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WM in Posen: Hoff, Hollstein/Ihle und Weber holen WM-Gold

pixelio_bredehorn_j2Zum Auftakt der Finalrennen bei den Rennsport-Weltmeisterschaften in Posen erkämpften in den Entscheidungen über die 1000m-Distanz Titelverteidiger Max Hoff (Köln), die Olympiasieger von Peking Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg) und Franziska Weber (Potsdam) die ersten WM-Titel für den DKV. Außerdem gab es Silber im K2 der Damen und jeweils Bronze im C1 und im C4 der Herren.

Bei der erfolgreichen Verteidigung seines WM-Titels verwies Max Hoff auf den letzten Metern noch den lange Zeit führenden Olympiasieger von Peking Tim Brabants (GBR) sowie Vizeeuropameister Aleh Yurenia (BLR) auf die Plätze. „Ich hatte nicht wirklich einen guten Start. Hinten raus habe ich dann ganz schön gebissen. Jetzt ist erstmal unglaublich viel Druck von mir abgefallen“, sagte der neue und alte Champion zu seinem hart erkämpften Sieg.

Ebenfalls mit einem vehementen Schlussspurt sicherten sich Martin Holstein und Andreas Ihle  vor den Booten aus Ungarn und Russland den Titel. Auch sie hatten zunächst einige Mühe, wie Martin Hollstein bekannte:  „Wir sind am Anfang nicht ganz so ins Rennen gekommen wie wir das wollten. Aber am Ende hat es dann gepasst.“ Und sein WM-erfahrener Partner Andreas Ihle fügte hinzu: „Es ist für uns schon was Besonderes, alle Rennen in der Saison gewonnen zu haben, und mit dem WM-Titel zum Schluss ist dies natürlich umso schöner. Das zeigt, dass unser Olympiasieg kein Zufall war.“

Sprachlos vor Freude zeigte sich eine übers ganze Gesicht strahlende Franziska Weber (Potsdam), die in beeindruckender Manier nicht nur Ungarns Ausnahmekanutin Katalin Kovacs zum Schluss die Führung entriss, sondern auch noch mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung ihren ersten großen internationalen Titel einfuhr. „Ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich Katalin nicht abreißen lassen durfte. Dass ich am Ende dann noch so leicht vorbeikomme, hätte ich nicht gedacht. Wo die Kraft hergekommen ist, möchte ich selbst gern wissen“, kommentierte die überglückliche Siegerin ihr Rennen.

Im Zweierkajak der Damen erkämpften sich Carolin Leonhardt (Mannheim) und Silke Hörmann (Karlsruhe) hinter den souveränen Siegerinnen Szabo/Csipes (HUN) im Endspurt knapp vor dem russischen Boot Salakhova/Sergeeva die Silbermedaille. Bronze holten Sebastian Brendel (Potsdam) im C1 und der C4 mit Chris Wend (Magdeburg), Tomasz Wylenzek (Essen), Ronald Verch (Potsdam) und Erik Rebstock (Neubrandenburg).

Der K4 der Herren mit Marcus Groß (Berlin), Norman Bröckl (Berlin), Tim Wieskötter (Potsdam) und Hendrik Bertz (Berlin) verpasste auf Rang vier Bronze lediglich um 12 Hundertstelsekunden. Weltmeister wurde Frankreich vor Weißrussland und Tschechischen Republik. Im ersten Rennen das Tages mit deutscher Beteiligung entschieden Erik Leue (Magdeburg)  und Thomas Lück (Neubrandenburg) das B-Finale im Canadier-Zweier vor den Booten aus China und Usbekistan für sich.

Chefbundestrainer Reiner Kießler zeigte sich mit den Leistungen der DKV-Boote insgesamt zufrieden: „Es hat heute niemand enttäuscht. In jedem Endlauf waren die Medaillen hart umkämpft. Wir haben großartigen Sport gesehen. Ich denke, die heutigen Finals waren eine Werbung für den Kanusport. Leid tut es mir für den K4 der Herren. Wer mit so geringem Abstand eine Medaille verpasst, zählt trotzdem zur Weltklasse.

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