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Deutscher Wassersportmarkt wächst

www.boot.deEuro-Schuldenkrise nimmt internationaler Erholung den Schwung Das Vertrauen in die positive wirtschaftliche Entwicklung der Wassersportbranche in Deutschland nimmt weiter zu. Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturbefragung des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft zur Jahresmitte.

Nach dem tiefen Tal in der Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und der spürbaren Erholung im Jahr 2010 mit einer Zunahme der deutschen Bootsproduktion um knapp 30% setzt sich der Aufschwung in der maritimen Wirtschaft auch im Jahr 2011 weiter fort. 56,9% der befragten Unternehmen gaben an, die Geschäftslage habe sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Lediglich 19,2% (Vorjahr: 38,3%) sprechen von Einbußen. Dies zeigen auch die aktuellen Produktionszahlen der deutschen Bootshersteller. 2011 wird die Produktion von Segel- und Motoryachten im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich erneut um knapp 20% zulegen.

Insgesamt erwartet die Branche für 2011 einen Umsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen (ohne Megayachten) von 1,77 Mrd. Euro (+ 2,6%).

Internationale Erholung der Märkte uneinheitlich

International betrachtet entwickelt sich die Erholung der Märkte durchaus unterschiedlich. Während in Nordeuropa die Nachfrage nach Booten und Yachten insgesamt zunimmt, bleibt die Lage in Südeuropa zumindest sehr unterschiedlich. Eine durchgreifende Erholung ist nicht in Sicht und wird durch die finanzwirtschaftlich angespannte Situation in einigen südeuropäischen Staaten auch nicht gerade wahrscheinlicher.

Die uneinheitliche Entwicklung auf den internationalen Märkten spiegelt sich auch in der Exportentwicklung wider. Die deutschen Bootshersteller konnten im ersten Halbjahr 2011 im Segelbootbereich wertmäßig um 14,6% und im Motorbootbereich um 12,2% auf den Auslandsmärkten zulegen. Damit bleibt die internationale Entwicklung hinter der des deutschen Marktes zurück.

Im Übrigen, darüber dürfen die Erfolge der Jahre 2010 und 2011 nicht hinwegtäuschen, ist die Branche im Bootsbereich noch weit vom Verkaufsniveau der Spitzenjahre 2006/2007 entfernt. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft liegt die Produktion derzeit bei etwa 65% des Niveaus aus Vorkrisenzeiten.

Segel- und Motoryachten

Die Nachfrage nach Motor- und insbesondere nach Segelyachten ist deutlich gestiegen. 82,5% der Segelboothändler (Vorjahr: 56,8%) sprechen von gleich guten oder besseren Verkaufsergebnissen im Vergleich zum Vorjahr. Im Motorbootbereich sind es immerhin 74%. Nach einer guten Messesaison 2010/2011 und dem Saisonhöhepunkt boot Düsseldorf mit ermutigenden Verkaufserfolgen ließ allerdings die Nachfrage im 2. Quartal 2011 spürbar nach. Erst im Sommer stabilisierte sich die Situation wieder. Im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung im Neubootgeschäft bleibt die Lage unübersichtlich. Unter dem Einfluss der steigenden Krisenstimmung an den internationalen Finanzmärkten kühlt sich das Konsumklima zwar insgesamt ab, andererseits steigt aber auch die Neigung der Verbraucher zu werthaltigen Anschaffungen. Davon profitiert nicht nur der Immobilienmarkt sondern auch ein Teil des Bootsmarktes. Die geringen Renditen, die sich derzeit für Sparvermögen erzielen lassen sowie Inflationsängste scheinen diesen Trend weiter zu beflügeln.

Im Trend liegen weiterhin komplett ausgestattete Boote und Yachten im unteren und mittleren Größen- und Preissegment. Diesem Wunsch kommen viele Hersteller durch preiswerte Einstiegsversionen und preisreduzierte Ausstattungspakete entgegen. Im hochpreisigen Bereich bleibt die Lage durch die geringe Investitionslust potentieller Käufer einerseits und den übervollen Gebrauchtyachtmarkt andererseits angespannt.

Gebrauchte Yachten

Auch das Geschäft mit gut gepflegten Booten und Yachten aus zweiter Hand hat sich weiter verbessert. Gerade Neueinsteiger in den Bootssport nutzen diese Möglichkeit, um erste Erfahrungen auf dem Wasser zu sammeln. Ein großes Angebot und die in den letzten Jahren erheblich gesunkenen Verkaufspreise machen den Gebrauchtbootmarkt attraktiv.

Ausrüstung, Zubehör, Reparatur und Service

Die Nachfrage nach hochwertiger maritimer Ausrüstung und Zubehör bleibt im Endkundengeschäft unverändert auf hohem Niveau. Auch wenn der in Deutschland schlechte Sommer zu einem deutlichen Nachfragerückgang im Juli und August geführt hat. Insgesamt rechnet die Zubehörbranche zum Jahresende mit einem Plus von 3-4% im Vergleich zum Vorjahr.

Vom Gebrauchtbootgeschäft, aber auch von der Entscheidung vieler Bootseigner in den Werterhalt ihrer Schiffe zu investieren, profitieren die Unternehmen, die sich auf Reparatur und Service spezialisiert haben. Die Auslastung ist nach wie vor hervorragend. 91% der Unternehmen beurteilen die Geschäftsentwicklung gleich gut oder besser als im Vorjahr. Allerdings macht sich der Fachkräftemangel im technischen Bereich immer deutlicher bemerkbar und setzt so der positiven Entwicklung Grenzen.

Charter

Der Trend, die schönsten Wochen des Jahres in Deutschland zu verbringen, hat durch den verregneten Sommer einen spürbaren Dämpfer erhalten. Insbesondere die kurzfristigen Buchungen für Segel- und Motoryachten an der Ostsee und im Binnenland sind deutlich geringer als erhofft ausgefallen. Dennoch rechnet die Branche aufgrund der bis zum Sommer guten Vorbuchungen zum Jahresende mit Geschäften auf dem Vorjahresniveau. Leichte Zuwächse (+ 4%) hingegen verzeichnen die Anbieter von Charterreisen ins Ausland.

Tauchen

Die politischen Wirren in Ägypten und die dadurch hervorgerufenen Einbrüche in der für die Branche wichtigsten Tauchsportregion haben nicht nur bei den Touristikanbietern sondern auch bei der Tauchsportindustrie Spuren hinterlassen. Der Tauchsport-Industrieverband (tiv) rechnet für 2011 nach vielen Jahren des Wachstums erstmalig mit einem Umsatzrückgang von ca. 8%. Dennoch liegt der Tauchsport bei den Verbrauchern weiterhin voll im Trend. Zwar sind die Ausbildungszahlen international aufgrund der Lage in Ägypten rückläufig, in Deutschland verzeichnen die Ausbildungsstätten jedoch nach wie vor Zuwächse. Eine Studie, die der tiv anlässlich der boot 2012 vorstellen wird, untersucht erstmalig die Ansprüche der Taucher an Tauchspots und gibt Investoren Anregungen und Hilfestellung. Mit dieser Studie soll der Tauchsport in Deutschland weiter gefördert und neue Gewässer für diesen Freizeitsport erschlossen werden.

Ausblick

Insgesamt wird der mittelfristige Konjunkturverlauf von den Unternehmen positiv eingeschätzt. In den kommenden  2 -3 Jahre erwarten mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen weitere Zuwächse und dokumentieren damit ihr Vertrauen in die deutsche Konjunktur. Lediglich ein Fünftel beurteilt die Zukunftsaussichten eher negativ.

Für exportorientierte Unternehmen hingegen bleibt die Lage unübersichtlich. In den von der Euro-Schuldenkrise besonders betroffenen Staaten drohen die aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten nun notwendig gewordenen Sparzwänge die ohnehin schwache Konjunktur noch weiter zu destabilisieren.

Neben konjunkturellen hat es die Branche aber auch mit strukturellen Herausforderungen zu tun. Für eine weiterhin positive Entwicklung muss der Einstieg in den Bootssport attraktiver und einfacher werden. Die erheblich reduzierten Fragenkataloge zu den Amtlichen Sportbootführerscheinen, die 2012 in Kraft treten werden, stellen in diesem Zusammenhang ein wichtiges Signal dar. Darüber hinaus steht eine Erweiterung des führerscheinfreien Bereiches auf der politischen Tagesordnung. Aber auch die Branche ist gefordert einerseits mit innovativen Bootskonzepten neue Käuferschichten zu erschließen und andererseits mit einer gemeinsamen Werbekampagne mehr Interesse auf den Bootssport zu lenken.

Köln, November 2011

Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.
Gunther-Plüschow-Str. 8
50829 Köln
Ansprechpartner: Dipl. oec. Jürgen Tracht
Tel.:       + 49 221 59 57 115
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