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SMM Istanbul 2011 mit starkem Rückenwind der türkischen Regierung

www.smm-istanbul.com

shipbuilding, machinery & marine technology trade fair Istanbul, 26. bis 28. Januar 2011

Nach der SSM, der türkischen Regierungsinstitution Undersecretariat for Defence Industries, die seit Juni dieses Jahres die SMM Istanbul 2011 unterstützt, haben sich zwischenzeitlich weitere Verbände und Institutionen dem SMM-Zug angeschlossen, der sich in voller Fahrt Richtung neues, modernisiertes und erweitertes Ausstellungszentrum Lütfi Kirdar Convention & Exhibition Centre (ICEC) bewegt. Als neue Förderer der zweiten SMM Istanbul, die vom 26. bis 28. Januar 2011 am Bosporus stattfindet, engagieren sich der Verband der türkischen Schiffbauzulieferer Turkish Ship Suppliers Association (TURSSA), die Istanbul Chamber of Industry (ISO) und der türkische Verband der Schiffsverwerter Ship Recyclers`Association of Turkey, der insbesondere umweltfreundliche Verwertung im Blick hat. Im August hatte die Türkei die UN-Konvention für umweltfreundliches Recycling von Schiffen unterzeichnet. Ein wichtiges Signal, denn die Türkei ist immerhin einer der fünf größten Schiffsverwerter der Welt.  Für C. Tanıl Küçük, Chairman des ISO, ist die Unterstützung der Schiffbaumesse am Bosporus folgerichtig, denn Istanbul sei das Fenster der Türkei zur Weltwirtschaft und zum kulturellen Austausch in Zeiten der Globalisierung.

Die Unterstützer der ersten SMM Istanbul sind auch 2011 wieder mit im Boot, allen voran türkische Regierungsorganisationen wie das unmittelbar dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan unterstellte Undersecretariat for Maritime Affairs,  das türkische Entwicklungszentrum für kleine und mittelständische Unternehmen (KOSGEB), eine Institution des türkischen Industrie- und Handelsministeriums, und der türkische Schiffbauerverband GISBIR. Aus Deutschland setzen sich  für die SMM 2011 der deutsche Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein. Der Hintergrund dieser starken Unterstützung der SMM Istanbul: Die Schiffbaumesse unter dem Markennamen SMM an der Nahtstelle der Kontinente gilt als Drehscheibe für die Schiffbauindustrie Europas und des nahen Ostens. Sie erleichtert internationalen maritimen Unternehmen den Zugang zum türkischen Schiffbaumarkt wie auch zu den Märkten der arabischen und anderen Anrainer.

Daher ist das Ausstellungszentrum ICEC  bereits gut gefüllt. Außer türkischen Werften und Schiffbauzulieferern  und –dienstleistern sind auch zahlreiche international tätige Unternehmen vertreten, vorwiegend aus Europa, Asien und Nordamerika.

Das internationale Interesse an der SMM Istanbul ist eine Folge des Aufwärtstrends der türkischen Schiffbauindustrie in den vergangenen Jahren und in der Nähe zu den aufstrebenden Märkten im Nahen Osten begründet. Zwar hat die türkische Schiffbauindustrie unter der vergangenen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders gelitten, aber das Londoner Makler- und Analysehaus Clarkson Research Services Ltd. sieht die Türkei bei den Ablieferungen bis zum 1. Oktober 2010 mit 52 Schiffen und 0,333 Mio. cgt an fünfter Stelle hinter der Volksrepublik China (833 Neubauten/13,3 Mio. cgt), Südkorea (384 / 12,0 Mio. cgt), Japan (364 / 7,4 Mio. cgt) und den Philippinen (21 / 0,4 Mio. cgt). Gemessen am  Auftragsbestand rangiert die Türkei auf Rang sieben. Die 119 Neubauten, die am Ende des dritten Quartals 2010 in den Auftragsbüchern der türkischen Werften standen, sind überwiegend Tanker. Allein 70 Aufträge betreffen Tanker unter 10.000 dwt.  24 Handy Chemical Tankers (10 - 60,000 dwt) und 8 Handy Containerships im Kapazitätsbereich 1.000 – 2.000 TEU sind weitere Schwerpunkte. Der Rest verteilt sich auf diverse Schiffstypen.  

Der türkischen Schiffbauindustrie  kommt auch die massive Unterstützung der Regierung Ankara zugute, die in großem Stil den Marineschiffbau vorantreibt. Die Bestellung von sechs U-Booten neuen Typs bei HDW soll ebenfalls das Geschäft türkischer Lieferanten ankurbeln. Auch Überwasser-Marineschiffe lässt die türkische Regierung derzeit auf den Werften des Landes bauen. Die Projekte treibt die SSM voran, die sich jetzt auch verstärkt im Handelsschiffbau engagiert. Positive Aussichten für den Schiffbaumarkt Türkei.

Die sieht auch der türkische Transportminister Binali Yıldırım.  Auf einer kürzlich von dem türkischen Verband  Turkish Industrialists’ And Businessmen’s Association (TUSİAD)  für die türkische Schiffbauindustrie veranstalteten Konferenz sagte Yıldırım, es gebe ein neues System der Kreditgarantie für die Schiffbauer, die den Bau von Schiffen infolge von Finanzproblemen stoppen mussten. Er mahnte in diesem Zusammenhang die Erneuerung der türkischen Küstenflotte an. Die türkische Handelsflotte sei mit 16 Mio. Tonnen Tragfähigkeit (dwt)  an 16. Stelle in der Welt mit guten Aussichten.  Türkische Reeder haben Neubauten im Wert von 10 Mrd. US-Dollar bestellt. Und davon dürfte auch der türkische Schiffbau profitieren.

Wie wichtig die Förderung der türkischen Regierung für die maritime Branche ist, unterstreicht auch Başaran Bayrak, Präsident des im April dieses Jahres gegründeten Verbandes Turkish Ship and Yacht  Exporters Association. Die Regierung unterstütze den Aufbau von  Know-how und Technologie für ein gesundes Wachstum der maritimen Branche, um im Einklang mit den Nachbarländern im Nahen Osten, mit den arabischen und auch afrikanischen Ländern dem türkischen Schiffbau zu einem gesunden Wachstum zu verhelfen. „Unser Ziel ist es, den Marktanteil zu steigern“, sagte  Bayrak, der auch Vorstandsmitglied und Werftdirektor der ÇEKSAN Shipyard ist. Davon profitieren auch ausländische Zulieferer, denn ausländische Zulieferer steuerten rund 50 % zu einem auf einer türkischen Werft gefertigten Schiffsneubau bei. Die türkische Schiffbauindustrie setze auf Qualität, so Bayrak, und könne den europäischen Partnern einen besseren und schnelleren Service bieten als Unternehmen in Fernost. Dieses Konzept unterstütze die SSM. Das komme auch der SMM Istanbul zugute.

Repräsentanten der Regierungsinstitution SSM werden auf der begleitenden Konferenz in einem Themenblock über die „Bündelung der Kräfte von Marine und Handelsschiffbau“ referieren. Ein weiterer Konferenzschwerpunkt ist das Thema „Green Shipping“, das international renommierte Referenten wie John Aitken, Generalsekretär von SEAaT, Ceren Bilgin Güney von der Technischen Universität Istanbul beleuchten. SEAat ist eine 2002 von maritimen Unternehmen gegründete Organisation, die das Ziel verfolgt, Bewusstsein und Akzeptanz technischer Lösungen zur Verringerung von Schadstoffemissionen zu steigern.

Veranstaltet wird die SMM Istanbul von der Hamburg Messe und Congress und dem türkischen Partner Goca Fuar Kongre ve Sergi Hizmetleri Ltd.Şti (Goca Exhibitions). Das Rahmenprogramm offeriert den Besuchern der SMM Istanbul 2011 weitere interessante Veranstaltungen wie den Besuch von türkischen Werften, Panel-Diskussionen und diverse Workshops. Zur SMM Istanbul,  26. bis 28. Januar 2011 im zentral gelegenen und komplett modernisierten, vergrößerten Lütfi Kirdar Convention & Exhibition Centre (ICEC), werden mehr als 150 Aussteller aus rund 30 Ländern erwartet.

Info: www.smm-istanbul.com

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