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Vorberichterstattung zur Rennsport-Europameisterschaft

Große Brandenburger Regatta als Testlauf für die Rennsport-EM Fast 1000 Aktive aus 115 Vereinen von 13 Landesverbänden und elf ausländischen Mannschaften, die an der „18. Großen Brandenburger Regatta“ vom 01.- 03.05. teilnahmen, in deren Mittelpunkt der 2. International Juniorscup of Brandenburg (Brandenburger Jugendcup) stand, konnten sich davon überzeugen, dass die Stadt Brandenburg für die in sechs Wochen auf dem Beetzsee stattfindenden Europameisterschaften im Kanu-Rennsport gut gerüstet ist.

Deutscher Kanu-Verband e.V.Aber nicht nur die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch deren Teamleiter und Betreuer waren davon überzeugt, dass die vorgefundenen Bedingungen eine erfolgreiche Veranstaltung der kontinentalen Meisterschaften an gleicher Stelle garantieren. Auch die technische Delegierte des Europäischen Kanu-Verbandes (ECA), Elly Muller, die zur Abnahme der Regattastrecke Beetzsee für die Europameisterschaften 2009 angereist war, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Stand der Vorbereitungen. Von der Unterbringung der Athleten und Offiziellen bis zur technischen Sicherstellung hatte sie zuvor alles gründlich in Augenschein genommen. An dieser Stelle einige Stimmen und Meinungen in Richtung der bevorstehenden Europameisterschaften:

Brandenburgs ebenso charmante wie attraktive und sportbegeisterte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann ließ es sich nicht nehmen, bei der „Großen Brandenburger Regatta“ persönlich dabei zu sein. „Wir haben in unserer Stadt jährlich vom April bis Oktober eine Reihe großer Veranstaltungen. Aber die Kanu- Europameisterschaften 2009 sind auch für uns etwas ganz Besonderes, auf das vieles ausgerichtet ist“, beantwortete sie die Frage nach der Bedeutung der EM für die Stadt Brandenburg. Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass neben der Vervollkommnung der technischen Anlagen und des Streckenausbaus weitere städtische Mittel für den Unterhalt und Betrieb des Regattageländes Beetzsee bereitgestellt werden. „Im Vorfeld der Europameisterschaften leistete das Regattateam Brandenburg Beetzseee.V. mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlich tätiger Helfer eine umfangreiche und gewissenhafte Arbeit, um einen reibungslosen Ablauf dieses sportlichen Großereignisses zu garantieren“ lobte Brandenburgs Oberbürgermeisterin die Organisatoren der Kanu-EM. „Deshalb sehe ich derzeit auch keine technischen Probleme, sondern nur noch einige organisatorische Fragen, die wir gemeinsam lösen werden“, führte sie weiter aus. Gegenüber dem Präsidenten des Landes-Kanu-Verbandes, Henry Schiffer, hat sich Dr. Tiemann eindeutig dafür ausgesprochen, auch künftig internationale Kanuregatten gern in Brandenburg an der Havel auszurichten und nach ihren Kräften zu unterstützen. Nicht ganz so zufrieden ist die Oberbürgermeisterin mit den Pressevertretern ihrer Stadt, die nach ihrer Meinung den Vorbereitungen des sportlichen Großereignisses dieses Jahres noch zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Der 33-jährige Marek Bohdzeum aus Gorzow, Delegationsleiter des 38-köpfigen Aufgebotes der polnischen Rennkanuten, war bereits im Vorjahr beim 1. International Juniorscup of Brandenburg dabei. Aufgrund der engen sportlichen Verbindungen seit immerhin 36 Jahren zum KC 57 Eisenhüttenstadt, war es für die polnischen Kanuten mehr als eine Selbstverständlichkeit, an den Rennen in Brandenburg teilzunehmen. „Auch in diesem Jahr sind wir mit der Organisation, Unterbringung und Versorgung in Brandenburg sehr zufrieden. Bisher hatten wir keinerlei Probleme“, betonte Marek Bohdzeum in einem Gespräch während der Großen Brandenburger Regatta. „Ich bin davon überzeugt, dass die Brandenburger in wenigen Wochen gut organisierte Europameisterschaften veranstalten werden“, fügte er hinzu. Er glaubt, dass man hierzulande keinen Vergleich mit den in Poznan ausgetragenen internationalen Meisterschaften zu scheuen braucht, wenngleich die in dem polnischen Austragungsort üblichen Zuschauerzahlen von etwa 6000 Personen an einem Regattatag erst einmal erreicht werden müssen. „An diesem Wochenende finden auch bei uns die Qualifizierungswettkämpfe zu den Welt- und Europameisterschaften statt. Danach erfolgt die Nominierung der polnischen Nationalmannschaft. Dennoch kann man schon jetzt davon ausgehen, dass die Canadierspezialisten Lukasz Groß und Lukasz Woeszczynski sowie der Kajakfahrer Jakub Cebula in Brandenburg starten und ihren deutschen Konkurrenten sportlich Paroli bieten werden“ beantwortet der polnische Delegationsleiter die Frage, nach den auf dem Beetzssee zu erwartenden Spitzenkanuten aus unserem Nachbarland.

Auch die Schweiz nahm bereits zum zweiten Mal am International Juniorscup of Brandenburg teil. Teamchef Martin Schönholzer, ansonsten verantwortlich für den Kanunachwuchs im Schweizer Ski- und Schwimmverband, begleitete diesmal neun Nachwuchskanuten im Jugendalter und vier Junioren zum Beetzsee. „Mit der Unterkunft und Verpflegung, die uns hier geboten werden, sind wir vollauf zufrieden. Teilweise übernachten wir in Zelten und ein anderer Teil ist im Hotel, einem wahren ‚Luxuspalast’, untergebracht“, schätzt Schönholzer ein, der auch als Teamleader der Schweiz bei den Europameisterschaften 2009 fungieren wird. Eine K2-Besatzung der Herren wird Ende Juni in Brandenburg an der Havel dabei sein. „Ich gehe davon aus, dass die Leute, die hier bei der Großen Brandenburger Regatta sehr engagiert und mit Herz dabei sind, auch die Europameisterschaften perfekt gestalten werden“ ist der Schweizer überzeugt.

Karl-Heinz Düben, Präsident des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Sachsen- Anhalt erinnert sich noch sehr genau daran, als sich bereits im Jahre 2003 der damalige Präsident des LKV Brandenburg, Manfred Glöckner, um die Ausrichtung der Europameisterschaften auf dem Beetzsee in Brandenburg bemühte: „Wenn ihr das alles allein bezahlen könnt, steht unserer Zustimmung nichts im Wege“, lautete damals die Antwort des Präsidenten des Deutschen Kanu- Verbandes. „Ich freue mich bereits heute auf die kontinentalen Meisterschaften Ende Juni in der Stadt Brandenburg. Die Vergabe dieser internationalen Großveranstaltung hierher auf den Beetzsee bedeutet nicht nur eine Würdigung der bisherigen Arbeit des LKV Brandenburg und der Unterstützung durch die Stadt Brandenburg bei der Ausrichtung bedeutender Regatten, sondern hat auch eine besondere Bedeutung für den Kanusport der gesamten ostdeutschen Region“, betont Karl-Heinz Düben. Übrigens betrachtet der Präsident des LKV Sachsen- Anhalt die Europameisterschaften in Brandenburg an der Havel aus seiner Sicht als ein „Heimspiel“ besonderer Art und hofft darauf, dass vor allem Conny Waßmuth, Andreas Ihle und Erik Leue vom SC Magdeburg als Teil der deutschen Auswahl vor einheimischem Publikum ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen können.

Von Günter Welke

Bildtext: Die Sieger des Einer-Kajak über 1.000m (v.l.): Thorsten Eckbrett - Max Hoff - Torsten Lubisch


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