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Drei Fragen, drei Antworten – Bootsfinanzierung: Der Weg zur eigenen Yacht

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Wer die Faszination des Wassersports für sich entdeckt hat, hegt mehr oder weniger unweigerlich den Traum von der eigenen Yacht. Gleichzeitig dürfte sich kaum jemand der Illusion hingeben, ein Boot sei für kleines Geld zu bekommen. Aber wie teuer ist der Traum wirklich? Der Yachtmakler Arne Schmidt aus Hamburg rechnet vor, auf welche Kosten sich Interessenten einstellen müssen und wie die Finanzierung aussehen könnte.

hanseboot: Herr Schmidt, wie viel kostet ein Boot?
Arne Schmidt: Für ein neues Zehn-Meter-Boot aus einer Großserienwerft, die sehr kostenbewusst baut, können Sie mit einem Anschaffungspreis in der Größenordnung von etwa 90000 Euro rechnen. Da ist das Zubehör zumindest zum Teil schon mit eingerechnet. Ein vergleichbares Boot aus einer Werft, in der ganz besonders auf Qualität geachtet wird, oder gar ein Einzelbau kann aber auch locker das Doppelte kosten. Ob es ein Segel- oder ein Motorboot ist, spielt beim Preis gar keine so große Rolle, teils sind Segelboote aber etwas teurer. Beim Unterhalt kann man dann jährlich im Schnitt mit etwa zehn Prozent des Anschaffungspreises rechnen, ein ganz neues Boot ist im Unterhalt vielleicht etwas günstiger. Da sind dann zum Beispiel die Kosten für die Versicherung enthalten und auch die für den Liegeplatz – die allerdings sehr unterschiedlich ausfallen können.

hanseboot: Den vollen Kaufpreis kann längst nicht jeder mit einem Mal bezahlen – welche Möglichkeiten gibt es für die Finanzierung?
Arne Schmidt: Empfehlenswert ist eine saubere Finanzierung über die Hausbank. Allerdings sind die Möglichkeiten hier nach den Krisenzeiten geringer geworden. Hausbanken scheuen sich häufig, Boote zu finanzieren. Außerdem darf man nicht mit Konditionen wie bei einer Immobilie rechnen, weil für die Bank das Risiko bei einem Boot höher ist. Grundsätzlich kommt es der Bank auf die Sicherheiten an, die man bieten kann. Deshalb muss man inzwischen auch eher 50 als 30 Prozent Eigenkapital haben. Außerdem ist das Thema Leasing nach wie vor aktuell. Es gibt spezialisierte Firmen für Schiffsleasing – von denen sich allerdings einige schon wieder vom Markt zurückgezogen haben.

hanseboot: Ist der Kauf eines gebrauchten Bootes eine sinnvolle Option?
Arne Schmidt: Es besteht zurzeit ein Überangebot an Gebrauchtbooten, und deshalb gibt es viel Verhandlungsspielraum. Interessant kann das vor allem dann sein, wenn man den Kauf eines größeren Boots mit entsprechend mehr Komfort vorziehen will. Wenn man zum Beispiel annimmt, dass ein neues Boot von sieben, acht Metern ca. 60.000 bis 70.000 Euro kostet, könnte man zum gleichen Preis ein fünf oder sechs Jahre altes kaufen, das ein, zwei Nummern größer ist. Das wäre dann also etwa zehn, elf Meter lang – oder es hätte statt eines Außenborders einen Einbaudiesel.

hanseboot: Vielen Dank für das Gespräch.

Die hanseboot 2010, 51. Internationale Bootsausstellung Hamburg, vom 30. Oktober bis 7. November 2010 ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr auf dem Gelände der Hamburg Messe und auf der In-Water hanseboot an der Elbe geöffnet. Die Comeback-Karte für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro) berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen anderen Tag.

Weitere Informationen unter www.hanseboot.de

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