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40. Rheinmarathon mit Melderekord

399743_R_B_by_Thomas_Max_Mueller_pixelioEs tun immer wieder alle, und zwar extrem gerne! Und locken andere mit an. 186 Boote sind beim 40. Rheinmarathon am Start. Das ist absoluter Melderekord! Die Veranstalter vom Ruderclub Germania Düsseldorf freuen sich über das große Interesse.

Viele Menschen kennen den Reiz von dem Laufmarathon, beim Rudern ist das nicht anders. Rudern macht einfach glücklich, insbesondere, wenn man im Team die Ziellinie der 42,8 Kilometer langen Marathonstrecke überquert. Der Start ist in Leverkusen (RTHC Leverkusen). Zahlreiche Mitglieder des Vereins helfen dort tatkräftig mit, damit alles reibungslos abläuft und die über 900 Ruderer rechtzeitig starten können. Um 9 Uhr geht das erste Boot auf die Strecke, alle weiteren starten jeweils im 90-Sekunden-Takt. Mit dabei ist wieder Uli Heyse, der zum 40. Mal (!) teilnimmt (Doppelvierer mit Steuermann, Durchschnittsalter im Boot: 67 Jahre, Startnummer 31). Er ist der einzige Ruderer, der in jedem Jahr aktiv dabei war.

Es geht rudernd über den Rhein um zahlreiche Kurven, die von den Steuerleuten gut gemeistert werden müssen. Einige Bootsklassen haben den Luxus des Steuermannes nicht, es muss somit aber auch kein „Extragewicht“ mitgeschleppt werden. Hier wurde im diesjährigen Jubiläumsjahr der Doppelfünfer neu ausgeschrieben. In dieser Kategorie sind zehn Boote am Start. Darunter sind mehrere erfahrene Marathonmannschaften, die versuchen werden den bestehenden Streckenrekord von 2:01,36 Stunden von 1978 zu unterbieten.  Die Germanen Robby Gerhardt (Weltmeister 2010), Stephan Ertmer, Luis Buslay, Florian Behrle und Stefan Gräf fordern die letztjährigen Sieger des Gatzweiler-Alt-Schildes (beste Zeit von allen Booten) heraus, die vom Vierer nun auch in den Fünfer steigen. Neben diesem Fünferteam mit Alexey Sataev, Stefan Verhoeven, Ulrich Westendorf sowie Frederik und Mikael Gast vom Kölner Club für Wassersport werden auch Matthias Auer und Barbara Jonischkeit als Favoriten  gehandelt. Sie haben sich Verstärkung unter anderem aus Ungarn geholt. Die Beiden haben in verschiedenen Besetzungen bereits mehrmals den Rheinmarathon sowie zahlreiche andere Langstreckenregatten gewonnen. „Wenn sie ins Boot steigen, haben sie immer gute Leute um sich“, so RCGD-Mitglied und Organisator Ralph Beeckmann. „Dieser Fünfer ist ein heißer Kandidat auf den Sieg“. Hermann Höck, ebenfalls verantwortlich für den Marathon, ergänzt: „Wir freuen uns auf einen spannenden Rennverlauf insbesondere in dieser schnellen, neuen Bootsklasse.“

Um ca. 12.15 Uhr werden die ersten Boote im Ziel (Ruderclub Germania Düsseldorf) erwartet. Die Qualen werden schnell vergessen sein – und ganz bald kommt wieder die Vorfreude auf den nächsten Marathon.

Nicht nur die Ruderer kommen auf ihre Kosten. Mit einem bunten Rahmenprogramm, Kletterwand, Bungee-Trampolin, Speis und Trank werden Groß und Klein, Ruderer und Gäste gut versorgt sein. Das Vereinshaus bietet ein tolles Ambiente, Kuchen- und Bierstände lassen eine Feststimmung aufkommen, die zur Ehrung der Sieger (ab ca. 16 Uhr) und zur anschließenden Feier dann noch getoppt wird. Mehrere Pokalsieger und Gewinner werden gekürt, u.a. im Junioren Cup (Förderpreis der Stadt Düsseldorf oder der Gesamtsieger (Schlüssel-Alt-Schild) wird geehrt. Auch ein Blick in die Luft lohnt sich. Fallschirmspringer vom Fallschirmteam Sportland Nordrhein-Westfalen werden während des Marathons neben dem Vereinshaus auf der Wiese landen.

Franzosen feiern Premiere

Der erst 1989 gegründete Ruderverein L’Aviron Hennebontais ist erstmals bei Rheinmarathon vertreten. Von den insgesamt achtzig Mitgliedern kommen zehn Ruderer in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, um den Marathon live mitzuerleben. Ursprünglich wurde nur auf dem Meer gerudert, heute dient der Fluss Le Blavet hauptsächlich als Ruderrevier. Le Blavet ist ein Fluss, der bei Lorient (Süd-Bretagne) in den Atlantik mündet und dessen Wasserstand unter Einfluss von Ebbe und Flut dauernd wechselt. Die Ufer sind malerisch bewaldet und werden bei Ebbe von vielen Möwen, Reihern und anderen Tieren besucht.
Johan Erkelens aus dem französischen Ruderclub wurde von Detlef Schlüter auf den Rheinmarathon in Düsseldorf aufmerksam gemacht. „Ich habe darauf sofort mit viel Interesse reagiert, weil ich eigentlich schon seit zwei Jahren eine Gelegenheit suchte, mal in Deutschland zu rudern“, so Erkelens.
Der Verein hat bereits mehrere gute Resultate mit Jugendmannschaften zu verbuchen, es gibt aber auch eine lebendige Wanderruderabteilung mit Ruderern und Ruderinnen aller Altersklassen. So starteten in diesem Juni in Venedig zwei Booten bei der Vogalonga (Langstreckenrudern in und um Venedig).
Gerade aus dieser Abteilung und teils auch aus der kleinen sportlichen Veteranenabteilung stammt die Delegation, die sich dieses Jahr mit zwei Booten am Düsseldorfer Rheinmarathon beteiligen wird. Johan Erkelens schwärmt schon vorher vom Marathon: „Wir freuen uns alle riesig, denn wir haben schon registriert, wie außergewöhnlich minutiös diese Regatta vorbereitet wird und wie hilfsbereit und kompetent die Mitglieder des RC Germania die ganze Organisation durchführen.“

Die Geschichte des Rheinmarathons

Die Olympischen Spiele von München 1972 brachten neuen sportlichen Schwung nach Deutschland. Viele Vereine gründeten sich, Aktionen wurden ins Leben gerufen. So wurde auch der Marathon im Jahre 1972 geboren. Im Ruderclub Germania Düsseldorf war es in erster Linie Detlef Schlüter, der die Idee der Langstreckenregatta zum Leben erweckte. Der Rheinmarathon ist heute bis über die Grenzen Deutschlands bekannt.
Im ersten Jahr, am 7. Oktober 1972, starteten auf der 42,8 Kilometer langen Strecke zwischen Leverkusen und Düsseldorf 38 Boote, damals machten die Teams etwa bei der Hälfte der Distanz noch eine einstündigen Pause bei der Ruder-Gesellschaft Benrath. 1973 gingen schon 58 Boote an den Start. Inzwischen sind es knapp 190  Mannschaften (2011) aus zahlreichen Vereinen aus ganz Deutschland. Sogar aus Irland, Schweden, Großbritannien, Belgien den Niederlanden und Frankreich kommen jährlich Ruderer nach Düsseldorf. Erstmals sind auch Ungarn zu Gast bei der Germania. Sie kommen zum Rheinmarathon nicht nur weil sie das Rudern lieben, sondern auch weil sie die Germanen mit ihrer Gastfreundlichkeit liebgewonnen haben. Viele enge Freundschaften sind entstanden.
Damals wurden die Zeiten noch mit synchronisierten Reiseweckern gemessen. Bald schon hat sich die Technik professionalisiert, sodass die Zeiten lange schon mit Computern ausgewertet werden können.
Von Beginn an gibt es Einzelwertungen in verschiedenen Kategorien. Die Vereinswertung zum Beispiel gewann im ersten Jahr der Gastgeber oder den „Hauptpreis“ im vorigen Jahr der Kölner Club für Wassersport. Bis heute gibt es für treue Teilnehmer (ab 10. Teilnahme) ein eingraviertes Weizenbierglas. Eine Teilnehmermedaille gab es natürlich schon immer und ist bis heute eine geliebte Erinnerung an den Düsseldorfer Rheinmarathon.

von Maren Derlien

Presse
Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V.
Postfach 250107
40093 Düsseldorf
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RC Germania Düsseldorf
Homepage:
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