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BHF-Bank-Cup Rund Helgoland: amtierender Segel-Weltmeister siegt erneut

pixelio_Lisa_Eiling-WilkeDie Weltmeister-Crew der Segelyacht "Patent3" gewinnt erneut bei der Nordseewoche. Der BremerJürgen Klinghardt, der bereits am Samstag den Gesamtsieg bei der SE Vibe Out Regattaserie auf der Nordseewoche geholt hatte, gewann heute erneut in seiner Gruppe ORCi2. Bei schönstem Sonnenschein und drei Beaufort Wind aus Südwest starteten am Sonntag rund 120 Segelyachten zum BHF-Bank-Cup Rund Helgoland. Wettfahrtleiter Dr. Stefan Lehnert aus Bremen, hatte drei unterschiedliche Regatta-Bahnen mit großen Tonnen markieren lassen und dabei darauf geachtet, diese Bahnen bei abflauendem Wind schnell verändern zu können. Insgesamt starteten die Yachten in sieben Gruppen, deren Sieger mit Hilfe komplexer Formeln, erst nach allen Zieldurchgängen ermittelt wurden. Gegen 16 Uhr waren alle Yachten, trotz des am Nachmittag abflauenden Windes, wieder im Helgoländer Hafen. Dort feierten die Segler in der Alexseal Offshore Lounge, die nur zu Pfingsten öffnet.

(Helgoland, 12. Juni 2011) Bereits um 7:30 Uhr am Morgen des Pfingstsonntags, begrüßte die Wettfahrtleitung der Nordseewoche die Segler zur Steuermannsbesprechung. Im boot Wettercenter im Hafen von Helgoland, das extra für die Nordseewoche eingerichtet wurde, erhielten die Segler letzte Instruktionen und den aktuellen Wetterbericht für den BHF-Bank-Cup Rund Helgoland. Der Kieler Meteorologe Dr. Meeno Schrader sagte Wind aus Südwest, später auf Süd drehend und abflauend voraus. Dazu strahlenden Sonnenschein und nur wenige Wolken. Rund drei Windstärken sollten maximal erreicht werden, die beim Drehen von Südwest auf Süd Dreher in verschiedene Richtungen mitbringen sollten.
Als die Yachten nach und nach den Helgoländer Hafen verließen und sich in Richtung der ausgelegten Regattabahnen begaben, herrschte genau das vorhergesagte Wetter. Auch im weiteren Tagesverlauf sollte sich die Vorhersage bewahrheiten.

Um dem Ergebnisdienst genügend Zeit zur Auswertung der ersegelten Ergebnisse zu geben, hatte Wettfahrtleiter Dr. Stefan Lehnert vom Weser Yacht Club (WYC), klug geplant. Die ausgelegten Regattabahnen waren so angelegt, dass diese bei abflauendem Wind einfach verändert werden konnten. Ziel war es, gegen 14 Uhr alle Yachten im Ziel zu haben, damit die Ergebnisse bis zur Preisverleihung um 21 Uhr, mit Hilfe komplexer Formeln ausgerechnet werden konnten. Dies gelang dem erfahrenen Segler und Unternehmer aus Bremen.

Die Yachten waren in drei Gruppen aufgeteilt, die auf den drei verschiedenen Bahnen starteten. Die schnellsten Schiffe segelten die längste Bahn, die Teilnehmer des Family-Cruiser-Cup die kürzeste. Beim Family-Cruiser-Cup geht es anders als bei den anderen Wettfahrten und Wettfahrtserien, gemütlich zur Sache. In dieser Kategorie können Segler ohne Regattaerfahrung und ohne Vermessung des Schiffs starten. Dafür darf in dieser Gruppe jedoch auch nicht das große Spinnaker-Segel benutzt werden. Mit diesem Cup bietet die Nordseewoche als einzige Regattaveranstaltung in Norddeutschland auch Hochsee-Anfängern die Möglichkeit Regattaluft zu schnuppern.

In der Gruppe der schnellsten Yachten, die mit ORCi1 bezeichnet wird, starteten 23 Yachten. Darunter bekannte Schiffe wie "Haspa Hamburg" vom Hamburgischen Verein Seefahrt, "Bank von Bremen" von der Segelkameradschaft Wappen von Bremen und Exoten wie die "Wraith" aus Bremerhaven. Diese Yacht vom Typ Schock 40, besitzt gleich zwei Ruder, eines vor und eines hinter dem Kiel. Zu dem kann die "Wraith" ihren Kiel um bis zu 55 Grad zur Seite schwenken und benötigt so weniger Crew, da das Boot weniger Gewichtsausgleich durch diese benötigt. Die Gruppe ORCi1 gewann jedoch die Yacht "Xenia" mit Skipper Ralf Lässig aus Bremen. "Es war gut, dass die Wettfahrtleitung genau diese Strecke gewählt hat" sagte der Projektleiter für Flugsimulatoren. "Wir sind mit einem ganz neuen Schiff gestartet und hatten nicht damit gerechnet gleich so gut abzuschneiden. Darüber waren wir sehr erfreut." Führte Lässig, der für den Weser Yacht Club Bremerhaven startet, weiter aus.

In der Gruppe ORCi2 siegte erneut die Yacht "Patent 3" von Patentanwalt Jürgen Klinghardt aus Bremen. Bereits am Vortag hatte der amtierende Weltmeister der ORCi2 Klasse und dreifache Deutsche Meister (2006, 2008 und 2009) einen Erfolg verbuchen können. Seine Crew hatte den Gesamtsieg der SE Vibe Out Series, einer Regatta-Serie für ambitionierte Crews gewonnen. "Ich fand, dass wir heute wirklich einen guten Speed hatten" sagte Klinghardt, der ausdrücklich die Qualitäten seines Steuermannes Jens Tschentscher aus Bremen hervor hob. Auch Klinghardt lobte wie Rudi Lässig die Wettfahrtleitung der Nordseewoche für die gewählte Regattabahn.

Die Family-Cruiser starteten am Sonntag als letzte auf einer kurzen Regattabahn. Sieger des BHF-Bank-Cup Rund Helgoland wurde in dieser Kategorie der Maschinenbaumeister Olaf Nickel aus Westerland/Sylt. Mit der Yacht "Kiwi-Magic" startet Nickel für den Sylter Yacht Club Hörnum (SYCH). Er hat schon drei Mal an der Nordseewoche teilgenommen. Nur vier Hände an Bord reichten heute für den Sieg beim Family-Cruiser-Cup. Nickel war nur mit seiner Freundin gesegelt. "Heute war es von den Wetterbedingungen her ein Traum. Wir waren trotz der 11 Meter Länge unseres Schiffes allein an Bord. Da war der Wind einfach perfekt, nicht zu viel zu tun, aber trotzdem nicht zu langsam", freute sich Nickel über seinen Erfolg.

Bei der Preisverleihung am Abend erhielten aber nicht nur die Sieger der einzelnen Gruppen Preise. Bei der Nordseewoche ist es Tradition, dass auch die sog. "1. Leidtragenden" bedacht werden. "1. Leidtragender" ist, wer mit seiner Yacht nicht auf die mit Preisen auszuzeichnenden Platzierungen gesegelt ist.  
Am Pfingstmontag setzt sich die 77.Nordseewoche mit dem Inducon Cup helgoländer Acht, den Rückregatten an die Küste und dem Start der Langstreckenregatta ins schottische Edinburgh fort. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter  www.nordseewoche.org.

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