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Kanupolo

Kanupolo ist ein Mannschaftssport, bei dem 2 Teams mit je 5 Spielern gegeneinander antreten und der auf einer Wasserfläche gespielt wird. Dabei sitzen die Spieler in kleinen und wendigen Einerkajaks und versuchen den Ball mit der Hand oder mit dem Paddel in das gegnerische Tor zu bringen. Es wird mit fliegendem Torwart gespielt. Das heißt, dass immer der Spieler Torwart ist, der gerade dem Tor am nächsten ist.

Wikipedia, User FlippoKanupolo gehört zu den eher unbekannten Sportarten. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren allerdings eine rege Szene gebildet und der Sport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Über 100 Vereine in Deutschland üben diesen Sport aus, sowie eine große Anzahl an Vereinen in anderen Ländern wie England, Frankreich, Schweiz, Holland, Belgien und Spanien. Eine gesellschaftliche Bedeutung ist nicht vorhanden, doch jedes Jahr steigt die Anzahl der Kanu-Vereine, die Kanupolo anbieten, stärker an. Nicht nur Vereine spielen Kanupolo, sondern auch Schulen und Hochschulen haben es in ihr Programm aufgenommen. Auch hier ist eine zunehmende Ausbreitung zu beobachten.

1. Einleitung

Kanupolo wird in einem rechteckigen Spielfeld auf stillen Gewässern gespielt. Es treten 2 Teams mit je 5 Feldspielern in Kajaks gegeneinander, die versuchen, den Ball öfter in das gegnerische Tor zu befördern als der Gegner. Ein Tor wird, wie im Fußball, nur gezählt, wenn der Ball mit vollem Umfang die Torbegrenzung überquert hat. Die Tore befinden sich in der Mitte der beiden kurzen Seiten des Spielfelds. Der Spieler, der dem Tor am nächsten ist, zählt als Torwart; dieser darf nicht angegriffen werden, solange die Angreifer im Ballbesitz sind. Allerdings muss der verteidigende Spieler mit dem Heck seines Bootes unter dem Tor liegen, um als Torwart anerkannt zu werden und damit unter besonderem Schutz zu stehen. Ein Team besteht aus höchstens 8 Spielern, 5 Feldspieler und 3 Auswechselspieler, die jederzeit beliebig oft eingewechselt werden können. Die Spieldauer beträgt 2 mal 10 Minuten mit einer Halbzeitpause von 3 Minuten. Sieger ist das Team, das mehr Tore erzielen konnte. Bei unentschiedenen Entscheidungsspielen werden 2 mal 3 Minuten Verlängerung mit „Golden Goal“-Regel gespielt – in Finalspielen können es 2 mal 10 Minuten sein. Steht danach wiederholt kein Sieger fest, gibt es ein Entscheidungswerfen (Penaltywerfen).

2. Spielfeld

Wikipedia, Alexander KriebelDie Größe des Spielfelds beträgt 23 x 35 Meter, kann aber gerade in Hallenbädern auch kleiner sein. Es wird durch Schwimmleinen begrenzt und die Wassertiefe muss mindestens 90 cm und die Deckenhöhe 5 Meter betragen. Die 1 x 1,5 Meter großen Tore sind in 2 Meter Höhe (Wasseroberfläche bis Oberkante der Unterlatte des Tores) an den kurzen Seiten des Spielfeldes angebracht. Der Auswechselbereich befindet sich 4 Meter von der Tormitte zu beiden Seiten. Zusätzlich wird die 6 Meter Zone durch Markierungen an der Seitenlinie kenntlich gemacht und weitere Markierungen in 4,5 Meter Entfernung vom Tor für das Penaltywerfen.


3. Material und Ausrüstung


Die Spieler tragen zum Schutz Schwimmwesten und einen Helm mit Schutzgitter, ähnlich der Helme beim Eishockey. Gespielt wird in Kanupolobooten und mit Polopaddeln, welche etwas robuster als gewöhnliche Paddel gestaltet sind, da sie durch hart geworfene Bälle schnell brechen könnten. Oft werden die Paddel aus Faserverbundwerkstoffen wie Kohlefaser oder Aramid (Kevlar) gefertigt, um eine hohe Stabilität bei möglichst wenig Gewicht zu erreichen. Ähnliches gilt für die Boote, welche speziell auf Wendigkeit und Stabilität ausgelegt sind. Für einen dichten Abschluss zwischen Boot und Spieler trägt man eine sogenannte Spritzdecke, die meist aus Neopren besteht. Der gelbe Ball ist aus Nylon gefertigt und mit einer aufgerauhten Gummierung versehen, damit man ihn im Wasser besser festhalten kann. Es gibt Damen- und Herrenbälle, die sich in der Größe und Gewicht unterscheiden. Die gleichen Bälle werden auch beim Wasserball verwendet.

4. Regeln

Der Ball kann sowohl mit den Händen als auch mit dem Paddel gespielt werden. Es ist untersagt den Ball länger als 5 Sekunden in der Hand zu halten, er muss rechtzeitig mindestens 1 Meter horizontal vom Körper weggespielt werden. Jede Berührung des Gegenspielers mit dem Paddel oder ein gefährlicher Paddelgebrauch wird geahndet. Gegner im Ballbesitz dürfen durch Schubsen an der Schulter, der Seite und dem Rücken zum kentern gebracht werden. Jedes gefährliche Spiel wird als Foul abgepfiffen, dazu gehört auch das Schubsen auf einen anderen Spieler und auf eine Schwimmleine. Jeglicher Paddelkontakt mit dem Gegenspieler ist untersagt und kann bei Wiederholung zu einer Zeitstrafe führen. Um in den Ballbesitz zu kommen oder an eine Wurfposition zu gelangen, ist es erlaubt das gegnerische Boot mit dem eigenen Boot zu verschieben. Ein unerlaubter Kajakangriff liegt vor, wenn das gegnerische Boot in einem Winkel von 90 Grad angefahren, der Körper des Gegenspielers berührt wird, der Gegner sich nicht im Umkreis von 3 Metern zum Ball befindet oder er nicht um den Ball kämpft. Bei einem Seitenaus, Toraus oder Eckball, wird ein Freiwurf ausgeführt. Auf Regelverstöße, die ein sicheres Tor verhindern, folgt ein Penalty. Dabei steht ein Spieler des benachteiligten Teams an der 6 Meter Linie vor dem freien Tor und darf direkt versuchen ein Tor zu erzielen. Die restlichen Spieler beider Teams müssen auf der anderen Hälfte des Spielfeldes liegen und dürfen erst nach dem Wurf wieder eingreifen. Nicht zu verwechseln mit dem Entscheidungswerfen (Penaltywerfen), welches eine endgültige Entscheidung bei einer erfolglosen Verlängerung bringen soll. Hier wird von der 4,5 Meter Linie geworfen, allerdings wird das Tor vom Torwart verteidigt.

Zwei Schiedsrichter pfeifen ein Spiel. Sie werden von zwei Linienrichtern, dem Zeitnehmer und dem Protokollführer unterstützt. Die Schiedsrichter geben nach einem Regelverstoß Freiwurf für die benachteiligte Mannschaft. Je nach Schwere des Verstoßes können auch Karten gezeigt werden: Grün – Verwarnung, Gelb – Zwei Minuten Platzverweis und Rot - Platzverweis bis zum Spielende und eventuell weitere Konsequenzen.

5. Taktik

Wikipedia, Alexander KriebelNeben der körperlichen Fitness nimmt auch der taktische Anteil einen hohen Stellenwert ein. Besonders in oberen Leistungsklassen entscheiden die richtigen Taktiken über Sieg und Niederlage.
mögliche Aufstellung

Um das Tor bestmöglich zu verteidigen wird meist eine Aufstellung direkt vor dem Tor eingenommen, um den Angreifern den Weg zum Tor zu versperren. Die Verteidigung versucht keine Angreifer vorbei bzw. nicht in eine Wurfposition kommen zu lassen. Neben verschiedenen Aufstellungsvarianten kann auch ein Verfolger sinnvoll sein, der den ballführenden Spieler angreift um Druck auf die Offensive auszuüben. Je nach Taktik und Stärke der Angreifer muss die Verteidigung teilweise enorm angepasst werden. Falls die Angreifer auf Zeit spielen, kann auch ein beherzter Ausfall aller Verteidiger zum Ballbesitz und folgendem Konter führen. Um einen hohen Druck auf die Angreifer auszuüben wird Manndeckung gespielt, was das Risiko eines Gegentors aber erhöht. Daher wird meist wieder zur Raumdeckung gewechselt, sobald der Gegner die Mittellinie überquert.

In der Offensive sind Zusammenspiel und Bewegung besonders wichtig. Es kann versucht werden Lücken in der Defensive zu schaffen, ein Überzahlspiel zu erzeugen oder das gegnerische Team zusammenzuschieben. Die Angreifer müssen ein besonderes Augenmerk auf Schwachstellen in der Abwehr richten und die schwächsten Spieler identifizieren. Der Ballbesitz ist wertvoll, überhastete Torwürfe führen selten zu einem Tor. Ein großer Anteil der Tore werden allerdings durch Konterangriffe erzielt, deshalb ist das Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt eine elementare Fähigkeit eines guten Teams.

6. Geschichte

Zu Zeiten als Kanuten ausschließlich Rennen fuhren und weite Strecken in teuren Booten zurücklegten, fing man an, sich Gedanken über Mannschaftssport zu machen. Der Kanusport war bis dato nicht bedeutsam und dies spiegelte sich auch in den geringen Zuschauerzahlen wider. Das Interesse an einen Fluss zu fahren und für einen kurzen Moment Boote vorbei ziehen zu sehen hatten nur wenige. Um diesen Zustand zu ändern hielt man nach erfolgreichem Teamsport Ausschau. Fußball mauserte sich gerade zum Volkssport und so beschloss man ein ähnliches Konzept zu verfolgen. Es galt also, den Kanusport auf ein Spielfeld zu bugsieren und darauf zwei Mannschaften um Ball und Tore kämpfen zu lassen. Und genau diese Idee verfolgten Kanusportler in England bereits seit Jahren. Sie nannten es Kanupolo.

Diese Idee wurde 1926 vom Deutscher Kanu-Verband (DKV ) aufgegriffen und man gab die ersten Spielregeln bekannt, die noch sehr an Fußball bzw. Wasserball angelehnt waren. Es wurde auf einem Großfeld gespielt mit 90 bis 120 Meter Länge und 50 bis 90 Meter Breite. Die Mannschaften bestanden aus 11 Feldspielern und der Ball durfte nur mit dem Paddel in etwas größere Wasserballtore befördert werden. Der Torwart durfte als einziger Spieler den Ball auch mit der Hand spielen. Weiterhin gab es eine Abseitsregel und es wurde 2 mal 45 Minuten gespielt, mit 10 Minuten Pause. Die Spiele fanden in Faltbooten statt, die zwar gut gepolstert waren aber schnell beschädigt wurden. Die ersten Spiele fanden 1927 statt. Federführend war der Wassersportverein Polizei Hamburg, der anlässlich der Deutschen Kanumeisterschaften gegen eine Kombination aus Bremen und Berlin spielte. Aus diesen Erfahrungen entwickelten sich erste Regeländerungen. Alle Spieler durften jetzt den Ball mit der Hand spielen und es wurde nur noch 5 gegen 5 gespielt. Das Spielfeld wurde auf 60-90 Meter Seitenlinie und 40-60 Meter Torlinie, verkleindert. Die Spielzeit wurde auf 2 mal 30 Minuten gekürzt und der Ausschluss (Feldverweis) wurde eingeführt. Der Ball durfte nur 3 Sekunden in der Hand gehalten werden. 1928 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften in Potsdam ausgetragen, bei denen sich „WSA Polizei Hamburg“ gegen „VFK Lübeck“ durchsetzte und erster Deutscher Meister im Kanupolo wurde. Die hohen Reparaturkosten und der beginnende Zweite Weltkrieg führten 1935 zum vorläufigen Aus für den noch jungen Sport.

Kanupolo machte 1965 im Verbandsorgan des DKV, der Zeitschrift Kanusport, durch eine kleine Notiz wieder auf sich aufmerksam. Es wurden Vereine gesucht, die an einer Neuauflage des Kanupolos Interesse hätten. Gemeldet haben sich daraufhin hauptsächlich einige Vereine aus dem Räumen Nordrhein-Westfalen und Hamburg, darunter auch wieder die Vorkriegsvereine „KG Wanderfalke Essen“ und „WSV Polizei Hamburg“. Ein Poloeinheitsboot wurde entworfen. Es sollte kurz, stabil, und sehr wendig sein. Puffer an den Enden sollten die Boote, bei nicht zu vermeidenden Kollisionen im Spiel, vor allzu starken Beschädigungen schützen. Das Einheitsboot wurde unter anderem darum entworfen, um beim Spiel keiner Mannschaft einen Vorteil zu verschaffen. Ein großer Faktor spielte natürlich die Kostenfrage. Hätte man mehrere Bootstypen gehabt, so wäre das einzelne Boot teurer gewesen. Bei größeren Stückzahlen hingegen ließen sich die Kosten doch erheblich senken.

Nach ersten Demonstrationsspielen und einigen Turnieren fanden 1971 wieder Deutsche Meisterschaften in Salzgitter statt. Erst 1989 übernahm der DKV die Regeln des International Canoe Federation (ICF) und 1991 die grundsätzlich Heute noch gültigen Kleinfeldregeln. Nun spielte man auf kleineren Feldern und in kurzen, leichten Booten. Dadurch wurde der Sport auch für Zuschauer wesentlich attraktiver. Erstmals wurden 1994 in Sheffield Weltmeisterschaften ausgetragen, bei denen sich die deutschen Herren den Titel des Vizemeisters sicherten. Seitdem werden Welt- und Europameisterschaften im jährlichen Wechsel veranstaltet, bei den ersten Weltmeisterschaften in Deutschland 2002 in Essen gingen 27 Nationen aus 6 Kontinenten an den Start. 1995 wurde die Kanupolo Bundesliga für die Herren eingeführt.

7. Wettkämpfe

Die Wettkämpfe werden beim Kanupolo nicht in einzelnen Spielen ausgetragen, sondern in Turnierform. Das liegt vor allem an der im Verhältnis zur Anreise kurzen Spieldauer von circa 30 Minuten. Vereine nehmen pro Jahr an vielen Turnieren teil und spielen auch in verschiedenen Leistungsklassen auf diesen Turnieren. Entscheidend für den Auf- oder Abstieg aus einer Klasse sind allerdings einzig die Deutschen Meisterschaften, eine Ausnahme stellt hier die Bundesliga dar. Turniere werden meist als Verbandsturniere, Spaßturniere oder Hochschulturniere veranstaltet. Es wird sowohl eine Herrenklasse als auch eine Damenklasse gespielt, zusätzlich gibt es Schüler-, Jugend- und Juniorenklassen. Die Spaß- und Hochschulturniere werden meist "Mixed" ausgetragen, das bedeutet, dass mindestens ein Mann und eine Frau pro Mannschaft auf dem Spielfeld sein muss.

Altersklasseneinteilung

Schüler C 7 bis 9 Jahre

In dieser Klasse werden keine Meisterschaften ausgetragen

Schüler B 10 bis 12 Jahre
Schüler A 13 oder 14 Jahre
Jugend 15 oder 16 Jahre
Junioren 17 oder 18 Jahre
Leistungsklasse ab 19 Jahre

Die Leistungsklasse hat keine Altersbeschränkung nach oben

Senioren A 32 bis 39 Jahre
Senioren B 40 bis 49 Jahre
Senioren C 50 bis 59 Jahre
Senioren D ab 60 Jahre


7.1 Bundesliga

Die Bundesliga (LK1) setzt sich aus 12 Mannschaften zusammen und wird an 5 Spieltagen ausgespielt. Sie wird in 2 Gruppen zu 6 Teams aufgeteilt. Die ersten 4 Spieltage finden bei ausgewählten Vereinen der Bundesliga statt. Weiterhin wird zwischen "kleinen" und "großen" Spieltagen unterschieden. Bei kleinen Spieltagen spielen die beiden Gruppen an getrennten Orten und bei den großen Spieltagen alle Teams zusammen. Der 5. Spieltag wird auf der Deutschen Meisterschaft ausgetragen, dort finden die Ausspielungen statt, und die Saisonplatzierungen werden ermittelt. Die Platzierungen 11 und 12 sind die Absteiger und die ersten Beiden der Leistungsklasse 2 (LK2), die ausschließlich auf der Deutschen Meisterschaft ausgetragen wird, steigen in die Bundesliga auf. Die Bundesliga wurde 1995 erstmals ausgetragen.

Seit der Saison 2008 wird auch zum ersten Mal eine Damen-Bundesliga ausgespielt. Im ersten Jahr sind 8 Damenmannschaften in der Liga vertreten. Hier wird an zwei Spieltagen (Hin- und Rückrunde) eine Tabelle ausgespielt.


7.2 Deutsche Meisterschaften

Die Deutsche Meisterschaft wird jährlich ausgetragen und findet an einigen Tagen im August/ September statt. Mannschaften der jeweiligen Leistungsklassen treten gegeneinander an und kämpfen um Auf- und Abstiegsplätze sowie um die Deutsche Meisterschaft. Jede Leistungsklasse besteht aus 12 Mannschaften mit Ausnahme der Damen Bundesliga, die 8 Mannschaften enthält.

Hier wird die Endrunde der Bundesliga (Herren) ausgetragen, bei denen die ersten 8 Mannschaften um die Deutsche Meisterschaft spielen und die 4 Letztplatzierten um den Klassenerhalt und die Endrunde der Bundesliga (Damen). Jeweils die letzten beiden Teams der Bundesligen steigen in die LK II ab.

In der LK II wird in 2 Gruppen "Jeder gegen Jeden" gespielt. Das Spielsystem der Zwischen- und Endrunde wird vom Ausrichter in Abstimmung mit dem Ressortleiter bekannt gegeben. Die ersten beiden Teams steigen in die LK I auf, die beiden letzten steigen in die LK III ab. Das selbe Spielsystem gilt auch für alle Leistungsklassen darunter. Einzig die Regelungen der Ab- und Aufsteiger unterscheiden sich. Bei der LK III steigen wie bei den oberen Leistungsklassen die beiden besten Mannschaften auf, allerdings steigen die vier letzten (9.-12.) ab.

Bei den Leistungsklassen IV und V können 2 Optionen angewandt werden. Entweder steigen die Teams 1 bis 4 auf und 9 bis 12 ab, oder es findet noch eine Relegationsrunde statt. Diese erlaubt Teams aus unteren Klassen außerhalb der Aufstiegsrunde den Aufstieg in die LK III. Bei der zweiten Option steigen dann die ersten beiden Teams der LK IV und der Relegationsrunde auf.

In den Klassen Schüler, Jugend und Junioren wird bei 5 bis 7 Mannschaften "Jeder gegen Jeden" gespielt; bei mehr gemeldeten Teams wird auch hier in Gruppen aufgeteilt. Wird die Anzahl von 18 Mannschaften innerhalb von 2 Jahren dauerhaft überschritten, können Leistungsklassen eingeführt werden.

7.3 Weltmeisterschaften

Seit 1993 gibt es im Kanupolo auch Welt- und Europameisterschaften. In den geraden Jahren finden die Weltmeisterschaften der Herren, Damen, Herren U21 und Damen U21 statt, in den ungeraden Jahren die Europameisterschaften.

Jahr Ort Herren Damen U21 Herren U21 Damen
1994 Sheffield/Großbritannien Australien Australien

1996 Adelaide/Australien Australien GB

1998 Aveiro/Portugal Australien Australien

2000 São Paulo/Brasilien GB Deutschland

2002 Essen/Deutschland GB Deutschland Deutschland Deutschland
2004 Miyoshi/Japan Niederlande GB Spanien
2006 Amsterdam/Niederlande Frankreich Deutschland Frankreich
2008 Edmonton/Kanada 21.7. bis 24.7. Niederlande GB GB
2010 Mailand/Italien




7.4  Europameisterschaften

Jahr Ort Herren Damen U21 Herren U21 Damen
1993 Sheffield/Großbritannien Deutschland Deutschland
1995 Rom/Italien GB Deutschland
1997 Essen/Deutschland Frankreich GB
1999 Mechelen/Belgien Frankreich Deutschland GB Frankreich
2001 Bydgoszcz/Polen Deutschland GB Frankreich Deutschland
2003 Kilcock/Irland Niederlande Deutschland Deutschland
2005 Madrid/Spanien Deutschland GB Spanien
2007 Thury-Harcourt/Frankreich Niederlande Deutschland Frankreich Deutschland
2009 Essen/Deutschland


8. Hochschulsport

An einigen Hochschulen gehört Kanupolo zum festen Sportprogramm. Neben der Sportausbildung werden auch hier Wettkämpfe abgehalten. Dazu gehören eine Vielzahl von Spaßturnieren, ein Länderpokal und jedes Jahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften. Bei Hochschulturnieren werden die Begegnungen meist Mixed ausgetragen (mindestens eine Frau und ein Mann auf dem Spielfeld) und je nach Veranstaltung die Spielzeit auf 7 Minuten pro Halbzeit gekürzt. Der Hochschulsport ist eine gute Möglichkeit um einen Einblick in den Sport Kanupolo zu bekommen und an Wettkämpfen teilzunehmen.

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