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Von Kiel zu den Olympischen Spielen

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Kampf um Olympia-Tickets, World-Cup-Sieg, Teilnahme an den Pre-Olympics, EM- und DM-Titel und den 19. Kieler-Woche-Sieg - In Kiel fällt in zehn olympischen Disziplinen die Entscheidung, wer die Besten der Welt sind, denn hier kämpft die internationale Segelelite im Rahmen der Kieler Woche (18. bis 26. Juni) um den Sieg im ISAF Sailing World Cup, der nach sechs vorangegangenen Stationen in Kiel endet. Die Sieger sind die Besten ihrer Klasse – sozusagen die Magdalena Neuner oder der Sebastian Vettel des Segelsports.

Doch für die deutsche Spitze geht es um noch mehr, denn im olympischen Teil der Kieler Woche (18. bis 22. Juni) kämpfen Deutschlands beste Segler/innen um die Teilnahme an den Olympischen Segel-Wettkämpfen 2012 vor Weymouth (Großbritannien). Und die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist nun einmal das höchste Ziel aller Sportler/innen in den olympischen Sportarten. So ist es nicht verwunderlich, dass der gesamte deutsche Bundeskader in Kiel am Start ist. „Alle deutschen Crews, die die Olympischen Spiele 2012 anvisieren, werden in Kiel starten. Und auch die Crews mit der Planung für 2016 sind zur Kieler Woche vor Ort“, so Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes, bei der Kieler-Woche- Pressekonferenz am Dienstag, 17. Mai, in Hamburg. Gemeinsam mit den Kieler Woche Partnern AUDI AG, Veolia Umweltservice, SAP und HSH Nordbank präsentierten die Kieler-Woche-Veranstalter das zu erwartende Segelfeuerwerk.

Nach dem Qualifikationsauftakt beim ISAF Sailing World Cup Sail for Gold (Weymouth) ist Kiel die zweite von drei Stationen der deutschen Qualifikation, die nach den Weltmeisterschaften vor Perth (Australien/3. bis 18. Dezember) entschieden ist. Dann steht fest, wer Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 vertritt.

Doch neben so viel olympischem Spektakel um World-Cup-Sieg, Olympia-Ticket und Pre-Olympic-Teilnahme gibt es auch die ganz klassische Kieler Woche mit ihren zahlreichen Höhepunkten - und auch die haben es in sich: Starke Partner, die totale Medialisierung, die ISAF Sailing World Cup-Siegerehrung mit ISAF-Präsident Göran Petersson, die Seesegel-IDM, der Goldcup der X99, die Farr-30-EM, zwei German Open auf der Seebahn und 17 Klassen im internationalen Teil umrahmen den olympischen Wettstreit.

Ein Höhepunkt für die Zuschauer wird zudem der Auftritt der Tornadoklasse in der neuen Segelarena mitten in der City sein. „Wir werden eine neue Segel-Arena mitten in der Stadt präsentieren und dort aufregende Speed-Rennen für Medien und Zuschauer bieten“, verspricht der Weltpräsident der Tornado-Vereinigung, Roland Gäbler, enge Rennen, fesselnde Auseinandersetzungen und das alles nach festem Zeitplan. „Das wird Segeln, wie wir es noch nie erlebt haben – maßgeschneidert für Zuschauer und Medien. Mit dem neuen Einheits-Tornado garantieren wir exakt terminierte Starts zwischen einem und 35 Knoten.“

„Natürlich freue ich mich, dass Kiel die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich schon vor der Entscheidung des Weltsegler-Verbandes für die sportlichen Katamaran- und Skiff-Klassen entschieden hat“, so Stegenwalner in Hamburg. Die Klassen seien ja nicht nur spektakulär, schnell und für die Medien sowie die Zuschauer interessant, sondern auch gerade für die Sportlerinnen und Sportler reizvoll. Der Weltverband hatte sich Anfang Mai für die Aufnahme eines Katamarans und eines Skiffs für Frauen bei den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien entschieden und die Kielboote Star und Elliott (Frauen Match Race) aus dem olympischen Programm verbannt.

5000 Sportlerinnen und Sportler erwartet Kiel.Sailing City. Über drei Millionen Besucher, 10.000 Masten auf der Kieler Förde, 5000 Regattateilnehmer mit 2000 Booten, rund 400 Starts, über 50 Nationen, 45 Klassen/Disziplinen auf zehn Bahnen: Das sind die Eckdaten einer neuntägigen Kieler Woche, die im 129. Jahr erneut neue Etmale für den internationalen Segelsport steckt.

„Natürlich freuen wir uns über den enormen Zuspruch, über die neuen Formate und die sportlichen Skiffs und Katamarane“, so der oberste Wettfahrtleiter, Jobst Richter (Kieler YC). Mit einer begeisternden Siegerehrung der Gewinner des ISAF Sailing World Cups mit dem Präsidenten des Weltsegler-Verbandes, Göran Petersson (Schweden), will Kiel die Segelwelt beeindrucken. „Unser Ziel ist es, dass die Segelwelt danach sagt ‚Do it like Kiel’ “, so Richter, der betonte, dass all das ohne Partner nicht zu machen sei. „Wir freuen uns, Partner der Kieler Woche sein zu können“, unterstrich Dr. Hans-Peter Kleebinder, Leiter Marketing Deutschland, AUDI AG, die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstalter und Partner. Die Premiere bei der Kieler Woche 2010 sei ein Traumstart für Audi gewesen, so Kleebinder, der für 2011 noch einige weitere Engagements präsentierte: „Ganz neu ist das Projekt Kieler Woche TV powered by Audi mit täglichen Live-Bildern vom Wasser, täglich von 11 bis 17.30 Uhr. Moderator ist Nils Kaben.“ Neben dem Start des Deutschen Meisters von 2010, der „Audi TP52“, gehen die vier Ringe in diesem Jahr auch bei Tornado-Weltmeister Roland Gäbler an Bord und damit aufs Wasser.

Wer startet für Deutschland?
Beim Kampf um die eine Fahrkarte pro Klasse zu den Spielen (27. Juli bis 12. August 2012) werden aus Freunden in der Nationalmannschaft und im Audi Sailing Team Germany harte Konkurrenten. In zehn Disziplinen möchte der Deutsche Segler-Verband vertreten sein, die Chancen dazu sind sehr unterschiedlich. Auch die innerdeutsche Konkurrenz ist sehr verschieden.

Vom Alleingang des Match-Race-Teams Silke Hahlbrock in der Elliot 6m bis zum Vierkampf im Star reicht die Bandbreite beim Kampf um das jeweils eine Olympia-Ticket. Übrigens beide Klassen erleben 2012 ihren zunächst letzten Olympia-Auftritt und sind 2016 nicht mehr im olympischen Programm.

Die größte Dramatik im deutschen Team wird im Star erwartet. Starboot-Vorschoter Frithjof Kleen, der zum ersten Mal seit 2007 wieder gemeinsam mit Steuermann Robert Stanjek Beim World Cup vor Palma antrat, zeigte gleich, dass er ein Wörtchen mitreden will. „Wir hätten nicht gedacht, dass es gleich so gut losgeht“, sagte Frithjof Kleen nach dem zweiten Rang. „Es hätte für uns kaum besser laufen können. Wir sind schnell und gut gesegelt, konsequent nach vorne gefahren und haben nie aufgegeben. Wir haben größtes Vertrauen in unser Boot gewonnen. Unser Ziel ist letztlich eine Medaille bei den Olympischen Spielen.“

Doch im Audi Sailing Team Germany (STG) ist die Konkurrenz groß. Die amtierenden Europameister Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg), die WM-Zehnten Johannes Babendererde/Timo Jacobs (Lübeck) und die neu formierte Rostocker-Crew Alexander Schlonski/Matthias Bohn kämpfen um die eine Fahrkarte in der Klasse, in der sich die meisten ehemaligen Olympiasieger und Weltmeister tummeln.

Neben Babendererde/Jacobs und Polgar/Koy haben bisher nur die Surfer den A-Kader-Status erreicht. Der wieder erstarkte Toni Wilhelm (Dogern) kämpft allerdings ohne Konkurrenz allein gegen die DOSB-Norm, während Moana Delle (Kiel) sich auch gegen Amelie Lux (Silbermedaillengewinnerin von Sydney/2000) durchsetzen muss. Das Spezialtraining von Moana Delle mit der Weltmeisterin und Seglerin des Jahres 2010, Blanca Manchon (Spanien), sowie der vierfachen Olympia-Medaillengewinnerin Alessandra Sensini (Italien) zeigt Wirkung, so dass die Vorteile bei der 22-Jährigen liegen.

Im 470er verhindern nur Tina Lutz/Susann Beucke (Bergen/Strande) eine rein Berliner Ausscheidung, bei der der 27-jährigen Kathrin Kadelbach mit ihrer Vorschoterin Friederike Belcher (Berlin/Hamburg) die größten Chancen eingeräumt werden. „Ich bin zufrieden mit unserem Wintertraining, sowohl mit der deutschen Trainingsgruppe als auch mit unseren australischen Trainingspartnern“, so Kadelbach. Die Junioren-Weltmeister Victoria Jurczok/Josephine Bach, die Junioren-Europameister und Vize-Weltmeister Annika Bochmann/Anika Lorenz sowie Annina Wagner/Marlene Steinherr gehören ebenso zur starken Berliner Flotte.

Bei den 470er Männern sind einmal mehr Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin) das deutsche Maß der Dinge. Ob es für die Qualifikation reicht, bleibt abzuwarten. Zellmer gilt als ewiges Talent.

Auch im Finn sind die Chancen bisher gering. Jan Kurfeld (Wismar) ist hier Deutschlands einzige Hoffnung. Im Laser radial kämpfen Franziska Goltz (Schwerin) und die Kielerin Anke Helbig (Kiel) um das deutsche London-Tickets.

Besser sieht in der größten Flotte, im Laser, aus. Hier sind mit Simon Grotelüschen (Kiel/4. vor Hyeres), Philipp Buhl (Sonthofen) und Malte Kamrath (Kiel) drei Segler in der Lage, die deutsche Olympia-Norm zu erfüllen. Beherrscht wird die Klasse allerdings von Paul Goodison (GBR/Kieler Woche-Sieger 2002 und 2009) und Tom Slingsby (AUS/ Kieler-Woche-Sieger 2010). Der englische Olympiasieger von Qingdao und der amtierende australische Weltmeister beherrschen seit 2007 das Laser Feld. Dreimal Slingsby, einmal Goodison (2009) heißen seitdem die Weltmeister.

Im spektakulären 49er bewerben sich mehrere Teams um das Ticket nach England. 49er-Steuermann Tobias Schadewaldt (Kiel), der sich an der Seite von Hannes Baumann (Kiel) für die Olympischen Spiele qualifizieren möchte, gehört zu den deutschen Skiff-Favoriten: „Im vergangenen Jahr war es bei uns zu schwankend. Das können wir in der Olympiaqualifikation nicht brauchen“, so Schadewaldt. Zu den härtesten Konkurrenten zählt das Flensburger 49er-Duo Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann (Kieler-Woche-Sieger 2009).

Dazu stoßen die jungen Berliner Erik Heil und Thomas Ploeßel, die Kieler Julian Ramm/Oliver Lewin (Kiel) sowie eventuell die Bayern Leopold Fricke/Lorenz Huber (Rimsting/Prien) und die Baden-Württemberger Max und Moritz Rieger (Friedrichshafen).

Olympiaausscheidung im Überblick
Palma (Spanien) und Hyères (Frankreich) waren Generalproben, es folgt Medemblik (Niederlande/25. bis 29. Mai), bevor es im Juni in Weymouth (Großbritannien/5. bis 11. Juni) und Kiel (18. bis 22. Juni) ernst wird, denn die Vergabe der Olympia-Ticktes für die deutschen Segler entscheidet sich in Weymouth, Kiel und bei den Worlds vor Perth (3. bis 18. Dezember). Diese drei internationalen Regatten bilden den Rahmen für die nationale Qualifikation zu den Olympischen Spielen.

Der nationale Nominierungsweg für die deutschen Seglerinnen und Segler ist längst festgelegt. Er gilt als fair, leicht verständlich und beinhaltet den Auftritt vor heimischem Publikum während der Kieler Woche.
Grundvoraussetzung für die Vergabe der Olympiafahrkarten ist aber zunächst die Erfüllung der internationalen Kriterien des Weltseglerverbandes (ISAF). Jede Disziplin muss mit mindestens einem Team die so genannte „Nationenqualifikation“ erfüllen, um den deutschen Startplatz in dieser Disziplin grundsätzlich zu sichern. Es ist übrigens nicht automatisch das Team für die Olympischen Spiele qualifiziert, das diese Nationenqualifikation gesichert hat.

75% der Nationenplätze werden in Perth vergeben, der Rest auf den Weltmeisterschaften 2012, die vor dem 1. Juni ausgetragen werden.

Die deutschen Olympiafahrkarten werden erst am Ende der dreiteiligen nationalen Ausscheidungsserie vergeben. Grundlage ist die Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Der Nachweis der so genannten Endkampfchance muss erbracht sein.
Hierzu werden aus deutscher Sicht alle internationalen und nationalen Teilnehmer der drei oben genannten ISAF-Regatten nach einem festgelegten Punktesystem in einer speziellen DSV-Wertung erfasst. Jeder deutsche Teilnehmer, der nach Abschluss der ISAF Weltmeisterschaft im Dezember in der internen DSV-Wertung unter den besten zehn Nationen platziert ist und mindestens sechs Punkte (entspricht einmal Rang 15) bei einer der drei genannten Regatten ersegelt hat, hat zunächst einmal die erforderliche DOSB-Norm erfüllt.

Das olympische DSV-Punktsystem ist so konzipiert, dass Podiumsplätze besser bewertet werden als Platzierungen (30 Punkte gibt es für Platz eins, 27 für Platz zwei, 23 für Platz drei, 17 für Rang vier. Danach geht es punkteweise abwärts bis Rang 20 mit einem Punkt). So soll vor allem bei der Weltmeisterschaft zum Jahresende der Kampf um die Medaillen im Mittelpunkt stehen, taktisches Segeln und die daraus möglicherweise resultierende Inkaufnahme schlechter Gesamtergebnisse dagegen verhindert werden. Bei Punktgleichheit ist die Platzierung vor Weymouth in der Gewichtung am größten. Es folgen Perth und dann Kiel. Ein 15. Platz auf dem olympischen Revier wird bei Punktgleichheit also höher eingestuft als vor Kiel.

Anfang 2012 wird der DSV dem DOSB seine Crews, die die interne Ausscheidung gewonnen und die DOSB-Norm erfüllt haben, zur Nominierung für die Olympischen Spiele 2012 vorschlagen. Eine detailliertere Erläuterung des Ausscheidungssystems findet sich auf der DSV-Homepage (www.dsv.org).

Nur eine Crew zu den Pre-Olympics
Während die Olympia-Qualifikation erst mit den Worlds vor Perth abgeschlossen ist, endet in Kiel die Ausscheidung für die Pre-Olympischen-Spiele, die vom 1. bis 14. August vor Weymouth (England) ausgesegelt werden. Auch hier darf in jeder Disziplin pro Land nur ein Teilnehmer starten. Der Deutsche Segler-Verband meldet nach der Kieler Woche den Punktbesten in jeder Disziplin. Der ISAF SWC Sail for Gold vor Weymouth und die Kieler Woche gehen in die Wertung ein. Es gilt das Punktesystem der Olympia-Ausscheidung.

Gelingt Hunger der 19. Streich?
Im internationalen Teil mit insgesamt 17 Klassen stehen natürlich die zweimaligen und amtierenden Weltmeister im 505er, Wolfgang Hunger/Julien Kleiner, im Fokus. Die Kieler haben in Australien ihren Titel verteidigt, den sie im Vorjahr zum ersten Mal gemeinsam gewonnen haben. Auf dem Heimatrevier siegt der siebenmalige Weltmeister Hunger besonders gern, führt er doch die ewige Kieler-Woche-Siegerliste mit 18 Siegen an. Bis zur WM auf der Kieler Förde 2014 dürften nach seinem Geschmack noch einige dazu kommen. Konkurrenz gibt es neben den starken Dänen auch in den eigenen Reihen. Jens Findel/Johannes Tellen (Kiel/WM-11.), Claas Lehmann/Leon Oehme (Hamburg/Lübeck/WM-17.) und die weltbeste Steuerfrau, Meike Schomäker, mit Holger Jess (Kiel/WM-18.) sind bei unterschiedlichen Winden durchaus in der Lage, die Weltmeister zu stoppen.

Kat-Comeback und Skiff-Debüt
Zwei Skiff-Klassen geben ihr Debüt, und zwei Katamaran-Klassen feiern ihr Comeback bei der Kieler Woche 2011. Damit reagieren die Kieler-Woche-Verantwortlichen auf die Entscheidung des Weltseglerverbandes ISAF, den Katamaran nach dem Aus für 2012 für die Spiele in Rio de Janeiro (2016) wieder ins Programm zu nehmen.

Neben den Tornados gibt es ein Wiedersehen mit den A-Cats, die 2001 vor Schilksee vertreten waren. Bis zu 30 A-Kats, die schon beim vergangenen AC als Vorbild dienten, werden im internationalen Teil der Kieler Woche (23. bis 26. Juni) mit den F18 und Hobies auf die Bahn gehen.

Erstmals vor Kiel dabei sind die Musto Performance Skiffs (MPS), deren Konstrukteur Dr. Joachim Harpprecht aus Molfsee stammt. Für eine weitere Skiff-Klasse wird die Kieler Woche der erste große Auftritt überhaupt. Die 29erXX haben Ambitionen, bei den Olympischen Spielen 2016 die Klasse für die gerade erst nominierte Disziplin High Performance der Frauen zu sein. Die aus dem Jugendskiff hervorgegangene Klasse mit größerem Rigg ist noch im Wachsen begriffen.

Segelsport auch an Land attraktiv
Tracking-System, dank GPS und Internet, macht Segelsport auch an Land attraktiv. Die Technik ist so einfach wie kompliziert. Jedes Boot wird mit einem GPS-Sender ausgestattet, der viermal in einer Sekunde seine Position an den Rechner an Land schickt. Dort werden alle Daten verarbeitet und auf einer Karte dargestellt, und mit zwei Klicks im Internet ist man dann mitten im Geschehen. Dazu werden Video-Live-Bilder direkt von den Begleitboot übermittelt, so dass der Zuschauer mitten im Geschehen ist. Die Tornado-Wettkämpfe auf der Innenförde, jeden Tag eine Bootsklasse auf der Förde, die Medal-Races sowie das Match Race sollen so übertragen werden. Der Kieler-Woche-Partner SAP legt natürlich besonderen Wert auf diese Übertragung des Segelsports. So gelangt der Regattasport an ein größeres Publikum.

Spi-Start zum Kieler Woche-Auftakt
„Die Spinnaker der Regattayachten vor der Kieler Innenstadt und der volle Eckernförder Hafen, das sind doch die Bilder, die um die Welt gehen, die den Start der Kieler Woche verkünden", beschreibt der Kieler Seebahnchef, Eckhard von der Mosel, den Kieler Woche-Auftakt mit dem Dickschiffstart nach Eckernförde.

Dem „Welcome Race“ nach Eckernförde und der Rücktour folgen drei Tage „Kiel-Cup“ (Montag, 20., bis Mittwoch, 22. Juni), zwei Tage Langstrecke, das „Silberne Band“ (Donnerstag, 23. Juni, bis Freitag, 24. Juni) sowie die Mittelstrecke „Senatspreis“ am zweiten Samstag der Kieler Woche (25. Juni) zum Abschluss.

Kiel geht auch Offshore
Zum sechsten Mal ermitteln die deutsche Seesegler ihre Meister während der Kieler Woche (18. bis 26. Juni). Während vor Flensburg am ersten Wochenende der Fördewoche (8. bis 11. September) die Inshore-Meister, die zum 16. Mal ermittelt werden, gekürt werden, geht es vor Kiel um die erst zum dritten Mal eigenständig ausgetragenen Offshore-Meisterschaften der Vermessungsklassen nach ORCinternational. „Wir hoffen auf eine ähnliche Größenordnung der Teilnehmerfelder wie im Vorjahr. Mit über 50 Schiffen sollte es je nach Klassenaufteilung möglich sein, in den Gruppen ORC I, II sowie III+IV Meister zu ermitteln“, so Eckhard von der Mosel, Organisationsleiter für das Seesegeln vom Kieler Yacht Club.

Die Offshore-Meisterschaft beginnt mit dem Welcome-Race sowie der Rückregatta von Eckernförde nach Kiel. Zur Wochenmitte werden die Yachtcrews dann zur Übernacht-Regatta zum Silbernen Band auf den Kurs geschickt, und den Abschluss bilden schließlich die Rennen des Senatspreises.

X99-Andrang zum Goldcup
Die X-99 Klasse hat das Event zur German-Open und zum X99-Goldcup aufgewertet und nutzt damit alle neun Kieler-Woche-Tage aus. „Wir möchten den Rahmen für mehr Öffentlichkeit nutzen“, erklärt die treibende X-99-Kraft, Olaf Bohl vom Yacht-Club Strande. Über 40 Meldungen liegen bereits vor, um auf der Bahn Alpha ihre Meister zu ermitteln. „Die Klasse freut sich auf Kiel. Mit über 600 Einheiten ist die X-99-Klasse weltweit die stärkste im Zehn-Meter-Bereich“, erklärt Christian Soyka (Itzehoe) die Bedeutung der X-99. Der dreifache Weltmeister in dieser Klasse zählt in Kiel zu den Favoriten.

Gemeinsam mit dem Kieler Yacht-Club werden auch die Social Events geplant. Am Donnerstagabend wird der Goldcup gemeinsam mit der Farr 30-Europameisterschaft in Schilksee feierlich eröffnet.

Die Farr 30 (früher Mumm 30), die erstmals Kiel in ihre Planung aufnehmen, nutzen den Kiel-Cup als Auftakt-Race, um dann die Europameisterschaft im Rahmen der Kieler Woche auszusegeln. Die Melges 24 segeln im Rahmen des Kiel-Cups parallel um die German Open.

Foxtrott mit One-Design
Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr ist die Bahn Foxtrott erneut der Mittelpunkt der One-Design-Yachten. Im Olympischen Teil (Samstag, 18. Juni, bis Mittwoch, 22. Juni) wird die Bahn Foxtrott vor Laboe den Seebahnen zugeordnet und wendet sich an die Einheitsklassen wie CB66, J/80, Melges 24, Streamline, Laser SB3 sowie Albin Express.

http://www.kieler-woche.de

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