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10 Jahre Boot und Fun – Die Berliner Bootsmesse als Trendsetterin im Rückblick

Boot und Fun Berlin

Die Boot und Fun ging immer andere und neue Wege - 2011 feiert die Messe ihr 10-jähriges Jubiläum - Historische Fakten zum Wassersport in der Region.

Berlin, 8. April 2011 – Als die Boot und Fun Berlin im Jahr 2002 mit zwei Hallen auf dem Messegelände unter dem Funkturm begann, war das nicht viel. Doch mit ihrer Konzentration auf Boote für den Binnenbereich war sie als Messe mit eigener Ausrichtung definiert und damit auf dem Weg zum Erfolg. Bereits im Jahr darauf konnte die Zahl der Hallen verdoppelt werden bis die Bootsmesse im Jahr 2007 auf 13 Hallen vergrößert wurde. Auf mehr als 70.000 Quadratmetern wurde die breite Vielfalt der Wassersportwelt präsentiert.

Die Bandbreite der Angebote reicht von Motoryachten und Segelbooten über Tauch-, Kanu- und Surfsport-Equipement bis zu einer eigenen Angelwelt. Umfassend ist das Angebot im Charter- und Wassertourismus. Die Klassiker-Halle komplettiert die Produkt- und Dienstleistungspalette neben Deutschlands größtem Hallen-Gebrauchtbootmarkt. Grund für den Erfolg war die inhaltliche Ausrichtung auf Boote für Binnen- und die angrenzende Küstengewässer sowie den Wassertourismus in den neuen Bundesländern. Mit der zunehmenden Öffnung zur Ostsee, Skandinavien, dem baltischen und ost-europäischen Raum sowie der Sonderstellung Berlins als Hauptstadt hat die Messe in den letzten Jahren immer größeren nationalen und internationalen Zulauf bekommen.

Gebrauchtboothalle fördert den Verkauf von Neubooten
Als die Boot und Fun 2002 als erste und bisher einzige Bootsmesse in Deutschland eine eigene Halle für Gebrauchtboote eröffnete, erstaunte das zunächst die Branche.  Gebrauchtboote wurden auf Bootsmessen, die den Neubootmarkt bedienen, nicht ausgestellt. Matthias Bähr sah den Markt von der anderen Seite: „Die überwiegende Anzahl der potentiellen Neubootkäufer sind Bootbesitzer - die Entscheidung ein neues Boot zu kaufen, hängt stark davon ab, ob und zu welchem Preis das alte Boot verkauft werden kann. Meistens geht der Erlös aus dem Verkauf des alten Bootes in die Finanzierung des neuen Bootes. Aus diesem Grund muss der Bootshandel ein zwingendes Interesse an einem gut organisierten Gebrauchtbootmarkt haben.“ Die Boot und Fun berücksichtigte diese Tatsache mit der Etablierung einer eigenen Halle für Gebrauchtboote und setzt dieses Messekonzept bisher als einzige Bootsmesse Deutschlands um.  

GALA- Nacht der Boote - Das neue Event für den Wassersport
Mit der GALA-Nacht der Boote schuf die Boot und Fun Berlin 2007 ein wichtiges Event für den Wassersport. Mit dem Credo: „Yachten sehen und gesehen werden“ ist die GALA-Nacht der Boote eines der gesellschaftlichen Highlights in Deutschlands maritimer Szene. Wassersport einmal anders – mit stilvollem abendlichen Ambiente. Mehr als 7.000 Gäste nehmen mittlerweile an der GALA-Nacht der Boote teil, zu der jeweils Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport eingeladen sind.  

Ein Herz für Klassiker
Mit der Klassiker-Halle betrat die Boot und Fun Berlin 2008 Neuland. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Bootsmesse in Deutschland, die für klassische Yachten eine eigene Halle zur Verfügung stellte. Nirgendwo in Deutschland gründeten sich Wassersportvereine früher und hielten erste Regatten ab als in Berlin und an seiner umliegenden Seenlandschaft. Die Großstadt hat mit zahlreichen übergeordneten Vereinigungen als Wiege des deutschen Wassersports ihre eigene klassische Szene, die sich dem Erhalt der edlen Zeitzeugen des Yachtsports - von eleganten Segelyachten bis zu den klassischen Motorbooten – widmet.

Klassiker-Szenen gibt es deutschlandweit, doch mit dem Konzept „Klassik und Refit“ weist die Klassiker-Halle der Boot und Fun Berlin in eine maritime Zukunft, in der sich Tradition und Moderne verbinden. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern präsentieren sich die wichtigsten Vereine und Freundeskreise mit ihren klassischen Segelyachten und Motorbooten. Bootsbauer, Bootswerften zeigen ihr Können und ihre Restaurationsobjekte.  

Sonderausstellung alternative Antriebe
Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Reduzierung von CO2 werden auch im Wassersport mittlerweile hohe Anforderungen an Produkte in Sachen Immissionen und Verbrauch gestellt und geräuschärmere Motoren gefordert. Ein weiterer Aspekt alternativer Antriebe ist die Versorgung der eigenen Yacht mit Energie in immer komplexer werdenden Bordnetzen.

Diesem Thema widmet die Boot und Fun Berlin bereits im Jahr 2008 eine Sonderausstellung zum Thema umweltfreundliche Antriebe und Energieversorgungssysteme. Als Wassersportregion mit zahlreichen naturbelassenen Flussläufen und Seen, muss Berlin alternative Technologien entwickeln, die zukünftig einen nachhaltigen Wassertourismus ermöglichen. So etablierte sich das „Forum für Zukunftstechnologie und Yachtelektronik“ der Boot und Fun in Zusammenarbeit mit Umwelt- und Wirtschaftsverbänden sowie den ansässigen Universitäten in Berlin und Brandenburg.

Schnell und attraktiv - der neue E-Boat-Salon
Mit dem neuen E-Boat-Salon zeigte die Boot und Fun im letzten Jahr, dass elektrisch betriebene Boote auch schnell und attraktiv sein können. Auf der Plattform wurden modernste Boote mit Elektromotoren und Hybridantrieb gezeigt - Vom Einsteigerboot, über die Fahrtenyacht bis zum schnellen Runabout im Classic-Design, Beispiele für das leise Dahingleiten auf dem Wasser mit CO²-freundlicher Zukunftstechnologie mit Lithium-Mangan oder Lithium-Polymer-Akkus.

Angelwelt als eigenständige Messe
Als eigenständiger Bereich hat sich die im Rahmen der Boot und Fun Berlin stattfindende Angelwelt als eine der führenden Messe für den Angelsport zwischen Elbe und Ostsee entwickelt. In der Region gibt es mehr als 400.000 organisierte Angler. Die Angelwelt bietet die komplette Bandbreite dessen, was diesen Volkssport ausmacht.

Ponton- und Hausboote
Die Möglichkeit Flüsse, Seen und Kanäle rund um Berlin per Wasserfahrzeug zu befahren, hat einen neuen Bootstyp hervorgebracht, der weltweit einmalig ist: Flachgehende Pontonboote. Die Boot und Fun hat im letzten Jahr auf diesen Trend reagiert und eine eigene Plattform für Ponton- und Hausboote sowie schwimmende Häuser entwickelt. Viele Neueinsteiger der Bootsbranche werden von großen und teuren Yachten und dem komplizierten und aufwändigen deutschen Führerscheinsystem abgeschreckt. Pontonboote können jedoch größtenteils führerscheinfrei gefahren werden. Mit der Zuwendung zu diesem neuartigen Freizeittrend spricht die Boot und Fun Berlin Zielgruppen  an, die sonst nicht auf klassische Bootsmessen gehen würden und letztlich Neueinsteiger für den gesamten Wassersport darstellen.  

Historisches zum Wassersport:  

Der erste Zusammenschluss zu gemeinschaftlichem Segeln in Deutschland war die 1835 in Alt-Strahlau am Rummelsburger See in Berlin gegründete „Tavernen-Gesellschaft", bestehend aus illustren Vertretern aus den damaligen „ersten Kreisen“. 20 Jahre später schlossen sich in Königsberg Männer zum ältesten Segelclub Deutschlands, dem Segelclub „Rhe" (heute in Hamburg), zusammen.

Das Erbe der Tavernengesellschaft fiel einerseits dem 1867 gegründeten Berliner Segler- Club (BSC), er veranstaltete ein Jahr später auf der Dahme die erste Berliner Segelregatta, und andererseits dem Stralauer Segler- Verein von 1880 zu, der ab 1883 Berliner Seglerverein hieß. Segeln galt damals zwar vorwiegend als Privileg der Reichen und Mächtigen und das nicht nur in Berlin, doch bereits 1891 wurde der erste Segelclub für Arbeiter gegründet, den es heute noch unter demselben Namen „Fraternitas" in Berlin-Köpenick gibt.

Der erste Frauenruderverein Deutschlands bezog im Jahr 1912 sein eigenes Bootshaus am Teltowkanal in Berlin. "Bürgerliche Frauen“ durften erst mit Gründung des ersten Damenrudervereins in die Boote steigen. Die Kleiderordnung war streng: Nur mit langem Rock, Bluse, Schlips und hohen Schnürstiefeln bekleidet, durften sich Damen sportlich betätigen.  

Die erste Berliner Bootsausstellung fand am 14. Juli 1902 am Wannsee statt. Zwei Jahre später zog Deutschlands erste Bootsmesse in die Ausstellungshallen am Zoo. Veranstalter der „Internationalen Motorboot- und Motoren-Ausstellung“ war der Kaiserliche Automobilclub unter der Schirmherrschaft von Prinz Heinrich von Preußen, Bruder von Kaiser Wilhelm II. 1932 zog die Große Berliner Wassersportausstellung dann auf das Messegelände unter den Funkturm. Die Große Berliner Wassersportausstellung auf dem Messegelände war 1938 die größte Bootsmesse Europas und nach der New York Boat Show die zweitgrößte Bootsmesse der Welt. Bis 1961 hatte Berlin die einzige große Bootsmesse in Deutschland. Mit dem Bau der Mauer zog ein Großteil der Aussteller nach Hamburg zur hanseboot. Die Bootsmessen Düsseldorf und Friedrichshafen gründeten sich später.  

Der Wirtschaftsverband Wassersport e.V. wurde 1924 in Berlin gegründet und ist damit die älteste, heute noch aktive und einflussreiche Interessenvertretung des gewerblichen Wassersports in Deutschland.  

10. Boot und Fun Berlin
18. - 27. November 2011
Eröffnung Freitag, 18. November, 18 Uhr mit der GALA- Nacht der Boote, Messegelände Berlin

Weitere Information unter www.boot-berlin.com

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