auf dem äußerst schwierig gehängten Kurs an der Donau, der in den Finals für viele Berührungen und ausgelassene Tore sorgte, spielten die Gastgeber ihren Heimvorteil voll aus.

pixelio, Ernst RoseZwei fehlerfreie Läufe in Halbfinale und Finale brachten Alexander Grimm am Sonntag in der slowakischen Hauptstadt die erste Medaille der Saison. Auf dem Kanal in Cunovo direkt an der Donau paddelte er hinter dem Briten Campbell Walsh und Europameister Daniele Molmenti aus Italien auf Rang drei. Sebastian Schubert (Hamm) schied als 14. im Halbfinale aus. Ich bin total zufrieden. Schon vor dem Wettkampf hab ich mich besser gefühlt als zuletzt in diesem Jahr. Ich hatte ein bisschen weniger trainiert als zuletzt und regeneriert. Nun konnte ich zeigen, dass ichs noch drauf hab. Ich hab das Gefühl, dass ich so langsam wieder in meinen Rhythmus komme, freute sich der Olympiasieger.

Auch die Hallenser Marcus Becker/Stefan Henze fuhren auf den Bronzerang. In der Entscheidung der Zweier-Canadier gab es durch die dreifachen Olympiasieger Pavol und Peter Hochschorner sowie Ladislav und Peter Skantar einen slowakischen Doppelsieg. Für den Kopf war das für uns ein super Wettkampf, jetzt ist hoffentlich der Knoten geplatzt. Wir wollten von vornherein besser sein als der achte Platz von Pau, Platz sieben wäre also auch in Ordnung gewesen. Es war sicher für uns entscheidend, dass wir mit dieser Lockerheit an die Sache herangegangen sind, sagte Stefan Henze. Mit David Schröder und Frank Henze (Leipzig) paddelte im Finale ein zweites deutsches Duo auf den siebten Platz, die Schkopauer Robert Behling/Thomas Becker wurden 16.

Wie in der Vorwoche im französischen Pau auf Rang vier platzierte sich Jasmin Schornberg bei den Kajak-Damen, dabei fehlten ihr diesmal nur 44 Hundertstel Sekunden für den Sprung auf das Podest. Es gewann die Slowakin Elena Kaliska vor der vorjährigen Weltcup-Gesamtsiegerin Katrina Lawrence (Australien) und ihrer Team-Kollegin Jana Dukatova. Mit Melanie Pfeifer (Augsburg) als Achte war eine weitere DKV-Athletin im Finale der besten Zehn vertreten. Ich freu mich total. Klar ist ein vierter Platz immer ein bisschen schade, gerade wenn es so knapp ist. Aber wie schon letzte Woche bin ich wieder vorn dabei gewesen  wir sind dran, sagte Jasmin Schornberg.

Gleich dreifach wurde die slowakische Flagge bei der Siegerehrung der Canadier-Einer gehisst. Doppel-Olympiasieger Michal Martikan gewann überlegen vor seinen Landsleuten Alexander Slafkovsky und Matej Benus. Bester Nicht-Slowake in dieser Kategorie war der Leipziger Jan Benzien, der den Weltcup-Auftakt in Pau vergangene Woche für sich entschieden hatte, auf Platz vier. Um die Winzigkeit von 16 Hundertstel Sekunden ging es für ihn an der Bronzemedaille vorbei. Am ersten Tor war ich etwas weg von der Linie, schon dort habe ich eine Medaille verschenkt. Die Slowaken kennen hier natürlich ihre Wellen und Walzen bestens, darum bin ich jetzt vor allem glücklich über eine stabile Saison, so Jan Benzien. Der Augsburger Sideris Tasiadis wurde am Ende Zwölfter.

Wir waren als Mannschaft zunächst überall ordentlich in den Finals vertreten und haben uns dann auch in allen Kategorien gut verkauft, waren auf dem Podium oder ganz dicht dran. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg, bilanzierte DKV-Cheftrainer Michael Trummer im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf bis zu den Weltmeisterschaften im September in Spanien.

Kanu-Slalom, Weltcup in Bratislava (Slowakei), Ergebnisse Qualifikation:

Herren, K1: 1. Campbell Walsh (GBR) 92,67 (0), 2. Daniele Molmenti (ITA) 94,22 (2), 3. Alexander Grimm (GER/Augsburg) 94,33 (0), 4. Benoit Peschier (GRE) 94,57 (2), 5. Jure Meglic (SLO) 94,78 (0), 6. Helmut Oblinger (AUT) 95,46 (2), … im Halbfinale ausgeschieden: 14. Sebastian Schubert (GER/Hamm) 100,50 (2), in der Qualifikation ausgeschieden: 37. Tim Maxeiner (GER/Wiesbaden).

C1: 1. Michal Martikan (SVK) 93,99 (0), 2. Alexander Slafkovsky (SVK) 96,93 (2), 3. Matej Benus (SVK) 99,10 (0), 4. Jan Benzien (GER/Leipzig) 99,26 (0), 5. Stanislav Jezek (CZE) 100,30 (4), 6. Benn Fraker (USA) 101,69 (2), im Halbfinale ausgeschieden: 12. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 103,14 (4), in der Qualifikation ausgeschieden: 25. Martin Unger (GER/Halle/S.).

C2: 1. Pavol Hochschorner/Peter Hochschorner (SVK) 99,73 (0), 2. Ladislav Skantar/Peter Skantar (SVK) 101,85 (2), 3. Marcus Becker/Stefan Henze (GER/Halle/S.) 104,17 (0), 4. Tomas Kucera/Jan Batik (SVK) 107,58 (2), 5. Timothy Baillie/Etienne Stott (GBR) 108,56 (2), 6. Damien Troquenet/Mathieu Voyemant (FRA) 109,02 (4), 7. David Schröder/Frank Henze (GER/Leipzig) 109,61 (0), im Halbfinale ausgeschieden: 16. Robert Behling/Thomas Becker (GER/Schkopau) 118,61 (6).

Damen, K1: 1. Elena Kaliska (SVK) 103,47 (2), 2. Katrina Lawrence (AUS) 107,21 (2), 3. Jana Dukatova (SVK) 107,37 (2), 4. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 107,81 (2), 5. Louise Donington (GBR) 111,00 (6), 6. Li Jingjing (CHN) 111,04 (2), ... 8. Melanie Pfeifer (GER/Augsburg) 156,22 (50), in der Qualifikation ausgeschieden: 21. Claudia Bär (GER/Augsburg).

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