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Playboating

Wikipedia, Thorsten HartmannDas Playboating (englisch), deutsch Spielbootfahren, früher auch Kanurodeo, ist eine junge Disziplin des Kanusports. Die Wettkampfform des Playboating heißt Freestyle. Dabei führt man in einer künstlichen oder natürlichen Welle oder Walze mit einem Kajak oder Kanadier verschiedene Kunststücke vor. Im Paddlerjargon nennt man es heute meist "PARKnPLAY", da der Sport an einer einzigen Welle oder Walze ausgeübt wird und man den Fluss meist an der selben Stelle verlässt, an der man eingestiegen ist.

1. Geschichte

Kanurodeo begann in den 1980er Jahren. Die damals für das Wildwasserfahren gebauten Kajaks wurden kürzer und erlaubten so die ersten Figuren (englisch Moves). Jan Kellner, Olli Grau und andere Paddler machten die Sportart besonders bei jüngeren Paddlern in Deutschland bekannt und beliebt.

In den 1990er Jahren fanden die ersten, noch nicht von der ICF ausgerichteten Weltmeisterschaften statt, die zunächst von deutschen Fahrern dominiert wurden. Die Sportart nahm eine sehr dynamische Entwicklung, die von den Bootsherstellern gefördert wurde, die im Abstand von z.T. nur wenigen Monate neue Bootsgenerationen auf den Markt brachten. Im Zuge einer international zunehmenden Professionalisierung verloren die deutschen Freestyle etwas den Anschluss an die Weltspitze. 2005 in Sydney wurde erstmals seit Jahren mit Jutta Kaiser wieder eine deutsche Athletin Weltmeisterin.

International besonders bekannt sind Corran Addison und Eric Jackson.

Mittlerweile ist Freestyle offiziell als Sparte in der International Canoe Federation und im Deutschen Kanu-Verband vertreten. 2006 fand die erste offizielle Europameisterschaft; 2007 die erste offizielle Weltmeisterschaft unter Regie der ICF in Ottawa (Kanada) statt.

2. Boote


Wikipedia, Thorsten HartmannZu Beginn waren die Boote noch über 3 Meter lang, symmetrisch gebaut und schwer. Sehr bald wurde mit neuen, vor allem kürzeren Formen experimentiert. Mittlerweile ist die Grenze der Größe erreicht: Die kürzesten Boote sind nur noch 1,75 m lang mit einem Volumen von ca. 200 l. Früher hatten die Boote einen runden Querschnitt, ein modernes Kajak zum Playboaten hat heutzutage einen mehr oder weniger flachen Boden, extreme Kanten zum Unterschiff und das meiste Volumen um die Mitte konzentriert.

Übliche Bootsklassen sind (Einer-)Kajak (meist in den Klassen Damen, Herren, Junioren), Einer-Canadier und Open Canoe.

3. Figuren

Die erste Figur beim Playboaten war die ‚Kerze’. Man fuhr mit dem Bug oder Heck des Bootes gegen die Fliessrichtung in eine Walze, und der Druck des Wassers auf das Ende richtete das Boot mehr oder weniger weit senkrecht auf. Jan Kellner baute dies zum ‚Retendo’ aus. Dabei überschlägt sich der Paddler nach der Kerze und landet wieder in der Walze. Dabei dreht er mit einer Paddelbewegung das Boot um die Längsachse und landet aufrecht.

Durch das leichtere Material und die ausgefeilte Technik sind mittlerweile Figuren möglich, bei denen Paddler und Boot komplett in der Luft sind und sich gleichzeitig um mehrere Achsen drehen.

4. Freestyle

Wikipedia, Thorsten HartmannKanu-Freestyle ist die Wettkampfform des Playboating. Ein einheitliches Bewertungssystem hat sich noch nicht durchgesetzt, doch es gibt einige Grundsätze.

Für jede Drehung um 180° gab es Punkte, z.B. bei einer flachen Drehung einen, bei einer hohen Drehung (über 45°) zwei, und senkrecht vier. Außerdem erfolgte eine Bewertung des Stils.

Bei der Variationsbewertung zählen verschiedene Figuren (Moves), unter anderen: Blunt, Cartwheel, Kickflip (oder California-Rolle), Loop, Pan Am, Pirouette, Shuvit, Spin, Splitwheel und Surf.

Seit 2005 bewerten bei offiziellen Freestyle-Wettbewerben drei bis vier Schiedsrichter nur noch die Variation. Die Paddler zeigen möglichst viele verschiedene Tricks.

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