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Treppchen-Knaller in Krefeld

36733_R_K_B_by_Dietmar_Meinert_pixelio Das Finale der flyeralarm Ruder-Bundesliga hat bei schönstem Spätsommerwetter zahlreiche Ruderbegeisterte an den Elfrather See in Krefeld gelockt. Die Strecke, mit 390 Metern die längste Sprintstrecke der RBL, forderte zum Saisonabschluss noch einmal Bestleistung von den Athleten. Bei “Jan-Ullrich-Wetter”, wie RBL-Pressesprecher und Strecken-Moderator die Renntagsbedingungen beschrieb, lieferten sich alle 48 RBL-Achtermannschaften heiße Rennen.

Die Mädels vom Ruderverein Rauxel konnten ihr Ergebnis von Hamburg “toppen” und sprangen abends strahlend auf das Treppchen – sie erkämpften sich Platz 3 hinter dem Crefelder Boot und dem Alsterachter (dem alten und neuen Ligachampion), platzieren sich somit auf Platz 6 in der Liga-Tabelle.

Nach dem verregneten Renntag in Hamburg gerademal eine Woche zuvor, zeigte sich Nordrhein-Westfalen von seiner Schönwetter-Seite. Das Zeitfahren bestritten die RVR-Frauen gegen die Mannschaften aus Dortmund und Dresden. Letztere hatten sich Verstärkung ins Boot geholt und so wurde das Zeitfahren spannend, Dresden und Rauxel trieben sich gegenseitig zu hervorragenden Zeiten auf der Strecke. Rauxel hatte jedoch die Nase vorn und fuhr an diesem Morgen die drittbeste Zeit hinter dem Alsterachter und Krefeld ein. So erkämpften sich die Mädels mit ihrer “roten Lore” (roter Achter von BBG) ein Achtelfinale gegen die vermeintlich langsameren Boote: dem Ruhrachter und abermals Dortmund. “Trotzdem müssen wir immer aufpassen”, betont Trainer Alexander Lücke. “Auch andere Mannschaften können sich motivieren, einen richtig guten Lauf haben und einen raushauen. Vorrangig versuchen wir uns auf unser Rennen zu konzentrieren und das hat auch diesmal hervorragend geklappt.” Der RVR überquerte mit einer Bootslänge Vorsprung die Ziellinie. Das Viertelfinale sollte sich schwieriger gestalten. Die Gegner waren hier die Boote aus Berlin und Krefeld. Die Mädels aus Krefeld haben in dieser Saison letztendlich nie ein anderes als das Top-Finale bestritten, das Berliner Boot hat definitiv ein vergleichbares Potenzial. “Hier war es noch wichtiger für uns, die Konzentration voll und ganz auf uns zu fokussieren”, so Steuerfrau Svenja Prang. “Wir sind richtig gut rausgekommen, haben den Vorsprung gegenüber den Crefelderinnen nicht halten können, sie aber auch nicht allzu weit davonfahren lassen”, freut sich Prang. “Wir sind als Zweite über die Ziellinie gezogen!” Und das bedeutete Einzug in die Finalläufe um Platz 1-4.  Damit war bewiesen, dass unser Top-Ergebnis aus Hamburg nicht nur durch die kurze Strecke von 280 Metern bedingt war.

“Doch diesmal wollten wir uns es nicht nehmen lassen auch auf’s Treppchen zu steigen”, bekräftigt Katrin Specka. “Das war drin!” Zunächst stand aber das Halbfinale gegen den Alsterachter an. Für die Damen aus Hamburg ein wichtiger Lauf, den sie gewinnen mussten, um Liga-Champion 2011 zu werden. “Am Start und auf der ersten Streckenhälfte haben wir richtig reingetreten, aber wenn wir ehrlich sind, hätten die Hamburgerinnen uns nicht vorbei gelassen. Also mussten wir sie ziehen lassen, um selbst noch ausreichend Kraft für das Finale gegen die Rheinperlen aus Bonn zu haben.” Ein packendes Rennen mit rauxeler Führung preschte aus den Startblöcken, Rauxeler Fans mit Trommeln und Fahnen entlang der Strecke, Teammitglieder, die die Strecke am Rand mitsprinteten so gut es ging und am Ende die freudigen Worte aus den Lautsprechern: Der RV Rauxel hat es gemacht und somit steht der RVR zum ersten Mal auf dem RBL-Siegerpodest! Liga-Champions wurden zum dritten Mal hintereinander die Frauen des Hamburger Alsterachter, gefolgt vom Crefelder Ruderclub.

Teamname:
RV Rauxel

Lizenznehmer:
Ruderverein Rauxel von 1922 e.V.

Homepage:
www.rv-rauxel.de

Trainingsgewässer:
Rhein-Herne-Kanal

Inga Döhring

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