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Zweimal Gold für Deutschland über 1000 Meter

Mit zwei Gold-, drei Silber und einer Bronzemedaille beendeten die deutschen Kanuten den zweiten Finaltag der bei der Kanu-Rennsport-Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel. Es standen die Entscheidungen über die 1.000 Meter Strecke an. Angefeuert von rund 3600 Zuschauern an der Regattastrecke Beetzsee konnten Max Hoff im Einer-Kajak und der Vierer-Canadier Europameistertitel auf der Langdistanz erzielen.

Deutscher Kanu-Verband e.V., J.KlattGleich das erste Finale über 1.000 Meter riss die Zuschauer von den Plätzen. Franziska Weber aus Potsdam lieferte sich nach einem verpatztem Start eine fulminante Aufholjagd und wurde überraschend hinter der favorisierten Ungarin Katalin Kovacs zweite, noch vor der starken Dänin Henriette Engel Hansen. Überwältigt vom Erfolg und umringt von den Fernsehkameras zog sie Bilanz: "Ich habe mich selber übertroffen und wurde von den Anfeuerungsrufen vom Publikum getragen. Mit ziemlich viel Wut im Bauch habe ich den Endspurt angezogen, da ich am Start so schlecht weggekommen bin. Am Start war ich ein wenig verunsichert, weil ich zunächst dachte, es sei ein Fehlstart."

Diese Medaille muss ein gutes Omen gewesen sein, denn gleich im darauf folgenden Rennen konnte sich ihr Vereinskamerad Sebastian Brendel in seinem Canadier hinter dem ungarischen Olympiasieger und Weltmeister Attila Vajda ebenfalls die Silbermedaille sichern. Hiermit unterstrich der Newcomer eindrucksvoll, dass er in die Fußstapfen passt, die Star-Canadierfahrer Andreas Dittmer ihm hinterlassen hatte. "Ich habe alles nur meinen Fans zu verdanken, die mich heute nach vorn gepeitscht haben", so Brendel nach dem Rennen.

Beim Damen-Zweier lief das schwedische Boot vor Ungarn und den Russen ein. Für das deutsche Duo Conny Waßmuth/Judith Hörmann (Magdeburg/Karlsruhe) reichte es am Ende nur für einen ernüchternden 5. Rang.

Doch nun sollte die Stunde des 1000 Meter Spezialisten Max Hoff kommen. Hatte er schon bei seinem ersten Kanu-Rennsport Weltcup in Posen/Polen das Starterfeld hinter sich lassen können, so sicherte er sich heute nach hartem Kampf das begehrte EM-Gold. Hoff atemlos nach dem Rennen: "Es lief echt ganz gut und hinten raus konnte ich noch einmal loslegen. Aber der Schwede hat kaum nachgegeben. Jetzt bin ich super glücklich. Ich hatte mir den Rennverlauf eigentlich genau so vorgestellt." Eine Einschätzung, die auch sein Bundestrainer Detlef Hofmann teilte: "Max  hat schon im Vorfeld reihenweise solche Zeiten angeboten, deshalb war der Erwartungsdruck schon sehr hoch. Aber im Rennen hat er es genial umgesetzt. Es macht einfach Spaß, mit dem Kerl zu arbeiten. Aber jetzt wird der Druck noch höher werden."

Bei den Zweier-Canadiern trafen die starken Russen und Ungarn auf den deutschen Olympiasieger Thomasz Wylenzek (Essen) und seinen neuem Zweier-Partner Erik Leue (Magdeburg). Im spannenden Zielsprint konnte das deutsche Boot sich knapp vor den Russen behaupten und wurde hinter den Ungarn, die zur Europameisterschaft mit den meisten Sportlern angereist waren, behaupten. Wylenzek, der insgeheim von einer Medaille geträumt hatte, war überglücklich. "Auf der Strecke hat es etwas gewackelt, aber hinten raus konnten wir durch die Zuschauer unglaubliche Kräfte entwickeln", hörte man auch Erik Laue resümieren.

Im Zweier-Kajak der Herren setzten sich die dieses Jahr sehr stark auftrumpfenden Schweden Eirik Veraas Larsen und Jacob Norenberg gegen die Ungarn Gabor Gönczy / Roland Kökeny und die deutschen Sebastian Lindner (Neubrandenburg) und Norman Zahm (Essen) klar durch. Während der siegreiche Norenberg einen guten Start, eine gute Geschwindigkeit des Bootes und einen topfitten Zweierpartner attestierte, rechnete Sebastian Lindner zwar mit einer Medaille, räumte jedoch ein, dass man noch mehr zusammen im Zweierkajak trainieren müsste, um noch schneller zu werden.

en Abschluss des Tages starteten die Vierer-Kajaks und Vierer-Canadier der Männer. Doch den Olympia-Dritten von Peking, dem deutschen Kanuten um Lutz Altepost im Vierer-Kajak sollte am Ende nur der undankbare vierte Platz nach Weißrussland, der Slowakei und der Tschechien bleiben. Sichtlich enttäuscht zeigte sich die deutsch Besatzung nach dem Rennen. "Ich habe keine Erklärung, warum es so schlecht gelaufen ist. Wir haben vom Anfang an den Rhythmus nicht gefunden. Bis zur WM müssen wir  noch stark arbeiten", so Mannschaftsführer Altepost. Auch der Trainer Detlef Hofmann zeigte sich enttäuscht: "Das war mit Abstand das schlechteste Rennen, das ich von diesem Vierer gesehen habe."

Doch die Zuschauer sollten noch einmal für ihr Kommen belohnt werden. Im packenden Finale sicherten sich die Canadier Chris Wend (Magdeburg), Thomas Lück (Neubrandenburg), Ronald Verch (Potsdam) und Erik Rebstock (Neubrandenburg) die zweite Goldmedaille des Tages für das Deutsche Team noch vor den ebenfalls stark auftrumpfenden Ungarn, Russen und Polen. "Das war der Wahnsinn -- ich habe mich bei 500 Metern richtig lang gemacht und reingehauen. Das Boot lief einfach, die letzten 200 Meter waren dadurch aber richtig schwer. Die Fans waren super, die bringen locker eine Sekunde." Apropos Fans: 3.600 zog es an die Regattastrecke am Betzsee und die machten Stimmung. Durchweg alle Kanuten freuten sich über die Unterstützung auf den letzten Metern zu ihren Medaillen. Davon gab es für die deutsche Mannschaft in Summe 6 Stück am Samstag. 2x Gold, 3x Silber und 1x Bronze standen am Ende zu Buche. So waren dann auch der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, Olaf Heukrodt, und Chef-Bundestrainer Rainer Kiesler, der sich im Vorfeld nur drei Medaillen auf der 1.000 Meter Strecke erhofft hatte, mit der Ausbeute zufrieden. "Als Canadierfahrer hat mich die Leistung unseres C4 heute ganz besonders gefreut. Max hat heute eine einzigartige Leistung gezeigt. Und dass Sebastian (Brendel) nur den Olympiasieger vorbei lässt, ist auch aller Ehren wert. Franzis Einstieg in die Welt der Großen war unglaublich, und ich hoffe, dass sie so weitermachen kann. Deshalb denke ich, wir hatten einen hervorragenden Tag. Gerade im Jahr Eins nach Olympia finde ich es gut, dass wir mit unserem Umstellungen jetzt schon Erfolg haben."

Am Sonntag stehen zum EM-Abschluss nun die Entscheidungen über 500 m an.

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