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Gold, Silber, Bronze: Deutsche Sporttaucher trotz Hitzerekord weiter auf Medaillenkurs

copyright VDST; Fotografin C. Müller Mit dreifach GOLD, einfach SILBER und dreifach BRONZE glänzten die Deutschen Flossenschwimmer bei den diesjährigen Europameisterschaften im russischen Kazan. So setzt sich der Medaillenkurs für die Nationalteams des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) nach dem Doppel-Europameistertitel im Unterwasser-Rugby Ende Mai fort.

August 2010 - Russland meldet die höchsten Temperaturen in der Region seit 139 Jahren.  Trotz dieser massiven Hitzewelle startete das deutsche Nationalteam des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) mit 18 weiteren europäischen Finswimming-Teams vom 27. Juli bis 3. August 2010 zu den CMAS Finswimming European Championships 2010 im russischen Kazan.

Die ersten fünf Wettkampftage fanden in der Schwimmhalle des - für die Universiade 2013 neu gebauten - Sportkomplexes in der Hauptstadt der Provinz Tartastan statt. Gleich am ersten Tag erkämpfte die noch junge deutsche Herren-Staffel die Bronzemedaille über 4x200 Meter Flossenschwimmen. Am zweiten Wettkampftag standen zwei deutsche Langstreckler im Finale über 1500m FS. Der amtierende Weltmeister Sven Lützkendorf erkämpfte sich nach 12:25,21 Minuten seinen ersten Europameistertitel gegen die starke osteuropäische Konkurrenz und erhielt die Goldmedaille.
Auch die Damen zeigten glänzende Leistungen:  Sandra Pilz erfüllte sich ihren Traum von einem Einzeltitel , entschied die 400 Meter Streckentauchen mit sechs Sekunden Vorsprung für sich und unterbot mit dieser Leistung den fünf Jahre alten deutschen Rekord von Carolin Stut. Mit Tränen der Freude nahm sie dafür ebenfalls die Goldmedaille entgegen.  
Gleich einen Tag später holte sich Pilz souverän ihr zweites Gold auf der doppelten Distanz und legte somit zusammen mit der Goldmedaille von Lützkendorf den Grundstein für das Gesamtergebnis der VDST-Nationalmannschaft:  Platz vier im Medaillenspiegel.
Die Russen selber gewannen mit großem Abstand zum Dauerkonkurrenten Ukraine den Medaillenspiegel mit 17x Gold, stellten dabei drei Weltrekorde und einen Europarekord auf. Platz drei ging an Italien.

Für die Freigewässerkämpfe an den folgenden Tagen wurde ein ruhiger Abschnitt der Kazanka ausgewählt. Hatten sich die Teams im Vorfeld auf niedrige Temperaturen wie 2009 in St. Petersburg eingestellt, so wurden sie diesmal von fast 30°C Wassertemperatur und ständigen 40°C Lufttemperatur überrascht.
Dennoch brachte der erste Tag im Freigewässer den deutschen Langstrecklern zwei weitere Medaillen. Die Damen Christine Müller, Carolin Köpping, Christin Saupe und Sandra Pilz erkämpften sich hinter der Ukraine und Russland die Bronzemedaille. Die zweifache Europameisterin Pilz holte in der letzten Runde alles aus sich heraus und zog der französischen Schlussschwimmerin davon. "Das war das härteste Rennen meines Lebens!", sagte die Polizistin aus Leipzig nach ihrem Zieleinlauf.
Wie die VDST-Herren David Pennewiss, Tom Raese, Yves Rolack und Christian Höra hatten auch die führenden Russen, die gegen die Mittagszeit starteten, noch mehr mit der Hitze zu kämpfen; sie mussten vor dem letzten Wechsel den schon sicher geglaubten Sieg abgeben, da der dritte Sportler völlig die Orientierung verlor und teilweise im Kreis schwamm. Italiener, Franzosen und Deutsche zogen an ihnen vorbei. Am Ende reichte es für Russland nur noch zu Platz drei hinter den siegreichen Italienern und dem VDST-Team, das hier Vizeeuropameister wurde.  

Wegen der massiven Hitze wurden aus gesundheitlichen Gründen die ausgeschriebenen 20 Kilometer auf 12 Kilometer reduziert. Langstreckenspezialist Christian Höra schwamm in einem beherzten Rennen zur Bronzemedaille - dabei sah es zunächst noch gar nicht danach aus. Erst ab Kilometer 11 schob sich der Weltmeister von 2009 unaufhörlich nach vorn. Mit einem für diese Distanz hauchdünnen Rückstand von fünf Sekunden belegte Höra hinter dem führenden Russen Platz drei.  
„Das waren trotz sehr harter Bedingungen die erfolgreichsten Europameisterschaften seit der deutschen Wiedervereinigung. Unser VDST-Team war bestens eingestellt!“, freut sich Lutz Riemann VDST-Bundestrainer Flossenschwimmen; auch VDST-Präsident Prof. Dr. Franz Brümmer ist hocherfreut: „Wir sind sehr stolz auf die Leistungen unserer Sportler, gerade auch vor dem Hintergrund der Wetterbedingungen bei den Freigewässerwettkämpfen!“


Im Verband Deutscher Sporttaucher e.V. sind heute über 75.000 Unterwassersportlerinnen und -sportler in rund 1.000 Tauchsportvereinen in Deutschland organisiert. Dabei bietet der VDST in seinen Vereinen die besten Möglichkeiten, das Sporttauchen zuverlässig, kostengünstig und vor allem sicher zu erlernen und auszuüben – auch in heimischen Gewässern.
Jedes Verbandsmitglied profitiert von einem umfangreichen Versicherungspaket mit Tauchunfall-, Haftpflicht und Rechtschutzversicherung sowie einer medizinischen Notfall-Hotline, die sowohl bei Tauchunfällen aber auch bei allen anderen Erkrankungen oder Unfällen für VDST-Mitglieder da ist. Auch die ganz allgemeine Auslandreisekrankenversicherung ist dabei inklusive.
Zudem ist der VDST einziger deutscher Vertreter des Welttauchsportverbandes, der Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) und bietet seinen Mitgliedern damit eine international anerkannte Brevetierung. Das hohe Qualitätsniveau der Ausbildung ist durch die „European Underwater Federation“ (EUF) nach europäischen Normen zertifiziert.
Die Bundesgeschäftsstelle gibt gerne weitere Informationen und Auskünfte zu diesen und anderen Themen rund um das Sporttauchen.

Ansprechpartner
Verband Deutscher Sporttaucher e.V.
Bundesgeschäftsstelle: Berliner Str. 312, 63067 Offenbach

Tel   +49 69 - 9819 02 12       http://www.vdst.de

 

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