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Motorbootsport

Ähnlich dem Automobilsport untergliedert sich der Motorbootsport in zahlreiche Klassen. Zu unterscheiden sind hauptsächlich Inshore- und Offshore-Rennen. Inshorerennen (Rennen „innerhalb der Küste“) finden auf Flüssen oder Seen statt. Ihre Königsklasse ist die Formel 1.

Die Offshorerennen finden im Meer in Küstennähe statt. Hier wird mit den sogenannten Powerboats gefahren.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1908 in London war Motorbootrennen erstmals eine Olympische Disziplin.

1. Organisation

f1_champboat_minneapolis_2006Weltdachverband für den Motorbootrennsport ist die „Union Internationale Motonautique" (U.I.M.) mit Sitz in Monaco. Ihr gehören derzeit 45 nationale Verbände an, in denen Motorbootrennsport betrieben wird.

Präsident der U.I.M. ist seit November 2007 der Italiener Raffaele Chiulli. Der langjährige Präsident Ralf Fröhlich aus Deutschland war aus Gesundheitsgründen zurückgetreten.

Die Sporthoheit in Deutschland liegt beim Deutschen Motoryachtverband e.V. (DMYV) mit Sitz in Duisburg.

Die einzelnen Rennen werden von Vereinen organisiert, die Mitglieder des nationalen Verbandes sind, z.B. Ortsclubs des ADAC.

2. Serien und Klassen

Die unterschiedlichen Boots- und Motorenformen werden entsprechend dem Reglement des Weltdachverbandes U.I.M. in Serien eingeteilt. Die häufigsten Serien sind:

  • O - Rennboote mit Außenbordern
  • S - Sportboote (Katamarane) mit serienmäßigen Außenbordern
  • T - Tourenboote (Dreikantfeilen) mit serienmäßigen Außenbordern
  • P - Schlauchboote mit Außenbordern
  • R - Rennboote mit Innenbordern
  • E - Sportboote mit serienmäßigen Innenbordern

Alle diese Serien sind noch einmal nach dem Hubraum ihrer Motoren unterteilt. So gibt es z.B. in der Serie „O" elf Klassen von O 125 (bis 125ccm) bis O ∞ (über 3000ccm).

2.1 Deutschland

In Deutschland werden überwiegend folgende Klassen gefahren:

  • Außenbord-Klassen: O/F-125, O/F-250, O/F-350, O/F-500, O-700
  • Innenbord-Rennboote: Formel-R1000,
  • Nachwuchsrennklassen: Formel ADAC, DMYV-T550, OSY-400


2.2 USA

In den USA hat sich, ähnlich wie beim Automobilsport, eine eigene Rennsportkultur herausgebildet. Praktisch nur hier gibt es z.B. Drag Boats und Unlimited Hydroplanes.

Drag Boats erreichen ihre hohen Geschwindigkeiten nur auf sehr kurzen Strecken und sind das Pendant zu den Dragster-Fahrzeugen an Land. Hier geht es um maximale Beschleunigung auf einer Geraden.

Die Königsklasse der Rennboote sind die Unlimited Hydroplanes, die die höchsten Geschwindigkeiten erreichen.

3. Meisterschaften

In allen definierten Klassen können Welt- bzw. Europameisterschaften ausgetragen werden. Neuerdings werden diese Meisterschaften in vielen Klassen als Serie ausgetragen, d.h. es finden mehrere Rennen in verschiedenen Ländern statt, die Wertungspunkte werden am Jahresende zusammengezählt. Bei diesen Serien spricht man dann nicht mehr z.B. von der „Klasse O-250", sondern von der „Formel 250". Die Serien gibt es teilweise als Welt- oder Europameisterschaftsserie. Meisterschaften, die nicht in einer Serie ausgetragen werden, finden an einem Wochenende in vier Läufen statt, wobei jeder Fahrer ein Streichergebnis hat.

4. Start-Varianten

4.1.1 Fliegender Start

4.2.1 mit Startuhr

(Bei Binnenrennen) Die Fahrer entscheiden selbst, wann Sie innerhalb der angezeigten Vorbereitungszeit aufs Wasser gehen. Sie kreisen in der „Vorbereitungszone“, nicht in der „Sicherheitszone“ 150 m vor der Startlinie. In der letzten Minute läuft dann ein Sekundenzeiger rückwärts. Bei „0“ dürfen die Boote die Startlinie überqueren. Diese Startform wurde vor etlichen Jahren als „gefährlich“ eingestuft, da es häufig zu Unfällen kam. Daher wird sie heutzutage nur noch selten verwendet. Gebräuchlich ist daher der „Jetty-Start“.

4.2.2 mit Masterboot

(Bei Offshorerennen) Die Boote versammeln sich auf dem Wasser. Ein Boot der Rennleitung (Masterboot) nimmt Fahrt auf, beschleunigt und gibt mit Senken einer Flagge den Start frei. Ab diesem Moment dürfen die Teilnehmer das Masterboot überholen.

4.2 Jetty-Start

Gebräuchlichste Startform bei Binnen-Rennen. Die Boote liegen am Steg und dürfen bis 30 Sekunden vor dem Start die Motoren warm laufen lassen. Dann kommt die rote Ampel und erst bei Verlöschen des Rotlichts dürfen die Motoren wieder gestartet werden und die Boote los fahren. Statt an einem Steg können die Boote auch einfach nur im knietiefen Wasser liegen. Dies findet man auf amerikanischen Seen häufig.

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