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Elektroboot fuhr bereits 1838 mit 2,5 km pro Stunde mehr als sieben Kilometer

Boot & Fun Berlin

E-Boat-Salon auf der Boot und Fun Berlin präsentiert vom Einsteigerboot bis zur Classic-Yacht umweltfreundliche Antriebe – Berliner Bootsmesse noch bis Sonntag geöffnet.

Berlin, 27. November 2010 – Geschichte wiederholt sich: Auf dem E-Boat-Salon der Berliner Wassersportmesse wird die jüngste Generation der Elektroboote präsentiert, die den Weg zu einer umweltschonenden und klimafreundlichen Antriebstechnologie der Motorboote aufzeigt. Kaum jemand weiß jedoch, dass es bereits 1838 ein Elektroboot in St. Petersburg gab und um 1900 derart angetriebene Boote in ganz Europa verbreitet waren. Erst um 1920 herum verdrängten Verbrennungsmotoren den E-Antrieb, bis 2005 die ersten Lithium-Akkus in Boote eingebaut wurden.

Auf der Boot und Fun Berlin, die noch bis Sonntag, 28. November, andauert, werden neben den schnellen Sportbooten im E-Boat-Salon auch Elektroantriebe für kleinere Boote präsentiert.  

Der Potsdamer Moritz Hermann von Jacobi lebte im 19. Jahrhundert in St. Petersburg und war dort Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Seinen Ruf begründete Jacobi insbesondere durch die Anwendung des Elektromagnetismus, um Maschinen und Fahrzeuge zu bewegen. Seinen ersten Motor entwarf er 1834, vier Jahre später fuhr auf der Neva in St. Petersburg ein Schiff, das von einem Jacobi-Motor mit 220W Leistung angetrieben wurde und mit ca. 2,5 km/h eine 7,5 km lange Strecke zurücklegte.

Organisator des E-Boat-Salons unter dem Funkturm ist Ulrich Setzermann von der Firma A +A Boote. Mit der E-Boat-Lounge in Halle 4 präsentiert die Messe modernste Boote mit Elektromotoren und Hybridantrieb. Dazu zählen Einsteigerboote, Fahrtenyachten und schnelle Runabouts im Classic-Design. Setzermann sieht die Zukunft des elektrischen Antriebs im Wassersport unter der Prämisse „schneller, weiter, preisgünstiger“. Die Boote werden künftig schneller und länger unterwegs sein können, müssen aber preiswerter werden.  

Doch noch ist die neue Technik wie auch bei Autos teuer, eine Folge vor allem der Batterietechnik. Der Preis der Elektroboote wird, so Setzermann, „diktiert von Motor- und Akkuleistung“. Bei einem 120.000 Euro-Sportboot, das im E-Boat-Salon vorgestellt wird, kosten die Batterien allein 50.000 Euro. Wachsende Produktions- und Verkaufszahlen sowie der Fortschritt der technischen Entwicklung werden nach seiner Ansicht auf mittlere Sicht das Kostenverhältnis bessern.  

Denn Vorteile neben Umweltfreundlichkeit und Geräuschlosigkeit der elektrischen Antriebe bietet die Logistik. “Jede Steckdose ist näher als Diesel- und Benzintankstellen,“ erklärt Setzermann. Angst muss übrigens kein Elektrobootfahrer haben, dass bei leeren Batterien sein Boot plötzlich antrieblos über den See treibt.

Ein wesentlicher Bestandteil der modernen Elektroboote ist die Computertechnik. Wenn die Batterieleistung nachlässt, senkt der Computer die Leistung, damit die nächste Marina angesteuert werden kann.

Und was trieb Setzermann als Segler zu den Elektrobooten? „Es war das schöne, geräuschlose Hingleiten auf dem Wasser, ganz ohne störende Dieselgerüche, so wie es Segler kennen.“

Bild: Impression von einer H-Boot Regatta

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