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Seenland-Kongress Beach & Boat Business: Aufbruch zu neuen Ufern

Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze Leipziger Neuseenland und Lausitzer Seenland loten Vermarktungspotenzial aus

Mit vereinter Kraft voraus: Die neuen Reviere setzen Kurs auf überregionale Vermarktung und feilen an ihrem individuellen Profil. Mit der Symbiose von Wassersport und Hochkultur, von Trendsport und lebendiger Geschichte erobern das Leipziger Neuseenland und das Lausitzer Seenland neue Zielgruppen. Der 2. Seenland-Kongress Beach & Boat BUSINESS am 18. Februar 2010 in Leipzig bringt Unternehmer, Visionäre, Tourismusverbände und Investoren zusammen. Der Branchentreff findet begleitend zur Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat (18. bis 21. Februar 2010) statt und lotet unternehmerische Chancen sowie Fördermöglichkeiten aus. In der Begleitausstellung präsentieren sich Unternehmen und Institutionen beider Regionen.


"Wir haben noch sehr viel Platz für weitere Freizeitattraktionen", wirbt Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland e. V.. "Investoren von A wie archäologische Erlebnisausstellung über C wie Campingplätze und F wie Ferienparks bis Z wie Zeppelinfluganbieter sind gern gesehen." Bereits heute würde zum Beispiel der Vergnügungspark BELANTIS mit einer halben Million Besuchern pro Jahr dazu beitragen, die Aufenthaltsdauer in der Region zu erhöhen, erklärt Brandt. Zudem ziehen Events im Kanupark Markkleeberg etwa 300.000 Gäste jährlich an, und die 14 Kilometer lange "Kohlebahn" zwischen Sachsen und Thüringen begeistert 25.000 Besucher im Jahr.

Durch die attraktive Verbindung von Sport, Kultur und Unterhaltung will das Leipziger Neuseenland bei Touristen punkten. Besondere Anziehungskraft wird in den nächsten Jahren der touristische Gewässerverbund entfalten: Bis 2015 entsteht rund um Leipzig ein Freizeitrevier aus Seen, Flüssen und Kanälen mit etwa 200 Kilometern befahrbaren Wasserwegen. Schon in dieser Saison wird die erste Hauptroute vom künftigen Stadthafen in der Leipziger City durch den Auwald direkt zum Cospudener See führen.

Kräfte bündeln

"Mit der Verständigung auf die gemeinsame Dachmarke Leipziger Neuseenland wurden Kräfte gebündelt, die nun zielgerichtet eingesetzt werden können", resümiert Sandra Brandt. "Die kulturellen Potenziale zum Beispiel rund um das Thema Völkerschlacht 1813 sind im Moment noch mit zu wenigen buchbaren, erlebnisreichen Angeboten unterlegt. Diese Bereiche gilt es weiter zu entwickeln und in die größeren touristischen Netzwerke einzubetten", so die Geschäftsführerin. Mit drei Produktlinien "Aktiv & Fit an neuen Ufern", "Spaß & Entspannung für die ganze Familie" sowie "Kultur­geschichte(n) erfahren" will das Leipziger Neuseenland 2010 verstärkt überregionale Besucher aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen anlocken. "Auch der holländische Reisemarkt wird ab diesem Jahr aktiv beworben", erläutert Sandra Brandt.

Neue Märkte öffnen

"Der Wassertourismus stellt für unsere Region eine wertvolle Bereicherung dar, die völlig neue Märkte öffnet", freut sich Holm Retsch, Geschäftsführer DEHOGA Sachsen - Regionalverband Leipzig e. V.. "Standen in den Städten bislang Kultur und Musik bei der Touristenansprache im Vordergrund, gewinnen jetzt ebenso sportliche Freizeitaktivitäten für Aktive und Familien an Bedeutung." Gründer mit einer schlüssigen Geschäftsidee plus kleiner Eigenkapitaldecke haben zurzeit gute Chancen auf Fördergelder, so Retsch.

Eine Marktchance seien hochwertige touristische Pakete, die neben den sportlichen auch die kulturellen Highlights des "Leuchtturms Leipzig" einbinden. Dafür müsse die Vernetzung zwischen den Dienstleistern an den Seen wie Segel- oder Tauchschulen mit weiteren Partnern aus der Tourismuswirtschaft, Gastronomen und Hoteliers künftig besser funktionieren. "Bisher sind noch nicht einmal alle Anbieter im Internet vertreten", kritisiert Retsch. Ebenso seien Service und Qualität verbesserungswürdig: "Wer nur seine Zimmer füllen will, denkt zu kurz. Um national und international zu punkten, muss Servicequalität gelebt werden. Gute Betreuung der Gäste ist die beste Visitenkarte." Die Senkung der Mehrwertsteuer gebe den Hoteliers zudem die Chance, Investitionsstaus abzubauen. "Die Beach & Boat ist für unsere Branche eine sehr gute Plattform, sich über den Markt zu informieren und auszutauschen", so Retsch.

Lausitzer Seenland: Tschechischen Markt im Fokus

"Das Leipziger Neuseenland ist uns in der Sanierung rund fünf Jahre voraus", konstatiert Marcus Heberle, Geschäftsführer der Touristischen Gebietsgemeinschaft Lausitzer Seenland e. V.. Bisher sind fünf der insgesamt 23 Seen des Lausitzer Seenlands sportlich nutzbar, was sich auch bei den tschechischen Anrainern herumgesprochen hat. "Aus Tschechien kommt der größte Teil unserer ausländischen Gäste", so Heberle. Deshalb werden die Wassertouristen aus dem Nachbarland besonders umworben - unter anderem mit einem Aktiv-Flyer in Tschechisch.

Investoren willkommen

In den kommenden Monaten steht die Investorensuche im Mittelpunkt. Ein neues länderübergreifendes Projektbüro "Koordinierung Lausitzer Seenland" erarbeitet dazu ein abgestimmtes Flächenmanagement zur touristischen Entwicklung und bahnt Ansiedlungsprojekte an. "Wir brauchen noch viel mehr Investoren an den Seen!", ermutigt Marcus Heberle. Gerade bei Übernachtungskapazitäten sei die Nachfrage oft größer als das Angebot: "Im Sommer 2009 waren alle Ferienwohnungen ausgebucht." Ebenso herrsche bei der gastronomischen Infrastruktur nach Jahrzehnten des Braunkohleabbaus Nachholbedarf: "Wir setzen auf Qualität mit regionaler, speziell sorbischer Note", erläutert der Geschäftsführer.

Die sorbische Kultur zählt zu den Pluspunkten des Lausitzer Seenlands - neben den üppig ausgebauten Seerundwegen für Radfahrer und Skater sowie den kulturellen Highlights mit mehr als 100.000 Besuchern wie der Energiefabrik Knappenrode, dem EuroSpeedway Lausitz, dem Findlingspark Nochten sowie der Indoor-Skihalle Snowtropolis. Gegenwärtig wird an einem weiteren kulturellen Höhepunkt gebaut: der Krabatmühle, die in rund zwei Jahren fertig sein soll. Rund um die sorbische Sagenfigur wird eine märchenhafte Erlebniswelt aufgebaut - "vergleichbar den Störtebeker Festspielen in Ralswiek", blickt Heberle in die Zukunft.

Größe gefragt

"Künftig werden durch die Lausitzer Seenkette noch größere Boote schippern als im Leipziger Neuseenland", berichtet Marcus Heberle. Dies ermöglichen die großzügigen Überleiter zwischen den Seen. Das anspruchsvollste Kanal-Bauwerk dafür entsteht zwischen Senftenberger und Geierswalder See: Der Überleiter 12 unterquert zukünftig die Schwarze Elster sowie die Bundesstraße 96. "Im Juli 2010 wird das Tunnelbauwerk begonnen, und spätestens 2012 sollen Boote durch die Röhre fahren. 29 Meter lang und 5,50 Meter breit dürfen sie sein, einen Überwasserspiegel von 3,30 Meter nicht überschreiten."

Entwicklungspotenzial Motorboot?

Sowohl in der Lausitz als auch im Leipziger Raum diskutiert man den Motorboot-Tourismus als Chance für die neuen Gewässer. Fieberhaft wird an Konzepten gefeilt, ausgelotet, was ökonomisch möglich und ökologisch verträglich ist. Zudem wird in den kommenden Jahren die Rechtslage vereinheitlicht. Erste Gutachten liegen vor, Verfahren sind eingeleitet.

Das Expertengespräch "Bootsport als Motor für die Seen-Entwicklung?" auf dem 2. Seenland-Kongress Beach & Boat BUSINESS informiert über die gegenwärtige Situation sowie über Zukunftspläne. "In einer Analyse haben wir die Verträglichkeit von Motorboot-Verkehr für die Seen und verbindenden Fließgewässer des Leipziger Neuseenlandes untersucht", erläutert Dr. Klaus-Peter Lange, Geschäftsführer von ECOSYSTEM SAXONIA Gesellschaft für Umweltsysteme mbH. Ökologie und Ökonomie sollten durch die Vorgabe von Emissionsgrenzen in Einklang gebracht werden. "Bei gewerblicher Nutzung von Motorbooten ist eine größere Intensität zu erwarten. Deshalb müssen diese emissionsarme Hybrid-, Elektro- oder Gasantriebe besitzen. Bei Privatbooten - die typischerweise weniger häufig genutzt werden - sind alle nach EU-Sportbootverordnung zugelassenen Motoren genehmigungsfähig."

Ab 2010 werde ein Monitoring die tatsächliche Nutzung der Gewässer überwachen. Denn gerade das Biotop Auwald sei besonders sensibel. Dr. Lange: "Der Motorsport kann sich nur im Einklang mit der Natur entwickeln. Nur so sind die Umwelt und die Investitionen auch langfristig gesichert."

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