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Weber/Dietze dominieren mit Weltcup-Goldfahrt

pixelio_robin_t_backesMit dem Sieg von Franziska Weber und Tina Dietze im Zweierkajak der Damen über 500m, Silber für Nicole Reinhardt im Einerkajak über 200m und für Weber/Schmidt im Zweiercanadier der Damen über 500m sowie Bronze für die Sprintzweier Rauhe/Ems im Kajak der Herren und Wäschke/Kiraj im Zweiercanadier der Herren und für Lydia Weber im Einercanadier über 200m stockte das DKV-Team seine Medaillenbilanz beim Heim-Weltcup in Duisburg in den Einzeldisziplinen auf dreimal Gold, fünfmal Silber und viermal Bronze auf. Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte zum Abschluss der Wettkämpfe die 4x200m-Staffel der Kajak-Damen.

Im A-Finale über die olympischen 500m-Distanz der Kajak-Damen knüpfte das neue DKV-Duo Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) nahtlos an ihre überzeugende Vorstellung aus dem Vorlauf an und sicherte sich in überzeugender Manier Weltcup-Gold vor den Booten aus Polen (Konieczna/Mikolajczyk) und Russland (Lobova/Kudinova). „Wir können uns über keinen Teil des Rennens beklagen, das Boot lief, wir haben uns quasi gesucht und gefunden“, resümierte Franziska Weber das erfolgreiche Weltcup-Debüt der neuen Zweierbesetzung. Ihre Partnerin fügte rückblickend hinzu: „Wir wollten schon als Juniorinnen immer zusammen Zweier fahren, doch es hat sich damals nicht ergeben. Dann saßen wir 2009 schon einmal bei Testfahrten zusammen im Boot. Wir haben jetzt aber festgestellt, dass wir nun viel besser zusammen harmonieren als damals“, so Tina Dietze. Mit Rang fünf für Carolin Leonhardt (Mannheim) und Silke Hörmann (Karlsruhe) im selben Finale erzielte auch das zweite deutsche Boot ein ansprechendes Ergebnis.

Das erfolgreiche Abschneiden der DKV-Damen insgesamt komplettierte im Einerkajak der Damen über 200m Nicole Reinhardt mit Silber hinter der Neuseeländerin Lisa Carrington. Dritte wurde Jenni Mikkonen (FIN). „Ich bin durchaus zufrieden, denn mit Rang zwei habe ich wahrlich nicht gerechnet. Im Sprint ist es immer auch ein bisschen Glücksache. Zudem standen im Finale eine ganze Reihe guter Sprit-Spezialistinnen, vor allem die Spanierin hätte ich weiter vorn erwartet“, so die zweifache Silbermedaillengewinnerin bei diesem Weltcup.

Äußerst knapp, um die Winzigkeit von sieben Tausendstelsekunden, verpassten Ronald Rauhe (Potsdam) und Jonas Ems (Essen) im Sprint-Zweier der Kajak-Herren die Silbermedaille. Hinter den Letten Rumjancevs/Straume und dem schwedischen Duo Svensson/Svanqvuist gewannen sie Bronze und waren damit ebenfalls zufrieden. „Ich habe in den wenigen Sprints im Training und hier vor dem  Finale schon gemerkt, dass wir mit vorne ankommen können. Auch für mich war erstaunlich, wie gut es bei uns beim ersten Einsteigen funktionierte“, meinte Ronald Rauhe, und Jonas Ems ergänzte: „Für mich ist es schon was anderes, mit so hoher Frequenz zu fahren. Aber wir haben das so gut das in der Kürze ging trainiert und auch Fortschritte erzielt, wie sich gezeigt hat“, so der Essener. Ronald Rauhe hatte zudem sein Einerfinale 22 Minuten zuvor zu verkraften, wo er am Ende auf Rang sechs ins Ziel kam: „Mich ärgert, dass der Einer nicht so gelaufen ist. Jetzt muss ich sehen, wie es weitergeht“, so der aktuelle Sprint-Vizeweltmeister mit Blick auf einen eventuellen Doppelstart künftig  in beiden Disziplinen.

Über Bronze freuten sich Björn Wäschke (Berlin) und Stefan Kiraj (Potsdam) im C2 über 200m. Die U23-Europameister des Vorjahres hatten sich lediglich den beiden russischen Booten Ignatov/Shtyl und Lipkin/Melantyev beugen müssen, die bereits beim Weltcup in Racice einen starken Eindruck hinterlassen hatten. „Wir wollten hier eine Medaille holen, irgendwann wurde es ja auch mal Zeit, nachdem wir in Racice leider nur Vierte geworden waren. Nach unserer schnellsten Vorlaufzeit waren wir auch guter Dinge, es diesmal packen zu können“, äußerte Stefan Kiraj.

Nicht ganz zu Bronze reichte es dagegen im Sprint für 1000m-Sieger Sebastian Brendel (Potsdam). Er kam hinter Ivan Shtyl (RUS), Valentin Demyanenko (AZE) und Richard Dalton (CAN) auf Rang vier, was ihn mächtig wurmte: „Ich bin zu früh in den Startschuh gefahren. Das ist ärgerlich, es passiert halt einem 1000m-Fahrer“, haderte das Potsdamer Canadier-Ass mit der verpassten Medaillenchance.

Besser traf es seine Disziplin-Kollegin Lydia Weber (Leipzig) im C1 der Damen über 200m. Sie erkämpfte mit Bronze hinter den beiden Starterinnen aus Kanada ihre erste Weltcup-Medaille, im zweiten deutschen Boot kam Cornelia Schmidt (Neubrandenburg) auf Rang vier. Beide sicherten sich im allerdings nur drei Boote umfassenden Teilnehmerfeld im C2 der Damen über 500m zudem hinter Kanada die Silbermedaille.

Weitere Finalplatzierungen für die DKV-Boote gab es durch Stefan Holtz (Leipzig) mit Rang vier im C1  sowie durch Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg) im K2 über 500m, im selben Rennen wurden Kostja Stroinski und Hendrik Bertz (beide Berlin) Fünfte. Sechste Plätze gab es für Torben Fröse (Essen) im K1 über 500m, Birka Zimmermann (Potsdam) und Anne Knorr (Leipzig) im K2 über 200m und für Björn Wäschke und Stefan Kiraj im C2 über 500m. In den B-Finals am Sonntagmorgen fuhr Tomasz Wylenzek (Essen) im C1 über 200m auf Rang fünf und Conny Waßmuth (Magdeburg) im K1 der Damen auf Rang sechs.

In den abschließenden Staffelrennen erkämpfte die Kajak-Damenstaffel mit Tina Dietze, Silke Hörmann, Conny Waßmuth und Carolin Leonhardt hinter den Staffeln Polens und Russlands die Bronzemedaille. Die Canadier-Staffel mit Tomasz Wylenzek, Stefan Holtz, Stefan Kiraj und Sebastian Brendel kam trotz einer vehementen Aufholjagd von Sebastian Brendel auf dem Schlussabschnitt nicht mehr in die Medaillenränge, sie belegte hinter Russland, Aserbaidschan und Kanada Rang vier. Die Kajak-Staffel der Herren konnte aufgrund einer Rückenblockade bei Jonnas Ems nicht zum Finale antreten.  

Chefbundestrainer Reiner Kießler zeigte sich mit dem Weltcup-Auftritt des DKV-Teams insgesamt „sehr zufrieden“. Mit Blick auf das Programm bei Olympia sagte er: „Wir sind zumindest in sechs Disziplinen voll dabei. Man muss aber auch sehen, dass in jeder Disziplin noch zwei bis drei Boote hinzukommen und dann ist man eine Medaille, die man vielleicht schon sicher geglaubt hat, schnell wieder los.“  DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl unterstrich: „Für das Team insgesamt war Duisburg die erste internationale Standortbestimmung. Jetzt wissen wir, wo wir stehen, bei einigen sieht es schon sehr gut aus, bei anderen noch nicht ganz und beim C2 über 1000m tappen wir noch völlig im Dunkeln. Noch aber haben wir bis zur WM Zeit, um mit unserer bewährten Maschinerie an den Problemen zu arbeiten.“ Ebenfalls zufrieden insbesondere mit dem Abschneiden in den olympischen Disziplinen mit dreimal Gold, viermal Silber und einmal Bronze zeigte sich auch DKV-Präsident Thomas Konietzko: „Dennoch haben wir durchaus noch Reserven. Vor allem im Sprint sind einige Schwierigkeiten nicht zu verkennen. Da wird es schwer, bis zur WM in Szeged noch eine Änderung herbeizuführen, bis zu den Spielen in London sollte uns das aber gelingen.“

 

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